Glossar

Acid-Test

Als Acid-Test werden speziell präparierte Websites bezeichnet, die das W3C zur Verfügung stellt. Damit können die Entwickler der Browser prüfen, ob ihre Programmierung in der Lage ist, allen Anforderungen der vom W3C publizierten Standards gerecht zu werden. Die ersten Websites für den Acid-Test wurden bereits im Jahr 1998 bereitgestellt. Als Programmierer war dafür Tood Fahrner verantwortlich. Diese Testseiten nahm das W3C später in die Testreihe CSS 1.0 auf. Dieser erste Acid-Test wird heute in der Branchenfachsprache auch als „Boxacid“ bezeichnet. Zentraler Bestandteil ist ein Test der Rendering Engines der einzelnen Browser. Hier erwies sich der Browser Mozilla Firefox bereits mit den Beta-Versionen als vorbildlich. Der Internet Explorer von Microsoft bestand den Acid-Test erst mit der Version 6. Die damalige Version 4 des Netscape Navigators hatte keine Chance, die W3C-Testseiten ordnungsgemäß zu rendern und anzuzeigen.

Der Acid-Test in der zweiten Version

Der Acid-Test der zweiten Generation wurde im Rahmen des Web Standards Project geschaffen. Die dazugehörigen Testseiten wurden Mitte April 2005 publiziert. Der Schwerpunkt lag auch hier beim Checken der CSS-Fähigkeiten der Browser. Parallel konnte mit der zweiten Version aber auch der Umgang der Browser mit der HTML-Programmierung geprüft werden. Mit dem Acid-Test der zweiten Version rückte darüber hinaus die Fehlertoleranz der Browser in den Vordergrund. Eigens dafür wurden die Testseiten teilweise mit fehlerhaftem Quellcode bestückt, um die Parser der Browser zu testen. Außerdem prüfte der Acid-Test 2.0, ob die Browser die von den Experten für Webdesign verwendeten Angaben zur veränderten Anzeige mit der Hover-Technik korrekt dargestellt werden. Eine weitere Neuerung beim Acid Test in der zweiten Version war der Check des Alpha Blendings von Grafiken im PNG-Format.

Der neue Acid-Test deckte zur Veröffentlichung Schwachstellen in den Rendering Engines sämtlicher damals üblichen Browser auf. Bis zum Jahr 2009 wurden diese durchweg behoben. Der erste Browser, der den Acid-Test der zweiten Generation bestand, war Safari. Da Konqueror und iCab mit WebKit die gleiche Rendering Engine wie Safari verwenden, folgten sie sehr schnell. Opera absolvierte ab der 2006 veröffentlichten Version 9.0 den Acid-Test 2.0 erfolgreich. Bei der Gecko Engine von Mozilla Firefox dauerte es bis zum Frühsommer 2008, bis alle geprüften Elemente korrekt dargestellt werden konnten. Im Frühjahr 2009 schaffte es dann endlich auch Microsoft, die für den Internet Explorer verwendete Rendering Engine Trident an die neuen Anforderungen anzupassen.

Der Acid-Test in der dritten Version

Mit der dritten Generation brachte der von Ian Hickson entwickelte und 2008 im Rahmen des Web Standards Project veröffentlichte Acid-Test einige Änderungen. Er verlagerte den Schwerpunkt auf die Prüfung interaktiver Elemente einer Website. Das bedeutete in der Praxis, dass nunmehr auch der Umgang der Browser mit ECMAScript und DOM auf dem Level 2 geprüft wurde. Zusätzlich finden beim Acid-Test 3.0 Checks für den Support der Browser für XML und SVG statt. Ingesamt enthalten die Testseiten mittlerweile hundert Einzeltests, die in ein halbes Dutzend Schwerpunkte, in dem Fall Buckets genannt, gegliedert sind. Dabei ist der CSS-Test im Bucket 3 angesiedelt, während der Umgang mit HTML-Code im Bucket 4 geprüft wird. Außerdem müssen die Browser für einen erfolgreich bestandenen Acid-Test 3.0 den HSLA-Farbraum sowie sämtliche Webfonts und Base64-kodierte Bilder unterstützen.

Eine wesentliche Neuerung beim Acid-Test 3.0 war der Check, inwieweit sich die Fähigkeiten der Browser auf die Ladezeiten von Websites auswirken. Erreicht wurde das durch einen speziellen Counter, von dem geprüft wurde, ob auch wirklich bei jedem Schritt die vorgegebene Zeit von 33 Millisekunden eingehalten werden konnte. Parallel gab es eine Prüfung der fertig gerenderten Website auf Übereinstimmung mit einem bereitgestellten Referenz-Rendering.

Die volle Punktzahl des 2011 noch einmal überarbeiteten Acid-Test 3.0 bestehen mittlerweile zumindest die wichtigsten Browser:
• Google Chrome seit der Version 4.0 (erschienen 2009)
• Internet Explorer Version 10.0 (erschienen 2012)
• Mozilla Firefox Version 4.0 (erschienen 2009)
• Opera 10.0 (erschienen 2009)
• Safari 4.0 (erschienen 2009)

Auch viele der mobilen Browser haben keinerlei Probleme, den Acid-Test 3.0 zu bestehen. Die volle Punktzahl erhalten bei den aktuellen Tests:
• Firefox Mobile
• Opera Mobile
• Safari iOS 7
• WebKit Android 3.0

Am Acid-Test 4.0 wird von Ian Hickson bereits gearbeitet. Hier soll aktuellen Hinweisen zufolge der Fokus bei CSS 3.0, beim SVG-Support sowie bei den „mixed namespaces“ gesetzt werden.


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