Glossar

HTTP

Das Kürzel HTTP steht für das Hypertext Transfer Protocol, ohne welches das Internet in seiner heutigen Form nicht denkbar wäre. Es gehört zur Sparte der zustandslosen Protokolle, mit denen Daten in der Anwendungsschicht in Netzwerken übertragen werden können. Die Daten aus dem Hypertext Transfer Protocol werden benötigt, damit ein Browser die aus Hypertext bestehenden Websites überhaupt laden kann. HTTP wurde im Jahr 1991 eingeführt und seit 1999 in der Version 1.1 verwendet. Im Jahr 2012 folgte die Version 2.0, die allerdings bei einigen Anwendungsfällen noch Lücken aufwies. An der Entwicklung der Version 3.0 wird derzeit (Stand Jahresende 2014) noch gearbeitet. Die Standardisierung von HTTP 1.1 erfolgte in der Norm RFC 2616, die im Jahr 2014 durch die Normen RFC 7230 bis 7235 ergänzt wurde.

Welche Änderungen brachte die Version HTTP 2.0?

Das Hauptziel bei HTTP in der zweiten Version bestand in einer Optimierung und Beschleunigung der Übertragung der Daten. Damit verkürzten sich die Ladezeiten von Websites. Eine weitere Verkürzung der Ladezeiten ist im Rahmen der On-Page-Optimierung bei HTTP 2.0 durch die Anwendung von Optionen zur Komprimierung der zu übertragenden möglich geworden. Ein gängiges Beispiel dafür ist die Verwendung der GZIP-Compression. Diese Dateien können von allen Browsern jüngeren Datums entpackt werden. Das bedeutet, dass die Ladezeit einer Website inzwischen immer stärker von den Leistungsdaten des für den Zugriff auf das Internet verwendeten Computers abhängig wird. Weitere wichtige Neuerungen bei HTTP 2.0 waren die vom Server initiierte Übertragung von Daten (auch Push-Verfahren genannt), die Chance, mehrere Anfragen zusammenfassen zu können, sowie die Möglichkeit der Nutzung einer binären Kodierung für die zu übertragenden Daten.

Welche Aufgaben können von HTTP gelöst werden?

Das Hypertext Transfer Protocol ist für die Beantwortung von Anfragen innerhalb eines Netzwerks und des gesamten Internets zuständig. Dabei stehen mit GET, POST, HEAD, PUT, DELETE, TRACE, OPTIONS und CONNECT verschiedene Arten der angeforderten Antworten zur Auswahl. Als weitere Ergänzung der Anfragen via HTTP wurde die Option PATCH entwickelt, die im Standard RFC 5789 normiert wurde. Mit dem Hypertext Transfer Protocol können außerdem Informationen vom Nutzer an eine Website übertragen werden, wobei die Optionen GET und POST verwendet werden können. Diese Übertragung ist beispielsweise wichtig, um die Suchmaschinen mit den Keywords für die Anzeige der dazu passenden Websites zu versorgen.

Mit welchen Statuscodes arbeitet HTTP?

Bei jeder Anfrage eines Clients an den Server gibt HTTP einen aus einer dreistelligen Zahl bestehenden Statuscode aus. Die jeweils erste Ziffer gibt Auskunft darüber, ob eine Anfrage ordnungsgemäß bearbeitet werden kann oder eine weitere Eingabe des Nutzers erwartet wird. Das ist beispielsweise bei allen Statuscodes der 3xx-Reihe der Fall, mit denen mitgeteilt wird, dass sich der Speicherort der angeforderten Daten geändert hat. Bei angeforderten Inhalten von Websites zeigt HTTP mit diesem Statuscode beispielsweise eine Weiterleitung auf eine andere als die angeforderte Domain an. Besonders relevant bei der Suchmaschinenoptimierung ist der von HTTP ausgegebene Fehlercode 404. Er zeigt an, dass ein Backlink nicht funktioniert, weil die dazugehörige Seite inzwischen nicht mehr existiert. Wird der Fehlercode 403 angezeigt, bedeutet das, dass der jeweilige Client nicht die erforderlichen Zugriffsrechte für die aufgerufenen Inhalte besitzt. Bei Fehlercodes der Reihe 5xx sollte der Betreiber einer Website seinen Server genauer überprüfen.

Authentifizierung – eine weitere Aufgabe von HTTP

Werden vom Client Anfragen zu besonders geschützten Inhalten an den Server gesendet, sorgt HTTP dafür, dass die Inhalte nur dem Client angezeigt werden, der die dafür erforderlichen Zugriffsrechte besitzt. Dabei stehen bei HTTP die Varianten Basic Authentication und Digest Access Authentication zur Verfügung. Bei der Basic Authentication wird zuerst beim Browser angefragt, ob die Zugangsdaten vom Nutzer hinterlegt wurden. Ist das nicht der Fall, müssen diese in ein spezielles Eingabefenster eingetragen werden. Bei der Digest Access Authentication wird ergänzend ein Hashcode übermittelt, mit dem die Daten für die Kommunikation zwischen dem Client und dem Server verschlüsselt werden. Aus dieser Technologie wurde später HTTPS entwickelt.


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