Glossar

W3C

W3C ist das offizielle Kürzel des World Wide Web Consortiums. Das Gremium wurde im Jahr 1994 ins Leben gerufen und ist für die Entwicklung und Dokumentation von Standards für das Internet zuständig. Der Hauptsitz des W3C ist das Massachusetts Institute of Technology in Cambridge. Der für Europa zuständige Ansprechpartner ist das European Research Consortium for Informatics and Mathematics. Den asiatischen Raum betreut im Auftrag des W3C die Keio University. Interessenten aus Deutschland und Österreich können sich an das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, kurz DFKI, mit Sitz in Berlin wenden. Die Initiative zur Gründung des World Wide Web Consortiums ging von Tim Berners-Lee aus, der als Begründer des Internets gilt.

Die aktuelle Organisationsstruktur des W3C

Das W3C ist eine Kombination aus rund fünfzig Fachleuten, die bei einem der genannten Ansprechpartner tätig sind. Darüber hinaus zählt das World Wide Web Consortium derzeit rund 400 Mitglieder. Als Mitglieder können sich Universitäten, Forschungsorganisationen und auch Wirtschaftsunternehmen der IT-Branche bewerben. Außerdem wirken zahlreiche ehrenamtliche Helfer an der Erfüllung der Aufgaben des W3C mit. Das Consortium finanziert seine Arbeit über die Beiträge der Mitglieder, die durch Spenden ergänzt werden. Zu den bisher bedeutendsten Förderern des W3C zählt sich die Internet Society, die allein in den Jahren 2010 bis 2012 die stolze Summe von 2,5 Millionen US-Dollar aufgebracht hat.

Welche Aufgaben erfüllt das W3C?

Das World Wide Web Consortium verfügt nicht über den rechtlichen Status, um allgemein verbindliche Standards zu veröffentlichen, die einen länderübergreifenden Geltungsbereich haben. Deshalb werden die Richtlinien auch als W3C Recommendations genannt. Sie enthalten letztlich Empfehlungen, mit denen eine Standardisierung im Internet erzielt werden kann. Jedoch werden die W3C Recommendations mit steter Regelmäßigkeit zur Grundlage der ISO-Normen. Zu den bisher erarbeiteten Empfehlungen des W3C gehören:
• CSS
• DOM
• EMMA
HTML
• MathML
• OWL
• RDF
• PNG
• SMIL
• SOAP
• SVG
• VoiceXML
• WCAG
• WS-Adressing
• WSDL
• WS-Policy
• XForms
• XHTML
• XLink
• XML
• XPath
• XPointer
• XQuery
• XSLT

In Kooperation mit Google, Apple und Facebook ist auf die Initiative des World Wide Web Consortiums beispielsweise das Online-Nachschlagewerk Web Platform Docs, in dem wiederum die bei Semantic MediaWiki und MediaWiki enthaltenen Informationen mit einbezogen werden.

Wie entstehen die empfohlenen Standards beim W3C?

Der erste Schritt auf dem Weg zu einem W3C-Standard ist der Arbeitsentwurf, der Working Draft genannt wird. Über den Last Call Working Draft werden die Mitglieder aufgerufen, ihre Statements zu den Standards abzugeben. Daraus wird dann die Candidate Recommendation entwickelt. Die Besonderheit beim W3C ist, dass sämtliche Stufen zur Veröffentlichung eines empfohlenen Standards veröffentlicht werden. Sie werden mitsamt allen Notizen der Mitglieder des Consortiums bereitgestellt, die den Status eines Tutorials zur künftigen Anwendung haben. Diese Publikationen bleiben auch nach dem Abschluss der Arbeiten an einer Empfehlung des W3C öffentlich einsehbar.


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