Online Marketing

Ist jeder angebotene Linktausch sinnvoll?

Bei der Suchmaschinenoptimierung spielt die Verlinkung einer Website auch nach den Änderungen durch Hummingbird und Penguin noch eine entscheidende Rolle. Der Grund dafür ist, dass durch das geschickte Setzen von Backlinks einerseits die Sichtbarkeit einer Website verbessert wird und andererseits durch die gezielte Führung der Besucher der Traffic einer Website erhöht wird. Deshalb erfreuen sich der Linkkauf und der Linktausch großer Beliebtheit. Doch nicht wirklich jeder Link von einer zum Tausch angebotenen Website ist auch wirklich interessant.

Welche Rolle spielt der Pagerank beim Linktausch?

Es gab Zeiten, da konnte der Pagerank der eigenen Seite mit nur wenigen Links von hochwertigen Seiten beispielsweise über einen Linktausch erheblich gesteigert werden. Die IT-Fachleute sprachen dabei von einer „Vererbung“ des Pageranks. Diese Praxis ist bei Google schon längst nicht mehr üblich. Jede Website muss sich ihren Pagerank durch guten Traffic und die bestmögliche Sichtbarkeit selbst erarbeiten. Dabei spielt die Anzahl der verweisenden Websites noch immer eine wichtige Rolle, wobei gerade eben die Bedeutung der Links und Likes aus den Social Networks stark zunimmt. Dort gehen die Suchmaschinen bei ihrer Bewertung davon aus, dass die Aktionen „Like“ und „Teilen“ in den Social Networks nicht zum Zwecke der gefakten Suchmaschinenoptimierung gekauft oder durch einen Linktausch erworben werden können. Hinzu kommt, dass Google den öffentlich sichtbaren Pagerank bereits seit Ende 2013 nicht mehr aktualisiert hat. Der Pagerank allein sollte deshalb nicht darüber entscheiden, ob ein Angebot für einen Linktausch angenommen oder abgelehnt wird.

Sollte man Angebote zum Linktausch über die Alexa-Tools bewerten?

Der Webdienst Alexa entstand im Jahr 1996 und wurde mit der Zielstellung einer Orientierungshilfe für die Nutzer gegründet. Seit dem Jahr 1999 gehört die Alexa Internet Inc. zu Amazon. Der Dienst lässt sich als Toolbar direkt in den Browser einbinden und liefert einige interessante Informationen. Allerdings sollte man wissen, dass Alexa nur die Zugriffe auf eine Website berücksichtigt, die von Browsern kommen, in denen die Alexa Toolbar integriert ist. Daran dürften aber nur Nutzer Interesse haben, die sich selbst mit der Suchmaschinenoptimierung beispielsweise über den Linktausch beschäftigen. Für „Otto Normalverbraucher“ ist die Alexa Toolbar völlig uninteressant. Das bedeutet, dass der Dienst Alexa verfälschte Ergebnisse liefert und allein schon deshalb ebenfalls kein alleiniges Kriterium zur Bewertung der Lukrativität bei einem angebotenen Linktausch liefern kann. Auch liefert Alexa in Abhängigkeit zur Konfiguration der Domain keine korrekten Ergebnisse zur vorhandenen Verlinkung einzelner Websites. Als praktisch erweist sich dagegen die integrierte DiffStats-Funktion, da darüber Erkenntnisse zur technischen Umsetzung einer Website gewonnen werden können. Jedoch sind auch bei DiffStats die Daten zur Indexierung und zur Verlinkung nicht tagesaktuell abrufbar.

Der OVI-Wert ist sehr interessant für einen Linktausch

Das Kürzel OVI steht für den „Online Value Index“. Der OVI-Wert gibt Auskunft darüber, wie gut eine Domain in den von Google angezeigten Ergebnissen sichtbar ist. Letztlich handelt es sich beim OVI-Wert also um einen Sichtbarkeitsindex, wobei immer der Durchschnittswert einer Domain ermittelt wird. Dieser kann gut für die Bewertung bei einem Linktausch herangezogen werden. Innerhalb einer Website können sich jedoch größere Unterschiede bei der Sichtbarkeit in Abhängigkeit von den jeweils verwendeten Suchbegriffen ergeben. Ein kleines Manko ist, dass viele kostenlos nutzbare Angebote zur Ermittlung des OVI-Werts im Hintergrund auf die Daten von Alexa zugreifen, deren Nachteile wir bereits beschrieben haben. Gute OVI-Werte beginnen bei mehr als 2,0. Statistiken zeigen, dass die überwiegende Mehrheit der Websites sich unterhalb dieser Grenze bewegt.

Welche Rolle spielt die IP bei einem Linktausch?

Die großen Suchmaschinen beachten bei der Bewertung der Backlinks auch, von wie vielen unterschiedlichen Domains und IP-Adressen sie kommen. Dabei haben die Entwickler der Algorithmen bereits mit bedacht, dass die Homepages eines Inhabers zumeist auch auf einem Server gehostet werden. Das bedeutet für die Suchmaschinenoptimierung und den dafür interessanten Linktausch, dass die Backlinks geringer bewertet werden, die von der gleichen IP-Adresse ausgehen, auch wenn sie von unterschiedlichen Domains kommen. Backlinks von Domains mit unterschiedlichen IP-Adressen sind deshalb für die SEO über den Linktausch wesentlich interessanter. Welche IP-Adresse eine Domain hat, lässt sich über den Dienst „Whois“ in Erfahrung bringen, der ein Bestandteil der Alexa Tools ist.

“Follow“ oder „Nofollow“ bei einem Linktausch vereinbaren?

Mit den Attributen „Follow“ und „Nofollow“ kann bestimmt werden, ob die Suchmaschinen den bei einem Linktausch gesetzten Links folgen und die dort vorhandenen Inhalte indexieren sollen. Werden die Backlinks auf „Follow“ gesetzt, ergeben sich sowohl Vorteile als auch Nachteile für die Suchmaschinenoptimierung. Die Vorteile bestehen darin, dass die Inhalte mehrfach sichtbar gemacht werden können, was wiederum dem über einen Linktausch erzielbaren Traffic zugute käme. Allerdings erweist sich die Mehrfachindexierung als Nachteil, was die technische Bewertung einer Website durch Google, BING und Co. betrifft. Deshalb ist einem Linktausch immer anhand des Einzelfalls zu entscheiden, welches Attribut die Backlinks bekommen sollen. Wer eine langfristige Verbesserung der Platzierung in den Suchergebnissen wünscht, ist mit „Nofollow“ besser beraten. Wer nur kurzfristig den Traffic steigern möchte, kann als Attribut „follow“ setzen. Änderungen dieser Attribute sind glücklicherweise jederzeit sehr einfach möglich.

Möchten Sie eine weitergehende und individuelle Beratung zum Linktausch im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung haben, vereinbaren Sie einfach per Mail oder Anruf einen Termin mit den Fachleuten von Baseplus Digital Media.

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