Glossar

Google Chrome

Google Chrome zählt zu den bekannten Browsern. Es handelt sich dabei um einen Browser, der vom Unternehmen Google Inc. entwickelt wurde, wie der Name bereits vermuten lässt. Seit dem 02. September 2008 ist Google Chrome erhältlich. Die erste stabile Version erschien zwei Monate später. Anfangs stand Google Chrome lediglich für Windows XP ab SP 2 zur Verfügung und für Windows Vista. Später wurde der Browser auch für das Betriebssystem Windows 7 etabliert, seit 2009 gab es Betaversionen für Mac OS X und Linux. 2012 wurden schließlich die Beta-Versionen für Android und iOS-Geräte auf den Markt gebracht. Interessant ist auch das Chromium. Diesen Namen gab das Unternehmen Google Inc. dem Großteil des Quelltextes des Browsers. Dieser wird unter der BSD-Lizenz als quelloffenes Software-Projekt angeboten. Allerdings sind Kopien und Änderungen an der Binärversion ausdrücklich verboten.

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Diese Software verwendet Google Chrome

Google Chrome nutzt den HTML-Renderer Blink zur Darstellung der Webseiten. Er wurde von Google und Opera Software entwickelt. Als freie Software hat man zudem die JavaScript-Implementierung V8 veröffentlicht. Diese stammt vom V8-Team aus Dänemark und wird durch Mehrkernprozessoren und ein dynamisches Optimierungsverfahren unterstützt. Bei diesem Verfahren werden die JavaScript-Objekte versteckt um geteilte Klassen erweitert. Zudem hat man für Google Chrome das Tabbed Browsing komplett neu entwickelt. So sollen die im Browser geöffneten Tabs in sich geschlossene Prozesse sein, die über den Taskmanager auch kontrollierbar sein sollen. Allerdings zeigt sich der Fall in der Praxis etwas anders, so dass sich aus Leistungsgründen mehrere kleine Gruppen von Reitern einen Prozess teilen. Ziel dieser Prozessaufteilung ist die Vermeidung der Beeinträchtigung der gesamten Browser-Leistung durch einen einzelnen Tab, der einen rechenintensiven Prozess ausführt. Ebenfalls werden die Prozesse der Reiter, die auch als Renderer-Prozesse bezeichnet werden, in einer Sandbox ausgeführt. Dadurch sind sie extrem stark in der Interaktionsfähigkeit mit anderen Prozessen eingeschränkt. Ein Großteil der Schadcodes, die normalerweise eine Sicherheitslücke im Browser ausnutzen und von geöffneten Websites auf den eigenen Rechner gelangen, wird an genau diesem Eindringen gehindert. Ebenfalls verbleiben Pop-up-Fenster im jeweiligen Reiter.

Über eine Benutzerschnittstelle erscheinen die einzelnen Reiter eigenständig. Sie erhalten eine eigene Adresszeile, auch als Omnibox bekannt, sowie eigene Kontrollschaltflächen. Die Adresszeile kann unter anderem Vorschläge unterbreiten und kann die Volltextsuche in bisher besuchten Webseiten unterstützen. Ebenfalls erfolgt die Suche über bisherige Suchanfragen. Darüber hinaus bietet Google Chrome die Möglichkeit, die Reiter ohne die allgemeinen Benutzerschnittstellenelemente darzustellen. Eine automatisch generierte Startseite zeigt die Webseiten an, die man am häufigsten besucht hat. Zudem gibt es einen Surfmodus namens „Inkognito-Fenster“, mit dem man beim Surfen im Web keine Spuren auf dem lokalen Rechner hinterlässt. Außerdem bietet Google Chrome die Google Safe Browsing API, die frei zugänglich ist und eine große Liste mit gefährlichen Internetseiten beinhaltet.

Wie sieht die Architektur und Geschwindigkeit bei Google Chrome aus?

Google Chrome besteht insgesamt aus drei Teilen – dem Browser, dem Renderer und dem Subprozess. Während der Browser die Software steuert, ist der Renderer in diesen integriert. Er stellt einen Subprozess (zum Beispiel einen Reiter) dar. WebKit ist im Renderer enthalten und Google Chrome wird insgesamt komponentenbasiert aufgebaut. Für die Internetprozesskommunikation wird das Channeling verwendet. Die besondere Stärke bei Google Chrome ist die Geschwindigkeit, was auf das V8, die virtuelle Laufzeitumgebung von JavaScript, zurückgeführt wird. Google selbst gibt an, dass Google Chrome andere Anwendungen im Bezug auf die Geschwindigkeit problemlos in den Schatten stellt. Bei einem Test wurde das bestätigt, denn JavaScript lief in Google Chrome neunmal so schnell wie beim Internet Explorer 8 und doppelt so schnell wie beim Firefox 3.6.

Stabilität und Sicherheit bei Google Chrome

Durch die verwendete Architektur kann Google Chrome ein sehr stabiles Laufzeitverhalten erreichen, weil jeder neue Reiter, jedes Plug-in usw. als neuer Prozess gestartet wird. Sollte es mit einem Reiter zum Beispiel ein Problem geben und der Prozess wird beendet, so sind die anderen Prozesse in Google Chrome nicht davon betroffen. Stattdessen zeigt sich an der betreffenden Stelle lediglich ein „Sad Tab“. Sollte ein Prozess sich aufhängen, kann dies mit dem Taskmanager nicht nur schnell erkannt, sondern der Prozess auch einfach beendet werden. Der Taskmanager lässt sich über die Tastenkombination „Shift“ + „Esc“ schnell aufrufen.

Auch in punkto Sicherheit kann der Browser Google Chrome punkten. So nimmt man schon seit 2009 am Pwn2Own-Event teil, bei dem Hacker versuchen sollen, Computer mit einem Browser zu hacken. 2011 gab es sogar eine Geldprämie von 20.000 US-Dollar zu gewinnen. An Google Chrome traute sich aber keiner der Hacker heran. 2012 bot das Unternehmen sogar 60.000 US-Dollar Prämie, falls jemand den Browser knacken könnte. Das gelang sogar, doch binnen 24 Stunden wurde die Sicherheitslücke geschlossen. Selbst das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt den Einsatz von Google Chrome, da hier das Sandbox-Verfahren besonders konsequent umgesetzt wird und damit die Angriffsfläche des Browsers deutlich reduziert ist. Mittlerweile bietet Google sogar Belohnungen für diejenigen, die sicherheitsrelevante Programmfehler entdecken. Sie liegen zwischen 1.000 und 3.133,70 US-Dollar.

Es gibt auch Kritik an Google Chrome

Doch trotz aller Vorteile, die Google Chrome dem User bietet, gibt es auch Kritik. So sollen zu viele Daten an Google selbst gesendet werden. Daher ist die Kritik, die unter anderem vom BSI ausgeht, auch vor allem datenschutzrechtlicher Natur. Besonders die unverschlüsselte Übertragung der Schriftzeichen an die gewählte Suchmaschine bei Eingabe in die Adresszeile, um Vervollständigungsvorschläge zu machen, wird kritisiert. Zwar kann dies ausgeschaltet werden, in der standardmäßigen Installation ist es aber aktiviert. Ein weiterer Kritikpunkt betrifft das Angebot, Google Chrome bei vielen Freeware-Installationen mit installieren zu können. Voraussetzung dafür ist das Ankreuzen eines bejahenden Kästchens. Da dieses aber oft schon vorab angekreuzt ist, wird es von vielen Usern übersehen, so dass sie Google Chrome unfreiwillig installieren.


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