Glossar

ZIP

Das Kürzel ZIP wird im Zusammenhang mit dem Internet in zwei verschiedenen Bedeutungen verwendet. Einerseits steht die Abkürzung für das Zone Information Protocol, mit dem im Talk-Netz von Apple Netzwerkknoten bestimmten Zonen zugeordnet werden. Die Standards für diese Art ZIP finden sich in der Norm RFC 1742.

Die weit größere Bedeutung hat ZIP für ein Dateiformat, das von Phil Katz zum komprimierten Versand größerer Datenmengen beispielsweise als E-Mail oder für den Download größerer Datenmengen von Websites entwickelt wurde. Der Vorteil ist, dass Speicherplatz auf dem Server und beim Client gespart wird. Dabei ist es möglich, den Inhalt kompletter Verzeichnisse mit verschiedenen Arten von Dateien in einer einzigen Datei mit dem Format ZIP zu vereinigen. Die historischen Vorläufer dieses Komprimierungsformats waren die 1989 veröffentlichten Programme PKZIP und PKUNZIP, die wiederum nach dem Vorbild von ARC entwickelt wurden.

Wie arbeitet das Komprimierungsformat ZIP?

Bei der Komprimierung mit ZIP wird eine Containerdatei erstellt. Hier können komprimierte und nicht komprimierte Dateien in unterschiedlichen Formaten zusammengefasst werden. Ein Vorteil der Komprimierung mit ZIP ist, dass die Speicherortpfade mit erfasst werden. Bei der Dekomprimierung entstehen dadurch ganze Verzeichnisse samt Unterverzeichnissen. Einen weiteren praktischen Pluspunkt bietet ZIP dadurch, dass der Zugriff auf die komplette Containerdatei mit einem Passwort gegen die Einsicht unbefugter Dritter geschützt werden kann. Allerdings bietet dieses Format keine progressive Kompression, was jedoch einen praktischen Vorteil bei der Handhabung der einzelnen Dateien bei der Extraktion bedeutet. In einer Abwandlung wird dieses Komprimierungsformat als GZIP bei der komprimierten Übertragung der Inhalte von Websites zur Verkürzung der Ladezeit und zur Verbesserung der Usability verwendet. Dabei arbeitet der Browser des Clients als Programm zur Dekomprimierung.

Weitere Pluspunkte der Komprimierung mit ZIP

Bei ZIP handelt es sich um ein nicht-sequenzielles Datenformat. Das heißt, dass die Dateien in beliebiger Reihenfolge gespeichert werden. Die central directory, die mit jeder ZIP-Datei mitgeschickt wird, ist für das Handling der einzelnen Dateien zuständig. Ein Nachteil dieser Zusammenstellung ist jedoch, dass sich mit ZIP komprimierte Daten nicht entpacken lassen, wenn eine der in der central directory erfasste Datei fehlt. Diesbezüglich erweist sich das Komprimierungsformat TAR als weniger fehleranfällig. Ein weiterer Pluspunkt von ZIP ist, dass das Komplettarchiv in mehrere Dateien gegliedert werden kann. Das ist beispielsweise dann notwendig, wenn das Archiv auf Datenträger mit geringen Kapazitäten verteilt werden soll.

Welche Algorithmen werden von ZIP unterstützt?

Bis zur Version ZIP 2.0 erwies sich die Option Deflate als bester Algorithmus zur Kompression der Daten. Mittlerweile ist das Packformat um einige interessante Algorithmen erweitert worden. Derzeit bietet ZIP vier verschiedene Kompressionsstufen an. Außerdem lassen sich beispielsweise folgende Methoden nutzen (Auszug):
• Store = Speicherung ohne Kompression
• UnShrinking = dynamischer Lempel-Ziv-Welch-Algorithmus
• Deflating = Huffman-Entropiekodierung
• LZMA = Lempel-Ziv-Markow-Algorithmus
• AES-Verschlüsselung
• WavPack
• JPEG Compression


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