Glossar

ORM

Die Abkürzung ORM wird für das Online Reputation Management verwendet. Unter der Online Reputation wird der Ruf verstanden, den eine natürliche Person, ein Unternehmen, eine Institution oder eine Marke im Internet hat. Dieser Ruf wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Eine wichtige Rolle spielen dabei Bewertungsplattformen, die von Bloggern veröffentlichten Statements sowie die Social Networks. Einem optimalen ORM kommt vor allem in den Zeiten einer Krise eine erhebliche Bedeutung zu. Das Hauptaugenmerk sollte in Krisenzeiten beim ORM darauf gerichtet werden, einen Shitstorm zu vermeiden. Er kann Aufmerksamkeit generieren, aber andererseits auch erheblichen Schaden anrichten, indem beispielsweise Produkte gezielt gemieden werden.

Welche Rechtsgrundlagen können beim ORM genutzt werden?

Die Grundlage beim ORM ist die regelmäßige Prüfung des Rufs von Personen und Unternehmen, was über eine Abfrage mit dem Namen als Keyword bei den großen Suchmaschinen erfolgt. Wird in den negativen Beiträgen die Privatsphäre von natürlichen Personen oder den Mitarbeitern von Unternehmen nachhaltig verletzt, ist es innerhalb der Europäischen Union ansässigen Personen und Unternehmen beim ORM seit Sommer 2014 möglich, von Google unter Berufung auf das Urteil EuGH C-13131/12 eine Deindexierung der Daten zu fordern. Für diese Art ORM bietet Google inzwischen ein interaktives Formular an. Eine Herausgabe der Nutzerdaten durch Hosts zum Zwecke einer Schadenersatzklage beim ORM ist nicht in jedem Fall durchsetzbar, wie das BGH-Urteil VI ZR 345/13 vom 1. Juli 2014 belegt.

Welche Risiken müssen beim ORM beachtet werden?

Finden sich negative Äußerungen beispielsweise in einem Blog oder Forum, kann der Betreiber (sofern auffindbar) beim ORM aufgefordert werden, die Inhalte zu entfernen. Hier kommt es auf den jeweiligen Einzelfall an, ob der Paragraf 187 des deutschen Strafgesetzbuches anwendbar ist. Wissen sollten Betroffene allerdings, dass die Inhalte selbst bei einer Löschung von der Website in verschiedenen Archiven weiterhin verfügbar bleiben. Außerdem könnte eine solche Aufforderung zur Löschung von Inhalten zu noch mehr Aufmerksamkeit und einer noch schnelleren Verbreitung der negativen Inhalte führen, wenn sich der Inhaber der betroffenen Website öffentlich gegen den Wunsch nach einer Löschung wehrt. In Fachkreisen wird dieses Risiko beim ORM als Streisand-Effekt bezeichnet.

Die Rolle der Suchmaschinenoptimierung beim ORM

Die größte Aufmerksamkeit beim ORM ist den Publikationen zu schenken, die auf den vorderen Plätzen der Ergebnisübersichten der großen Suchmaschinen auftauchen. Sie werden am häufigsten geklickt und haben deshalb den bedeutendsten Einfluss auf die Meinungsbildung. Ein Ziel beim ORM besteht deshalb darin, die negativen Inhalte durch eine gute Suchmaschinenoptimierung für eigene und auf Drittseiten veröffentlichte positive Inhalte von den vorderen Plätzen der Suchergebnisse zu verdrängen. Hier kommt den Social Networks ebenfalls eine große Bedeutung zu, da diese Posts und Profilseiten bei der Suche nach Marken sowie Personen- und Unternehmensnamen durchweg immer auf den vorderen Positionen angezeigt werden. Wer Angriffen im Internet ausgesetzt ist, sollte deshalb beim aktiven CRM die Suchmaschinenoptimierung durch Experten durchführen lassen.

Für Privatpersonen ist kluges ORM ebenfalls wichtig

Viele Menschen denken leider, dass ein kontinuierliches ORM für sie nicht wichtig ist. Doch das ist falsch. Spätestens dann, wenn sie sich auf die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz machen, könnte ihnen ein negatives Image im Internet erhebliche Nachteile bescheren. Immer mehr Personalchefs prüfen nicht nur die übergebenen Bewerbungsunterlagen, sondern ergänzen diese Informationen mit einer gezielten Recherche im Internet. Wurde das kontinuierliche ORM vernachlässigt, und es ergibt sich deshalb ein negatives Bild, fallen die Chancen auf ein Vorstellungsgespräch und einer Arbeitsplatz rapide.


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