Glossar

Expired Domains

Als Expired Domains werden URLs bezeichnet, bei denen der registrierte Nutzer den Vertrag mit dem Provider nicht verlängert hat. In dem Fall wird die Inhaberschaft vom Provider beim Registrar gelöscht. Solche Adressen für Websites sind sehr gefragt, weil für neue Projekte von Beginn an Vorteile bei der Suchmaschinenoptimierung mitgenommen werden können. Deshalb verwenden einige Agenturen spezielle Scripts, die frei werdende Domains automatisch aufspüren. Wie hoch das Interesse an bereits etablierten und nicht mehr benötigten Webadressen ist, zeigt sich außerdem auf den Plattformen, auf welchen Domains gekauft und verkauft werden können.

Welche Vorteile bieten Expired Domains?

Wer eine neue Domain registrieren lässt, muss viel Arbeit beispielsweise in den Linkaufbau stecken. Werden dagegen Expired Domains direkt nach dem Freiwerden aufgekauft und mit neuen Inhalten bestückt, wirken sich die bereits vom Vorbesitzer erarbeiteten Verlinkungen positiv aus. Zu beachten ist hier allerdings, dass nur die Verlinkungen auf die Startseite wirksam werden. Backlinks, die auf einzelne Artikel gesetzt wurden, werden zu toten Links, was vor allem der Vertrauenswürdigkeit der Websites schadet, von welchen die Links ausgehen.

Hier ist es durchaus sinnvoll, sich mit dem Vorbesitzer über die Übernahme besonders linkstarker Inhalte zu einigen. Sie sollten möglichst schnell unter der gleichen Linkadresse wieder verfügbar gemacht werden. Jedoch sind hier intensive Prüfungen der wiederbelebten Inhalte notwendig. Dabei sind vor allem namensrechtliche, markenrechtliche und urheberrechtliche Aspekte zu beachten. Wichtig ist das, weil die neuen Inhaber der Expired Domains in vollem Umfang für die übernommenen Inhalte haften müssen. Das muss genauso bei der Übernahme kompletter Projekte (also Websites samt vollständigem Inhalt) beachtet werden.

Was ist bei der Wiederbelebung von Expired Domains noch wichtig?

Sollen bereits etablierte und freigewordene Domains für neue Projekte registriert werden, ist zuvor ein Blick in die Daten der WaybackMachine notwendig. Sie geben beispielsweise Auskunft über die Sprache, in welcher die dort einst vorhandenen Inhalte abgefasst wurden. Interessant sind immer nur Domains, bei denen die gleiche Sprache verwendet wurde, die auch für das neue Projekt geplant ist.

Webmaster, die das Glück haben, eine der sehr guten Expired Domains registrieren zu können, sollten sich in der WaybackMachine auch das einstige Design genauer anschauen. Fand es bei den Besuchern eine hohe Akzeptanz, ist es durchaus lohnenswert, sich beim neuen Design daran zu orientieren. Damit ist eine Vorbeugung gegen eine Verunsicherung der wiederkehrenden Besucher und eine hohe Absprungrate möglich.

Ein außerdem wesentlicher Faktor ist die Thematik, mit welcher sich die vorherigen Domaininhaber beschäftigt haben. Sie sollte im optimalen Fall erhalten bleiben, weil sich das positiv auf die Relevanz der übernommenen Verlinkungen auswirkt. Bemerken verlinkende Webmaster, dass sich das Thema der Zielseite gravierend ändert, werden die gesetzten Backlinks in der Regel entfernt.

Bei der Nutzung von Expired Domains unbedingt die Reputation prüfen

Es wäre eine sehr schlechte Wahl, eine freiwerdende Domain zu nutzen, die allgemein einen miesen Ruf hat. Das gilt einerseits im Hinblick auf die Sicherheit. War eine Website zuvor eine „Virenschleuder“, sollte die dazugehörige Domain für eine Wiederbelebung tabu sein. Außerdem muss der Ruf des Vorbesitzers und der von ihm auf der Domain angebotenen Inhalte in den Social Networks geprüft werden. Bei zahlreichen Negativbewertungen lautet die Devise: „Finger weg von dieser Webadresse!“

Eine weitere wichtige Frage bei der Reputation der Expired Domains ist, ob sie in der Vergangenheit von Google gemaßregelt wurden. Darauf deuten plötzliche Abstürze beim Ranking in den Suchergebnissen hin. Interessante Hinweise zur Reputation liefert auch eine Sichtung der Websites, von denen aus Links zur ins Auge gefassten Domain gesetzt wurden. Stammen diese lediglich aus Artikelverzeichnissen, banalen Posts in Foren oder aus Blogs mit niedrigem Eigenranking, deutet das darauf hin, dass die Links von den Vorbesitzern manipulativ eingekauft wurden. Auch dann ist diese etablierte Domain uninteressant für eine weitere Nutzung.


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