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Die Knowledge Graphen und die Wirkung auf die SEO

Als Knowledge Graphen werden die Infoboxen bezeichnet, die Google seit einiger Zeit neben den Ergebnissen der organischen Suche platziert. Sie sind für die Nutzer des Internets eine gute Sache, weil sie die wichtigsten Informationen in komprimierter Form bieten. Allerdings bringen sie auch mehrere Nachteile mit: Einerseits sollte man sich auf diese Daten nicht verlassen, weil sie häufig fehlerhaft sind. Anderseits verlieren Websites dadurch unter Umständen enorme Mengen an Traffic.

Knowledge Graphen und die üblichen Pannen

Welche gravierenden Fehler sich in den Knowledge Graphen finden, verdeutlicht ein Beispiel:

Wer bei Google mit dem Begriff „Nova Eventis“ sucht, bekommt in der Infobox die Daten einer Immobilienagentur namens „Nova“ mit Sitz in der Leipziger Karl-Heine-Straße 1 präsentiert. Tatsächlich handelt es sich bei „Nova Eventis“ allerdings um ein Einkaufszentrum an der Autobahnabfahrt Günthersdorf, zu dem auch ein Kino gehört. Zwar weist Google in den Suchergebnissen an der ersten Position die korrekte Website des Einkaufszentrums aus, platziert darunter aber wiederum die falsche Adresse. Stutzig könnten die User dadurch werden, dass sich an zweiter Stelle bei den Knowledge Graphen eine Box befindet, in der darauf hingewiesen wird, dass es sich bei „Nova Eventis“ um ein Einkaufs- und Erlebniszentrum in Günthersdorf handelt.

Knowledge Graphen und die „Wikipedia-Connection“

In der Hauptsache bezieht Google die Daten für die Knowledge Graphen von Wikipedia, Freebase sowie dem CIA World Factbook. Die schwerpunktmäßige Nutzung wurde von Google zwar bestritten, aber es gab in der Vergangenheit einige Beweise dafür. Sie fanden sich in bei der Anzeige von unterschiedlichen Daten in den Knowledge Graphen beispielsweise bei den Geburtsjahren von VIPs, bei denen Differenzen zwischen den Angaben auf Wikipedia.org und Wikipedia.de bestanden. Bei der Abfrage von Deutschland aus wurden die Daten der deutschen Wikipedia-Seite und bei einer Abfrage aus den USA die Daten der englischen Wikipedia-Seite angezeigt. Ein Abgleich mit anderen Quellen scheint demnach bis zum Sommer 2015 nicht stattgefunden zu haben.

Inzwischen nutzt Google für die Bestückung der Knowledge Graphen jedoch mehrere Quellen. Die Veränderungen fielen im Zusammenhang mit den jüngsten Updates der Algorithmen auf, seit deren Rollout denen die Glaubwürdigkeit der Informationsquellen deutlich stärker im Fokus steht. Diese Ansprüche scheint Google demnach inzwischen auch bei sich selbst anzuwenden. Praxistests haben ergeben, dass beim Beispiel der Geburtsjahre von VIPs mittlerweile identische Daten bei Abfragen von Deutschland aus und von den USA aus in den Knowledge Graphen angezeigt werden.

Wie wirken sich die Knowledge Graphen auf die SEO aus?

Von den Fachleuten für Suchmaschinenoptimierung werden unterschiedliche Auswirkungen der Knowledge Graphen beobachtet. Schaffen es beispielsweise die Fotos auf der eigenen Website bis zur Anzeige in den Knowledge Graphen, kann das Statistiken zufolge eine enorme Steigerung des Traffics bedeuten. Sie können teilweise mehr als zehn Prozent zusätzliche Zugriffe auf eine Website bringen.
Doch die Infoboxen bergen andererseits auch die Gefahr des Verlusts von Traffic. Dieser Fall tritt immer dann ein, wenn in den Infoboxen falsche Informationen angezeigt werden, sich die Internetuser aber darauf verlassen. Webmaster sind deshalb gut beraten, wenn sie darauf achten, dass die eigenen Websites eine hohe Bewertung bei der Trustworthiness (also der Vertrauenswürdigkeit) bekommen. Erreichen lässt sich das einerseits durch Quellenangaben für die selbst veröffentlichten Informationen und andererseits durch eine Verlinkung von Seiten mit Spitzenwerten bei der Glaubwürdigkeit. Dazu zählen bei deutschsprachigen Inhalten beispielsweise Wikipedia, Focus, Stern und n-tv. Je höher der Wert der Glaubwürdigkeit bei der eigenen Seite ist, desto höher ist auch die Chance, dass korrekte Informationen in den Knowledge Graphen angezeigt werden.

Welche Rolle spielen die Entity-Markups für die Knowledge Graphen?

Deshalb ist es wiederum wichtig, Google die für die Knowledge Graphen benötigten Informationen in einer „schmackhaften Form“ zu servieren. Das heißt, dass Fakten wie Orte, Daten oder Adressen möglichst optimal gekennzeichnet werden sollten. Das ist mit den Intity-Markups möglich. Wer sich nicht zu den erfahrenen Programmierern zählt, kann sich vorbereitete Snippets für die Entity-Markups beispielsweise bei schema.org holen.

Eine eindeutige Identifizierung von Personen und Objekten ist darüber hinaus mit den Kennungen von Freebase.com möglich. Freebase.com wird von den Google-Algorithmen als Plattform mit hoher Glaubwürdigkeit eingeschätzt. Die Verwendung dieser Kennungen wirkt sich deshalb auch positiv auf die Vertrauenswürdigkeit der eigenen Inhalte aus. Fatal ist allerdings, dass Freebase seit dem Frühsommer 2015 keine Änderungen der Daten durch die User zulässt, sondern nach eigenen Angaben den Datenbestand durch einen Abgleich mit Wikipedia aktualisiert.

Welches Fazit ist für die SEO daraus zu ziehen?

Unternehmen und Personen sind gut beraten, wenn Sie im Interesse der SEO eine eigene Wikipedia-Seite einrichten. Dort sollte sehr genau darauf geachtet werden, dass nur korrekte Daten enthalten sind. Auch wenn Google für die Knowledge Graphen nicht mehr ausschließlich Wikipedia-Inhalte nutzt, greifen doch andere Plattformen auf die dort veröffentlichten Informationen zurück. Gibt es bei Wikipedia falsche Informationen, verteilen sie sich wie ein Virus im ganzen Internet und führen letztlich zu Fehlinformationen in den Knowledge Graphen, die dann wiederum Trafficverluste für die eigenen Websites nach sich ziehen können.

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