Online Marketing

Bing hat eine Penalty für die Nutzung der Linknetzwerke aktiviert. Wir erklären die Funktionsweise und haben Tipps zur Vermeidung der Rankingstrafe.

Nach Google straft nun auch Bing die Nutzung der Linknetzwerke ab

Linknetzwerke waren in der Vergangenheit ein oft genutztes Hilfsmittel zur Generierung von Backlinks. Kurz vor dem Jahresende 2019 entschloss sich auch Bing, die Nutzung mit Strafen zu versehen.

Bei den Bing Penaltys für Linknetzwerke spielt die Abgrenzung der einzelnen Websites zueinander eine große Rolle. Damit sollen Manipulationen beim Ranking über das Setzen von Backlinks unmöglich sein. Ein gutes Beispiel für solche Manipulationen ist ein Zahnarzt aus dem Allgäu. Er war mit einem Komplex aus mehreren Dutzend Websites ohne wirklich relevante Inhalte beim künstlich forcierten Ranking erfolgreich.

Wie erkennt Bing die abzustrafenden Linknetzwerke?

Die von Microsoft betriebene Suchmaschine arbeitet genau wie Google mit einem ausgeklügelten Algorithmus. Er weist bei der Erkennung der Linknetzwerke nach eigenen Angaben des Unternehmens nur eine geringe Fehlerquote auf. Die Bing-Betreiber verweisen in ihrem offiziellen Statement darauf, dass viele Erkennungsfehler auch bei einer manuellen Prüfung nicht erkennbar gewesen wären. Das Hauptproblem ist die Frage, welche Inhalte eindeutig einer Website zugeordnet werden können. Dadurch ist vor allem die Bewertung der auf Subdomains einer Hauptdomain publizierten Inhalte schwierig. Betroffen von solchen Erkennungsfehlern sind beispielsweise international tätige Unternehmen. Sie publizieren häufig identische Inhalte auf Domains mit verschiedenen Länderkennungen. Für die Algorithmen ist es nicht ganz einfach, zu erkennen, ob diese Inhalte zu einem Unternehmen gehören oder nicht.

Wertet Bing auch Private Blog Networks als Linknetzwerke?

Grundsätzlich ist das nicht der Fall. Bei den Private Blog Networks prüft der Bing-Algorithmus die unmittelbaren Verbindungen zwischen den einzelnen Subdomains. Das heißt, wer sein Blogsite als Subdomain bei einem größeren Host anlegt, erleidet beim Ranking nicht automatisch Nachteile. Stattdessen untersucht Bing, wie die einzelnen Blogs untereinander verlinkt sind. Als Auffälligkeiten wertet Bing beispielsweise eine häufige gegenseitige Verlinkung. Das gilt auch dann, wenn mehrere untereinander verlinkte Subdomains zu einer beliebigen Hauptdomain angelegt werden. Auch die Weiterleitung mehrere Subdomains ein eine einzige Seite (Doorway-Taktik) wird als Versuch der Manipulation gewertet. Noch schlimmer fällt die Herabstufung beim Bing-Ranking aus, wenn alle Seiten solcher Linknetzwerke identische Inhalte haben.

Microsoft-Suchmaschine will SEO-Manipulationen durch Subfolder Leasing beenden

Beim Subfolder Leasing entstehen zumeist Linknetzwerke, bei denen die Subdomain vom Ranking der Hauptdomain profitiert. Sie fallen dadurch auf, dass es von der Hauptseite nur wenige oder gar keine Links auf die Subdomain gibt. Meist besteht auch kein thematischer Zusammenhang, der eine solche Verlinkung plausibel machen würde. Die gute Nachricht ist, dass Bing beim Erkennen von Subfolder Leasing nur die vermietete Subdomain beim Ranking abstraft. Eine Herabstufung des Rankings der Hauptdomain findet nicht statt und ist auch in naher Zukunft nicht geplant. Eine Ausnahme gibt es nur dann, wenn die Subdomains mehrheitlich eine Einstufung als Spam haben.

Welche Konsequenzen leiten sich von den Penaltys für Linknetzwerke ab?

Wer sein Ranking gezielt über das Setzen von Backlinks verbessern will, hat es durch die Penaltys für Linknetzwerke künftig schwerer. Einfache Linktauschgeschäfte können die Algorithmen sehr leicht durchschauen. Wer auf Linktauschgeschäfte nicht verzichten will, kommt an der Notwendigkeit mehrerer Beteiligter nicht mehr vorbei. Einen 4er-Tausch können die Algorithmen bisher nicht erkennen. Das heißt, die Website A verlinkt die Website B und im Gegenzug wird von einer Website C ein Link auf eine Website D gesetzt. Allerdings sollten SEO-Experten bei der Auswahl der beteiligten Websites sehr kritisch sein. Weder Google noch Bing treffen Aussagen zur Quote der ausgehenden Links. Die Fakten zeigen, dass Backlinks von „Linkschleudern“ (hohe Quote ausgehender Links) eher negative als positive Auswirkungen auf das Ranking haben. Der Linkkauf bleibt trotzdem lohnenswert. Maßgebliche Faktoren sind eine niedrige Linkquote, thematische Relevanz, hochwertige und vertrauenswürdige Inhalte sowie ein gutes Ranking.

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