Glossar

Netiquette

Beim Begriff Netiquette handelt es sich um eine Zusammenziehung aus der französischen Vokabel „etiquette“ für angemessenes Verhalten und dem englischen Wort „net“ für Netz. Unter dem Oberbegriff Netiquette werden demnach alle Verhaltensregeln bei der Nutzung des Internets zusammengefasst. Eine allgemein gültige Normierung des Verhaltens gibt es dabei nicht. Sie wäre bestenfalls aus dem Standard RFC 1655 abzuleiten. Im Jahr 2010 fanden Regeln für angemessene Umgangsformen im Internet zumindest bezüglich der Social Networks auch in den Ratgeber „Knigge“ Eingang.

Die Unterschiede der Netiquette bei den einzelnen Plattformen

Was als angemessen toleriert wird, hängt von individuellen Faktoren wie beispielsweise der Art der genutzten Plattformen ab. Grundsätzlich sind nach RFC 1655 bei der Netiquette die fünf Aspekte Usability, Zwischenmenschliches, technische Umsetzung, Lesbarkeit, Sicherheit und die Bestimmungen des Urheberrechts zu beachten. In Anbetracht der Lockerheit einiger User im Umgang mit Social Networks wie beispielsweise Facebook sollten diese Faktoren mit den Bereichen Datenschutz und Schutz der Persönlichkeit ergänzt werden.

Differenzierungen bei der Netiquette sind über die Nutzungsbestimmungen der einzelnen Plattformen möglich. Das gibt zum Beispiel für die Form der Anrede. In den Social Networks ist es üblich, die Anrede „du“ zu verwenden, ohne dass sich jemand daran stößt. In den Foren hat sich diese Praxis ebenfalls verbreitet, wobei die Betreiber einiger Foren in ihren eigenen Regeln allerdings die Höflichkeitsform „Sie“ als Grundsatz der Netiquette vorschreiben.

Der technische Aspekt der Netiquette

Zur Netiquette im Internet gehört es auch, dass Nachrichten so bereitgestellt werden, dass sie die User in einer guten Qualität zur Kenntnis nehmen können. Hier spielt vor allem die Übertragung von Posts mit Apps für Websites sowie Smartphones und Tablets eine wichtige Rolle. Die Daten müssen mehrfach an den Schnittstellen zwischen den Systemen modifiziert werden. Deshalb sollten sie im Interesse der Netiquette so übermittelt werden, wie es im Standard RFC 2822 definiert wurde. Damit können unerwünschte Veränderungen und Datenverluste weitgehend ausgeschlossen werden.

Der zwischenmenschliche Aspekt der Netiquette

Dass man sich im Internet auch weitgehend anonym bewegen kann, nutzen viele User leider aus, um sich völlig anders darzustellen, als sie tatsächlich sind. Deshalb sind einige Betreiber von Single-Börsen bereits dazu übergegangen, von den Usern ein Mindestmaß an Netiquette in Form von Ehrlichkeit zu fordern. Dort müssen bei einer Neuanmeldung Kopien des Personalausweises für eine Verifizierung der übermittelten Daten übergeben werden. Dazu gehören vorwiegend Single-Börsen für Menschen ab dem mittleren Alter.

Die Netiquette im Internet und das Strafrecht

Eine grundsätzliche Normierung erfährt die Netiquette im Internet ergänzend durch die Bestimmungen des Strafrechts. So können in Social Networks, in Foren oder auf anderen Websites hinterlassene Beleidigungen und Verleumdungen ebenso verfolgt werden, wie das bei der Veröffentlichung in anderen Medien oder der Verbreitung durch Unterhaltungen von Angesicht zu Angesicht der Fall ist. Strafrechtlich relevante Verletzungen der Netiquette auf Plattformen im Internet lassen sich recht einfach beispielsweise durch Screenshots beweisen. Außerdem sind derartige Abweichungen von der Netiquette in Abhängigkeit von den auf den jeweiligen Plattformen möglichen Einstellungen entweder von größeren Gruppen oder von der kompletten Öffentlichkeit einsehbar. Dieser Tatsache sind sich viele User von Foren und Social Networks leider immer noch nicht bewusst.


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