Online Marketing

Betrachtung der Suchergebnisse: Was ist das Flipper-Muster?

Das Flipper-Muster ist eine inzwischen bevorzugte Art der Auswertung von Suchergebnissen. Sie hat die vertikale Step-by-Step-Nutzung der Suchergebnisse abgelöst.

Seinen Namen hat das Flipper-Muster von den typischen Bewegungen der Kugeln in den Flipperautomaten erhalten. Sie springen in alle möglichen Richtungen kreuz und quer über den gesamten Spielbereich. Verantwortlich dafür sind die Bumper und Slingshots. Sie stoßen die Kugeln ab. Suchmaschinen nutzen dagegen die „magische“ Anziehungskraft von Eyecatchern.

Was unterscheidet das Flipper-Muster von linearen SERP-Muster?

Das lineare SERP-Muster entstand in den Anfangszeiten des Internets. Damals bestanden die Suchergebnisse aus Auflistungen von Titeln und Links mit identischem Aussehen. Die Nutzer klickten in der Regel die Ergebnisse in der Reihenfolge ihrer Listung an. Erste Änderungen brachten die Descriptions. Diese Inhaltsbeschreibungen ermöglichten den Nutzern der Suchmaschinen eine gezieltere Auswahl und veränderten die Reihenfolge der Klicks. Beim Flipper-Muster springt der Blick des Nutzers auf den Ergebnisseiten scheinbar unkoordiniert hin und her. Möglich wurde das durch die Einführung zusätzlicher Elemente in den SERPs. Dazu gehören beispielsweise die Knowledge Boxen sowie Werbeanzeigen. Sie dienen als Eyecatcher, welche die Aufmerksamkeit der Nutzer von der Auflistung ablenken. Das bei zahlreichen Tests des Nutzerverhaltens erkannte Flipper-Muster (auch Pinball Pattern genannt) beweist, dass diese Strategie funktioniert.

Welches Nutzerverhalten zeigt das Flipper-Muster?

Die Experten der Nielsen Norman Group konnten bei umfangreichen Tests interessante Erkenntnisse gewinnen. Bei der Suche nach käuflichen Produkten startet das Flipper-Muster bei den Bildern der von Google angezeigten Werbung. Dort fällt der Blick zuerst auf die Anbieterdaten. Danach erfassen die Blicke der Nutzer den Preis und den Produktnamen, bevor sie zur Liste der Suchergebnisse wandern. Dort startet die Prüfung beim obersten Ergebnis. Das geschieht unabhängig davon, ob es sich um eine bezahlte oder organische Anzeige handelt. Der nächste Schritt führt die Nutzer zu den Angaben in den Futured Snippets mit Produktbild. Dabei fällt auf, dass dieses Element der Suchergebnisse besonders gründlich geprüft wird. Immerhin erfassen diese Daten rund 74 Prozent aller Nutzer.

Empfehlungen von Google haben große Bedeutung beim Flipper-Muster

Eine Erkenntnis aus den Prüfungen des Umgangs mit den Suchergebnissen ist höchst interessant. Vor dem Blick auf die organischen Suchergebnisse schauen sich die Nutzer die Hinweise unter „Andere Nutzer fragten auch“ (People also ask) genauer an. Das zeigt deutlich, welches Vertrauen die Nutzer in die Empfehlungen von Google inzwischen haben. Nach der Anzeige der Suchergebnisse erfolgen im Schnitt bei SERPs mit Werbung und Bildern im Schnitt mindestens zwei Dutzend Blicke, bevor die Nutzer die organischen Suchergebnisse erfassen. Das wirkt sich auch auf die Zeit aus, die bis zum ersten Klick auf ein Ergebnis vergeht. Nach den Tests der Nielsen Norman Group sind das inzwischen durchschnittlich 5,7 Sekunden.

Flipper-Muster verschafft Vorteile bei der Suchmaschinenoptimierung

Wer hohe Klickzahlen haben wollte, musste es noch vor ein paar Jahren auf den ersten Rang der Suchergebnisse schaffen. Auf die in den SERPS erstplatzierte Website entfielen 2006 noch rund 51 Prozent aller getätigten Klicks. Die Dritt- und Viertplatzierten mussten sich mit jeweils 6 Prozent der Klicks begnügen. Diese Verteilung der Klickzahlen hat sich mit dem Flipper-Muster drastisch verändert. Websites auf dem Spitzenplatz der SERPs erhielten von 2016 bis 2018 im Schnitt jeweils 28 Prozent aller Klicks. Der Klickanteil bei den Zweitplatzierten lag zeitgleich bei etwa 19 Prozent. Die Drittplatzieren räumen durch die Blicksprünge der Nutzer immerhin noch rund 12 Prozent aller Klicks ab. Das macht die Suchmaschinenoptimierung zwar nicht einfacher, aber sie wird lohnenswerter auch für die Anbieter, die nicht bis auf den Spitzenplatz kommen.

Verändern die Pinball Pattern den Umgang mit der Scroll-Funktion?

Direkte Auswirkung auf die Nutzung der Scroll-Funktion bei der Analyse der Suchergebnisse sind nicht zu beobachten. Ob sie zum Einsatz kommt oder nicht, hängt nach wie vor von der Art der Suchanfrage ab. Bei einfachen Suchanfragen reichen für die Mehrheit der Nutzer die beim Aufruf auf dem Display angezeigten Ergebnisse. Geht es um wissenschaftliche Inhalte, präsentiert sich die Situation anders. Die Bevorzugung der Knowledge Boxen beim Flipper-Muster reicht hier vielen Nutzern nicht. Jeder fünfte Google-Nutzer scrollt bis zum Ende der SERP-Seite. Das korrespondiert mit der Erkenntnis, dass bei wissenschaftlichen Suchen auch die 4. bis 10. Suchergebnisse viele Looks und Klicks erhalten. Auf sie entfällt mehr als ein Drittel aller Aktionen in den SERPs. Wichtig ist das Erscheinen auf der ersten Ergebnisseite. Nach den Erkenntnissen der Nielsen Norman Group rufen lediglich 2 Prozent aller Google-Nutzer die zweite Ergebnisseite auf.

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