Glossar

Webometrie

Die Webometrie ist eine für die Betreiber von Websites und die Fachleute für Suchmaschinenoptimierung äußerst interessante Wissenschaft. Sie liefert messbare Ergebnisse zur Frage, wie mit dem Setzen von Backlinks das Verhalten der Nutzer des Internets beeinflusst werden kann. Entstanden ist die Webometrie kurz vor der Jahrtausendwende. Sie nutzt für die Erhebung und Auswertung der Daten die Graphentheorie sowie das Data-Mining.

Das Data-Mining bei der Webometrie

Data-Mining bedeutet, dass umfangreiche Datenmengen nach besonders interessantem Wissen durchsucht werden. Daraus hat sich der Begriff „Knowledge Discovery in Databases“ entwickelt, der übersetzt so viel wie „Erkundung von Wissen in Datenbanken“ heißt. Bei der Webometrie wird das gesamte Internet als eine einzige gigantische Datenbank betrachtet. Die Wissenschaftler, die sich mit der Webometrie beschäftigen, suchen gezielt nach Clustern, in denen sich Informationen zu einem bestimmten Thema oder Stichwort auf mehreren miteinander durch Backlinks verbundene Websites häufen. Andererseits werden „Ausreißer“ gesucht. Das sind einzelne Websites, auf denen eine besondere Häufung beim Auftauchen eines Keywords entdeckt wird. Diese Ergebnisse der Webometrie sind für die Experten für Suchmaschinenoptimierung allein schon deshalb eine wichtige Arbeitsgrundlage, weil die dem Data-Mining zugrunde liegenden Prinzipien auch in den für die Auswahl der Reihenfolge der angezeigten Suchergebnisse verwendeten Algorithmen der großen Suchmaschinen benutzt werden.

Die Graphentheorie bei der Webometrie

Als Graph wird eine bestimmte Menge von Knoten und Kanten bezeichnet. In der Graphentheorie werden die Beziehungen der einzelnen Knoten und Kanten zueinander genauer untersucht. Als Kante wird die Verknüpfung zweier Knoten bezeichnet. Übertragen auf die Webometrie bedeutet das, dass die Beziehungen zwischen einzelnen Websites und ganzen Komplexen aus Websites untersucht werden. Die Berührungspunkte zwischen den Knoten der Graphentheorie stellen bei der Webometrie die zwischen den einzelnen Websites gesetzten Backlinks dar. Werden auf einen Knoten besonders viele Backlinks mit ähnlichen Inhalten gesetzt, geht die Webometrie davon aus, dass sich dort die beim Data-Mining genannte „Erkundung von Wissen“ besonders lohnt. Das bedeutet wiederum, dass sich die Crawler der Suchmaschinen diesen mit Backlinks bedachten Websites mit besonderer Häufigkeit und Intensität widmen. Auch der von Google inzwischen nur noch intern ermittelte Pagerank ist bei solchen „Wissensknoten“ erheblich höher als bei Websites, die nur in einem geringen Maß zu einem bestimmten Thema mit Backlinks bedacht werden. Bei der Webometrie werden die Knoten als Hubs und Authorieties bezeichnet.

Welche Ziele verfolgt die Webometrie?

Mit den Hilfsmitteln der Webometrie soll ermittelt werden, wie sich die Strukturen im gesamten Internet sowie in Teilbereichen entwickeln. Ein Ergebnis der Auswertung der dort vorgefundenen Strukturen ist der Web Impact Factor. Er gibt in der Webometrie Auskunft, wie stark die Nutzer des Internets durch einzelne Websites und einzelne Wissensknoten beeinflusst werden. Dabei bleiben interne Verlinkungen innerhalb der Websites außen vor und es werden nur die Auswirkungen von extern gesetzten Links betrachtet. Solche Erhebungen können auch für komplette Top Level Domains bei der Webometrie durchgeführt werden. Wissen sollten die Fachleute für Suchmaschinenoptimierung jedoch, dass der klassische Web Imptact Factor bei den Google-Algorithmen nicht in der klassischen Art und Weise angewendet wird.

Bradfords Gesetz in der Webometrie

In der Webometrie kommen die gleichen wissenschaftlichen Grundlagen zur Anwendung, wie sie auch bei der Bibliometrie eingesetzt werden. Vor allem Bradfords Gesetz spielt hier eine wichtige Rolle. Dabei handelt es sich um eine vom Namensgeber Samuel C. Bradford aufgefundene statistische Gesetzmäßigkeit, die im Jahr 1934 beschrieben wurde. Diese Gesetzmäßigkeit sagt aus, dass sich Zeitschriften mit Themen beschäftigen, die eigentlich nicht zu ihren Themenschwerpunkten gehören. Das Ziel dieser thematischen Ergänzungen ist es, einen größeren Leserkreis anzusprechen. Diese Gesetzmäßigkeit wendet die Webometrie bei der Beurteilung der Themenverteilung im Internet an. Dort gibt die Häufigkeit der Randthemen auf einer Website Auskunft, wann sich die Einrichtung einer separaten Website zu einem besonderen Thema lohnt.


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