Glossar

PHP

Das Kürzel PHP entstand aus der ursprünglichen Bezeichnung „Personal Home Page Tools“ und wird heute für „PHP: Hypertext Preprocessor“ verwendet. Diese Scriptsprache zur Programmierung von Websites wurde von Rasmus Lerdorf geschaffen und erschien erstmals im Jahr 1995. Die Scriptsprache weist von der Syntax her große Ähnlichkeiten mit Perl sowie C und C++ auf und wird in der Hauptsache für die Erstellung dynamischer Websites verwendet. Pluspunkte von PHP sind eine ausgereifte Unterstützung von Datenbanksystemen und Internet-Protokollen. Deshalb wird diese Scriptsprache auch bevorzugt für die Programmierung von Content Management Systemen eingesetzt. Ein Beispiel dafür ist WordPress, wo durchweg alle Funktionen mit dieser Scriptsprache gesteuert werden.

Die historische Entwicklung der Scriptsprache PHP

Für die ersten beiden Versionen der weit verbreiteten Scriptsprache war Rasmus Lerdorf allein verantwortlich. Die Autoren der dritten Version von PHP waren Zeev Suraski und Andi Gutmans. Sie stellte eine komplette Neuentwicklung dar, die sich vor allem an den Bedürfnissen des E-Commerce orientierte. Mit der Version 4 wurde bei PHP die Zend Engine eingeführt. Sie erschien im Jahr 2000, gehört zur Gruppe der Interpreter und sorgt gemeinsam mit dem Zend Optimizer für eine Optimierung des Quellcodes der Websites. Im Jahr 2004 wurde die Version PHP 5.0 veröffentlicht. Sie ermöglichte erstmals die Nutzung des Datenbanksystems SQLite und brachte Erweiterungen bei der Anwendung von DOM und XML mit. Außerdem wurde mit dieser Version die Nutzung objektorientierter Anwendungen deutlich verbessert. Nachdem die Entwicklung einer sechsten Version verworfen wurde, arbeiten die Entwickler an der Version PHP 7.0, die im ab Oktober 2015 nutzbar ist. Neuerungen in dieser Variante stellen die Hashtabellen dar. Vorteile der siebenten Version soll vor allem die verkürzte Zeit der Ausführung den Anforderungen sein, die wiederum die Ladezeit von Websites verkürzt.

Wie verbreitet ist die Scriptsprache PHP?

PHP ist die bei der Programmierung von Websites mit Abstand am häufigsten eingesetzte Scriptsprache. Statistiken zeigen, dass im Jahr 2013 weltweit rund 244 Millionen Websites darauf basierten. Auf Serverseite griffen zur Jahresbeginn 2015 rund 82 Prozent aller Website-Eigentümer auf PHP zurück. Das liegt auch daran, dass diese Scriptsprache bei den mietbaren Servern in der Regel bereits in der Grundinstallation mit enthalten ist. Wirksam wird bei der Verbreitung noch ein weiterer Vorteil: Mit der Version 5.4 erfolgte ein Umstieg vom Standardzeichensatz nach ISO 8859-1 auf den Unicode-Zeichensatz. Typische Anwendungsgebiete für PHP sind neben den Content Management Systemen auch:
• Software für Webforen
• Frameworks für Web-Applikationen
• Grafische Benutzeroberflächen für Datenbanken
• CRM-Systeme
• Bildergalerien
• Anwendungen für Onlineshops

Wie funktioniert die Scriptsprache PHP?

Arbeitet ein Server mit PHP, werden nicht die Rohdaten einer Website an den anfragenden Client geschickt, sondern die Daten werden zuerst auf dem Server mit einem Interpreter bearbeitet. Der Interpreter übergibt danach die fertig bearbeiteten an den Browser des anfragenden Clients. Der Pluspunkt dabei ist, dass nicht nur HTML-Dokumente übermittelt werden können. Auch die Übertragung von Grafikformaten und PDF-Dokumenten ist mit dem Interpreter von PHP möglich. Der Interpreter benötigt bei der Ausführung von PHP als Webanwendung eine spezielle Schnittstelle, wobei meistens CGI oder ISAPI verwendet werden. Dabei kooperiert der Interpreter mit Diensten von Daemon-Servern oder Apache-Servern bereitgestellt werden. Um dadurch entstehende lange Bearbeitungszeiten zu vermeiden, sollten auf jeden Fall PHP-Beschleuniger oder Bytecode-Caching zum Einsatz kommen. Der Bytecode-Cache ist nur in den neueren Versionen mit enthalten.

Welche Probleme kann es beim Einsatz von PHP geben?

Für den Laien ist der Umgang mit PHP allein schon deshalb etwas schwierig, weil hier Elemente des Dictionary-Konzepts mit denen des Array-Konzepts vereint werden. Hinzu kommt, dass selbst professionelle Programmierer und Designer von Websites eine individuelle Deklaration von Variablen nicht erzwingen können. Diese Deklarationen werden bei der ersten Verwendung automatisch angelegt. Dadurch entsteht das Risiko, dass minimale Syntaxfehler bei der erneuten Verwendung zu Programmfehlern führen können, in deren Ergebnis Websites gar nicht mehr angezeigt werden können, sondern nur eine Fehlermeldung ausgegeben wird.


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