Entwicklung

Website nicht erreichbar? – Problemstelle mit tracert finden

Wenn der Browser beim Aufruf einer Website eine Fehlermeldung bringt, muss das weder an der Erreichbarkeit der Website noch an einem Absturz des Browsers oder des gesamten Betriebssystems liegen. Auch ein Ausfall der DSL-Box beim Zugriff vom Festnetz aus muss nicht die Ursache sein. Wo das Problem konkret liegt, kann mit der Nutzung des Befehls tracert einfach und schnell herausgefunden werden. Häufig sind nämlich nicht erreichbare Serverzentren oder Kundenserver von Internetprovidern dafür verantwortlich.

Was bewirkt der Befehl tracert und wie wird er angewendet?

Mit dem Befehl tracert wird ein bereits im Betriebssystem Windows enthaltenes Programm gestartet, welches Traceroute heißt. Traceroute wiederum bewirkt eine Routenverfolgung, die im Volksmund auch als Paketverfolgung bezeichnet wird. Sie ist für den Laien einfacher anzuwenden als der sonst übliche Ping, mit dem alternativ eine bestimmte IP-Adresse angesprochen werden kann.

Um Traceroute zu nutzen, muss die sogenannte DOS-Konsole aufgerufen werden. Bei Windows 10 ist sie erreichbar, indem unten links ins Suchfeld der Begriff Eingabeaufforderung eingetippt wird. Dann erscheint in der Liste auf der 1. Position die gleichnamige App. Wird diese aktiviert, öffnet sich ein Fenster, in dem in der ersten Zeile die verwendete Windows-Version angezeigt wird. An der Stelle des blinkenden Cursors wird nun tracert gefolgt von einem Leerzeichen und dem Domainnamen inklusive www und ohne http:// eingegeben. Wird danach die Enter-Taste gedrückt, wird die Routenverfolgung gestartet.

Welche Auskünfte liefert der Befehl tracert?

Die Routenverfolgung bietet das zu Windows gehörende Traceroute über maximal 30 verschiedene Abschnitte. Dabei wird jede Zwischenstation nach der Aktivierung des Befehls tracert automatisch jeweils drei Mal angepingt. Die daraufhin erscheinenden Zahlen geben Auskunft, wie lange die jeweilige Zwischenstation zum Antworten braucht. Die Angabe erfolgt immer in Millisekunden. Erscheint ein * in der Übersicht, heißt das, dass eine Zwischenstation entweder gar nicht antwortet oder zu lange für die Antwort braucht. Gibt es irgendwo derartige Probleme, wird der Ping so lange wiederholt, bis eine Antwort kommt oder die dreißig Abschnitte erreicht sind. Dabei werden jeweils drei erfolglose Pings als ein Abschnitt gewertet.

Hinter den Angaben zur Antwortzeit oder den Sternen für eine fehlende Antwort, weist die von tracert erstellte Übersicht genau aus, bei welchem Punkt gerade angefragt wird. Die Angabe „rdsl-lpzg-de80.nw.mediaways.net [62.52.195.21]“ würde beim Erscheinen von Sternen beispielsweise darauf hindeuten, dass das Serverzentrum Leipzig nicht antwortet. Bei solchen Meldungen lohnt es sich, die eigene Website testweise von einem mobilen Endgerät oder einem Rechner in einer anderen Region aus aufzurufen, weil dabei die Anfrage üblicherweise über andere Serverzentren geroutet wird. Die vorletzte Position enthält üblicherweise einen Hinweis auf den Anbieter, bei den die Website gehostet ist.

Wann verweist tracert auf Probleme, die man selbst lösen muss?

Die letzte Position der von tracert gelieferten Daten gibt an, ob der Server antwortet, auf dem die Website liegt. Weisen alle vorherigen Abschnitte niedrige Zahlen bei den Zeitangaben aus und nur dort erscheinen Sterne, dann deutet das auf technische Probleme beim Betriebssystem und der Hardware des eigenen Servers hin. Oft sind diese Probleme nur temporärer Natur, wenn beispielsweise der Provider gerade Hardware austauscht oder ein Update am Betriebssystem vornimmt. Die Updates dauern nie länger als eine halbe Stunde. Umfangreiche Hardware-Wartungen kündigen die meisten Provider inzwischen per Mail an.

Zeigt die von tracert erstellte Liste zur Routenverfolgung keine Probleme und die Website ist trotzdem nicht erreichbar, sollten Webmaster ihre Einstellungen überprüfen. Eine zu klärende Frage ist, ob die Domain tatsächlich auf die korrekte IP-Adresse verweist. Bei fehlenden Zahlungseingängen machen es sich einige Provider inzwischen einfach und sperren nur die jeweilige IP-Adresse einer Website in ihren Routing-Dateien. Auch das würde zur Anzeige von Sternen bei der Paketverfolgung mit tracert an letzter Stelle führen. Fehler in der Programmierung der eigentlichen Website lassen sich mit Traceroute leider nicht aufspüren.

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