Glossar

Retargeting

Die Bezeichnung Retargeting kommt aus dem Englischen und wird wörtlich mit (auf etwas) zurückzielen übersetzt. Der Begriff wird auf eine Strategie beim Onlinemarketing angewendet. Dabei werden die Nutzer markiert, um ihnen später genau zu ihren Interessen passende Werbung anzeigen zu können. Das bewirkt die Unterschiede, die bei den eingeblendeten Werbebannern beim Aufruf der gleichen Website durch verschiedene Nutzer beobachtet werden.

Für die Markierung der Nutzer kommen die sogenannten Cookies zum Einsatz. Dabei handelt es sich um Mini-Dateien, welche vom Browser des Nutzers beim Besuch der meisten Websites gespeichert werden. Hier ist wissenswert, dass das in vielen Fällen ohne Wissen der Besucher geschieht. Lediglich in den zur Europäischen Union gehörenden Ländern ist es (Stand August 2017) gesetzlich vorgeschrieben, dass die Betreiber der Websites explizit auf die Verwendung von Cookies hingewiesen werden müssen.

Wie steigert Retargeting den Umsatz der Onlineshops?

Viele Menschen dürften sich bereits darüber gewundert haben, dass ihnen plötzlich laufend eine bestimmte Produktwerbung angezeigt wird. Mit hoher Wahrscheinlichkeit haben sie zuvor dieses Produkt in einem Onlineshop angesehen, in den Warenkorb gelegt, aber am Ende doch nicht gekauft. Diese Information kann im Cookie des betreffenden Händlers hinterlegt werden. Die meisten Werbenetzwerke sind in der Lage, die Informationen in den Cookies ihrer angeschlossenen Händler auszulesen. Ruft also ein Internetuser eine Website auf, die als Publisher für dieses Werbenetz agiert, erhält das Werbenetzwerk genau diese Informationen. Damit darf das Affiliate-Programm also voraussetzen, dass der Besucher Interesse an diesem Produkt hat. Die Anzeige von Werbung für das konkrete Produkt bietet also eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass das dazugehörige Werbebanner angeklickt und das Produkt gekauft wird. Damit steigert das Retargeting auch die möglichen Einnahmen der Publisher der Werbung.

Nicht nur Einzelprodukte stehen beim Retargeting im Fokus

Das Wissen, wofür sich der Besucher einer Website interessiert, gilt nicht nur in Bezug auf Einzelprodukte. Daraus lässt sich zusätzlich ableiten, bei welchen Produktkategorien die Werbung lohnenswert sein könnte. Möglicherweise hat dem potentiellen Kunden lediglich ein konkretes Modell nicht so gut gefallen. Deshalb werden bevorzugt auch Werbebanner für ähnliche Produkte angezeigt, die zur gleichen Preiskategorie gehören.

Außerdem werden andere Ähnlichkeiten bei der Auswahl der angezeigten Werbung beim Retargeting ausgenutzt. Wer beispielsweise in verschiedenen Shops nach den Filmen gesucht hat, an denen ein bestimmter Schauspieler mitgewirkt hat, wird in der Folge feststellen, dass er regelmäßig auch auf Werbung für andere Fanartikel zu genau diesem Schauspieler trifft.

Google nutzt nicht nur das Retargeting

Die AdWords-Werbung von Google verwendet ebenso wie die unzähligen anderen Werbenetzwerke ergänzende Strategien. Sie kommen beispielsweise dann zum Einsatz, wenn der Internetuser die Speicherung von Cookies ablehnt. Google nutzt in diesem Fall das Wissen über die zuletzt von einem Rechner und Browser aus getätigten Suchanfragen. Das legt zutreffend nahe, dass neben der IP-Adresse weitere Daten von Google gespeichert werden. Anderenfalls würde diese Strategie bei den Nutzern nicht funktionieren, die von ihrem Provider täglich andere öffentliche IP-Adressen zugewiesen bekommen. Liegen zu einem Besucher einer Website keinerlei Informationen vor, wird die eingeblendete Werbung an die Inhalte der aufgerufenen Website angepasst. Zeigt eine Website ständig identische Werbeinhalte für durchweg alle Besucher an, wird diese nicht dynamisch ausgewählt, sondern wurde vom Betreiber statisch eingebunden.


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