Glossar

Virus / Computervirus

Als Virus wird ein Schadcode bezeichnet, der in ein Computersystem eingeschleust wird. Dort kann er sowohl das Betriebssystem als auch Anwenderprogramme befallen. Der Computervirus, der zur Kategorie Malware gehört, nimmt vom Nutzer nicht beabsichtigte Änderungen an den Einstellungen für die Software und/oder der Hardware vor. Ein Virus kann einzelne Funktionen blockieren oder verhindern, dass ein Computersystem überhaupt gestartet werden kann.

Wann entstand der Virus für den Computer?

Die ersten Veröffentlichungen zum Computervirus stammen aus dem Jahr 1949, als John von Neumann die These der möglichen Selbstwiederherstellung eines Computerprogramms aufstellte. Schon ein Jahr später fand der Virus für Betriebssysteme und Software Eingang in ein Computerspiel, das später unter dem Namen Core War bekannt wurde. Dabei wurde die sehr einfache Programmiersprache Redcode geschrieben, die in der virtuellen Umgebung MARS ausgeführt wurde. Der erste zu wissenschaftlichen Zwecken entwickelte Virus wurde im Jahr 1972 von Veith Risak beschrieben. Getestet wurde dieses Computervirus auf einem Siemens-Rechner der Baureihe 4004/35. Der Begriff Computervirus wurde im Jahr 1984 von Leonard M. Adleman geprägt. Der erste nicht durch den Nutzer selbst in ein Computersystem integrierte Virus wurde im Jahr 1986 an der FU Berlin gefunden. Zu den ersten bekannten Viren gehörten das Pakistani-Virus, das Cascade-Virus und das Jerusalem-Computervirus. Eine Besonderheit der letzten Variante war, dass sie verschiedene Aktionen auslösen konnte. An jedem Freitag, der auf einen 13. fiel, löschte der Computerschädling alle Dateien mit den Endungen com und exe. Während der restlichen Zeit des Jahres sorgte es für eine deutliche Verlangsamung der Rechengeschwindigkeit.

Welche Typen sind beim Virus für den Computer bekannt?

Beim Computervirus sind vier Grundformen bekannt. Dabei handelt es sich um die Sriptviren, die Makroviren, die Gruppe der Datei- und Linkviren sowie das Virus, das den Bootsektor eines Rechnersystems befallen kann. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Mischformen, zu denen beispielsweise die Kernelviren gehören, die bis ins Zentrum der Betriebssysteme vordringen können. Eine weitere Differenzierung wird beim Virus nach der Art und Weise vorgenommen, auf die er sich in einem Computersystem integriert:

• Appender-Virus
• Compagnion-Viren
• Entry Point Obscuring
• Prepender-Virus
• überschreibende Viren

Weiterhin werden die Computerviren nach dem mitgebrachten Selbstschutz, den verwendeten Techniken und dem möglichen Schadenspotential unterteilt. Beim Selbstschutz kommen die Varianten metamorpher Virus, polymorpher Computervirus, verschlüsselter Computervirus sowie Retroviren und Stealth-Viren in Frage.

Welche Bausteine bringt ein Virus für Computersysteme mit?

Bei den meisten bisher entdeckten und untersuchten Computerviren wurden ein halbes Dutzend Module gefunden. Einzig der Baustein Vermehrung ist bei jedem Virus vorhanden. Die überwiegende Mehrheit der Viren verfügt über ein Erkennungsmodul. Dieses checkt, ob ein System bereits erfolgreich infiziert wurde. Weitere Bestandteile bei einem Computervirus sind eine Entschlüsselungsroutine, ein Schadensteil und ein Bedingungsmodul. Als Maßnahme der Selbsterhaltung bringt ein moderner Virus ein Tarnungsmodul mit, das ihn vor der Entdeckung durch die Virenscanner schützt.

Welche Schäden kann ein Virus verursachen?

Das Virus DataCrime zählte sich zu den ersten wirklich effektiven Schädlingen, den es führte zur Vernichtung kompletter Datenbestände. DataCrime war der Grund dafür, dass die Verbreitung in vielen Ländern zu einer Straftat erklärt wurde. Zu den ersten Angreifern auf Unternehmenscomputern gehörte XM/Compat, der Inhalte von Excel-Tabellen in einem relativ geringen Ausmaß veränderte. So konnte er über längere Zeit unbemerkt arbeiten und beispielsweise Einfluss auf die Bilanzen größerer Unternehmen ausüben. Den umfassendsten funktionellen Schaden kann das Virus auslösen, das sich zur Gruppe der Bootsektor-Viren zählt. Es wird bereits vor dem Betriebssystem und dem Virenscanner mit geladen. In der Regel zerstören oder verändern Computerviren Daten oder Speicherstrukturen. So manches Virus ist aber auch in der Lage, der Hardware einen Schaden zuzufügen. Beispiele dafür sind Computerviren, die für eine Übertaktung der Prozessoren sowie der Grafikkarten sorgen.

Wie verteilen sich Viren für Computersysteme?

In den Anfangszeiten des Virus für den Computer war es vor allem der Austausch von Wechseldatenträgern, der für eine Verbreitung sorgte. Diese Art der Systeminfektion ist heute von anderen Arten der Verbreitung abgelöst worden. Seit einiger Zeit spielt das Internet bei der Verbreitung eine zunehmende Rolle. Viren werden in Dateien versteckt, die als Anhang zu E-Mails verschickt werden. Werden sie geöffnet, installiert und aktiviert sich der Virus. Andere Computerviren verbreiten die Urheber über Websites. Damit diese häufig aufgerufen werden, verschicken sie E-Mails, die einen Backlink zu einer präparierten Website enthalten. Deshalb ist es wichtig, jedes Computersystem mit einem guten Virenscanner zu schützen.


Interessiert? Erfahren Sie mehr zum Thema "Virus / Computervirus" - kontaktieren Sie uns jetzt

We create for You

Unter der Überschrift „Kreation“ vereinen wir die 4 Kernkompetenzen von baseplus®: Das Design, die Entwicklung, das Online Marketing und Print, in der jeweils anmutenden Farbe. Das konsequente Color-Coding dient der optimierten Benutzerführung, die Claims kommunizieren jeden Bereich zusätzlich.

Klicken Sie hier, um zu sehen was wir meinen