Glossar

Widgets

Die Bezeichnung Widgets ist aus Teilen der Begriffe Window und Gadgets entstanden. Die Entwicklung dieses vielseitig einsetzbaren Elements ist der Projekt Athena zu verdanken, das in den Jahren 1983 bis 1991 in Kooperation von IBM mit der Digital Equipment Corporation und dem Massachusetts Institute of Technology betrieben wurde. Das Ziel des Projekts war es, eine auf dem gesamten Campus einer Universität nutzbares Rechnersystem für Ausbildungszwecke zu schaffen. Im Rahmen des Projekts Athena entstanden nicht nur die Widgets, sondern auch der Benachrichtigungsdienst Zephy als Vorreiter der Instant Messanger sowie das Authentifizierungsprotokoll Kerberos.

Wie gelangten die Widgets ins Internet?

Widgets sind Fenster, in denen Objekte verschiedener Art dargestellt werden können. Sie wurden erstmals im Browser X11 verwendet. Er gehört zu den Bestandteilen des X Windows Systems, das ebenfalls im Rahmen des Projekts Athena entwickelt wurde. Widgets erweitern die Funktionalität einer grafischen Benutzeroberfläche, ohne die wiederum keines der gängigen Betriebssysteme auskommt. Später wurden die Widgets auch zur Gestaltung von Websites verwendet. Mit ihnen können Informationen von Drittseiten ohne Backlinks eingebunden werden. Die ersten Widgets für Websites dienten der Verknüpfung von Informationen beispielsweise von den Plattformen YouTube und Flickr. Dazu werden die Widgets wahlweise mit Flash-Code, JavaScript, Ajax, Silverlight oder HTML-Code bestückt.

Welche Arten von Widgets gibt es?

Zu unterscheiden sind die Web-Widgets und die Desktop-Widgets. Zur Gruppe der Desktop-Widgets zählen beispielsweise die Lock Screen Notification Widgets beim Betriebssystem Android. Die Betriebssysteme Windows Phone und Windows 8 verwenden Widgets ebenfalls. Dort werden sie allerdings als Kacheln bezeichnet. Der Vorteil liegt darin, das sich die Inhalte der Mini-Fenster automatisch in Abhängigkeit von der jeweiligen Programmierung und den Aktionen der Nutzer aktualisieren können. Widgets benötigen eine so genannte Engine. Davon sind mittlerweile sehr viele verschiedene Varianten verfügbar. Die erste Widget-Engine war die inzwischen eingestellte Version „adelesklets“ aus dem Hause Sylvain Fourmanoit, die für den X11-Browser gedacht war. Die Apple-Engine heißt Dashboard, während Google seine Engines Google Desktop Gadgets und Google Gadgets für Linux nennt. Die Yahoo! Widgets ließen sich ursprünglich nur bei Mac OS X nutzen und wurden später für Windows angepasst.

Die Widgets für Content Management Systeme

Besonders einfach lassen sich mit Widgets die Websites individualisieren, auf denen Content Management Systeme verwendet werden. WordPress bietet in Abhängigkeit vom verwendeten Theme mehrere Bereiche an, in denen Widgets platziert werden können. Dazu zählen der Header, die SideBars sowie der Footer. Bei WordPress lässt sich mit den Widgets sogar die Funktionalität einer Website beeinflussen. So finden sich im Dashboard im Untermenü Design vorgefertigte Mini-Fenster für eine Übersicht der Kategorien, die Meta-Daten mit dem Login, die letzten Beiträge, für das Archiv sowie die Suche innerhalb der Inhalte einer Website. Mit Plugins können optional ergänzende Funktionen wie beispielsweise die Anmeldung für RSS-Feeds über Widgets bereitgestellt werden.

Die Besonderheiten der Textwidgets

Die meisten Content Management Systeme halten so genannte Textwidgets bereit. Dabei handelt es sich um vorbereitete „leere“ Fenster, die mit individuellen Inhalten bestückt werden können. Das nutzen verschiedene Partnerprogramme aus, indem sie vorbereitete Snippets für die Textwidgets zur Verfügung stellen. Diese Codeschnipsel müssen nur einkopiert werden, um die Werbung auf verschiedene Art anzeigen zu lassen. Außerdem können Textwidgets dazu verwendet werden, um Informationen auf sämtlichen Unterseiten anzeigen zu lassen.


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