Glossar

RSS-Feeds

Das in der Bezeichnung RSS-Feeds enthaltene Kürzel steht für den englischen Begriff „Really Simple Syndication“, was übersetzt so viel wie „wirklich einfache Verbreitung von Inhalten“ bedeutet. Der Begriff Syndication für die Verteilung von Inhalten wurde im Jahr 1895 von William Randolph Hearst geprägt, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts die größte Kette von Zeitungen in den Vereinigten Staaten besaß. Der Standard „Really Simple Sydication“ wurde mit der Version RSS 2.0 eingeführt. Er machte es möglich, beispielsweise auch Videoclips und Audiodateien über die RSS-Feeds zu verteilen, während in der Vorgängerversion nur reiner Textinhalt zur Verfügung gestellt werden konnte. Entstanden sind die RSS-Feeds für Websites im Jahr 1999. Die Umstellung von RDF auf XML folgte bereits ein Jahr nach der Einführung. Eine direkte Konkurrenz zu den RSS-Feeds stellt das Newsfeed-Format Atom dar.

Wie arbeiten RSS-Feeds?

Der Inhaber einer Website muss einen speziellen Quellcode in die Programmierung aufnehmen, um seinen Besuchern die Nutzung des RSS-Feeds zu ermöglichen. Solche Codeabschnitte sind beispielsweise für Content Management Systeme als vorgefertigte Snippets verfügbar, die individuell angepasst werden können. Damit wird auf der Website ein Logo integriert, das als Funktions-Button ausgelegt ist. Darüber kann sich der Besucher für den Bezug der RSS-Feeds registrieren lassen. Der Browser zeigt dann die neuesten Beiträge auf dieser Website als dynamische Lesezeichen an. Alternativ unterstützen einige Browser den Bezug der Neuigkeiten über individuell ausgewählte Anwendungen. Eine der wenigen Ausnahmen stellt der Browser Safari dar, der in einigen Versionen keinen Support für dynamische Lesezeichen bietet. Als geeignete Anwendungen zum Lesen der RSS-Feeds kommen neben dem Browser auch das Mailprogramm oder spezielle Bildschirmschoner in Frage. In Abhängigkeit von den Einstellungen, die der Programmierer einer Website vorgenommen hat, werden entweder die in den Meta-Daten für die Suchmaschinenoptimierung hinterlegten Descriptions oder der erste Teil eines Artikels in der Übersicht aufgelistet. Solche Übersichten können in den RSS-Feeds sowohl zur Artikeln als auch zu Kommentaren angelegt werden.

RSS-Feeds haben Vorteile für Website-Betreiber und User

Die Betreiber von Websites haben durch das Angebot der RSS-Feeds die Chance, auf einfache Weise für ständigen Traffic auf ihrer Seite zu sorgen. Eine gezielte Auswahl der User ist dabei nicht möglich, aber andererseits sind auch keine ständigen Aktionen zur Verwaltung der Nutzer notwendig. Die Aktualisierung der RSS-Feeds wird bei Ergänzungen des Inhalts automatisch vorgenommen. Für die Nutzer sparen die RSS-Feeds ebenfalls Zeit. Sie müssen nicht manuell nachschauen, ob es auf einer Seite Aktualisierungen gibt. Das macht die gezielte Beobachtung vieler Websites ohne großen Aufwand möglich.

Was ist unter einem RSS-Parser und RSS-Reader zu verstehen?

Beim RSS-Parser handelt es sich um eine Software, die Inhalte zerlegen und in maschinenlesbare Formate umwandeln kann. Ein RSS-Parser macht es dadurch möglich, die Inhalte der RSS-Feeds auch in Drittseiten einbinden zu können. Davon profitieren vor allem Verzeichnisdienste, in die RSS-Feeds entweder vom Anbieter selektiert aufgenommen oder vom Betreiber der RSS-Feeds gezielt eingetragen werden können. Für die Programmierung der Parser kommen in den meisten Fällen Java, Python oder PHP zum Einsatz. Die speziellen Parser für RSS-Feeds sind mittlerweile so weit ausgereift, dass der automatisierte News-Bezug auch über Smartphones und Tablets realisiert werden kann.

Der RSS-Reader wird alternativ auch als RSS-Aggregator bezeichnet und stellt ebenfalls ein kleines Programm dar, dass die über RSS-Feeds angebotenen Inhalte auslesen und aufbereiten kann. Für das Betriebssystem Windows, Mac OS X und Linux werden derzeit die RSS-Reader QuiteRSS, Claws Mail, Mozilla Thunderbird und RSSOwl angeboten. Für Linux wäre außerdem noch der RSS-Reader Lifera verfügbar. Ausschließlich in Kombination mit dem Betriebssystem Mac OS ab der Version X lässt sich der RSS-Reader Vienna anwenden. Als reine Webanwendung ist der RSS-Reader Tiny Tiny RSS konzipiert. All diese RSS-Reader haben eine Aufgabe gemeinsam: Sie prüfen in bestimmten Zeitintervallen, ob es in den abonnierten RSS-Feeds Veränderungen gegeben hat.


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