Glossar

UDP

Die Abkürzung UDP steht für das User Datagram Protocol. Dabei handelt es sich um ein Netzwerkprotokoll, welches sich in der Transportschicht der im Internet verwendeten Protokolle einordnet. Dort sorgt das Protokoll dafür, dass die Mailprogramme und der Browser auch wirklich nur die Daten erhalten, die für sie bestimmt sind. Standardisiert wurde UDP erstmals im Jahr 1980 in der Norm RFC 768. Die Entwicklung startete im Jahr 1977. Die Notwendigkeit für dieses sehr einfach gehaltene Protokoll entstand, nachdem die Praxis gezeigt hatte, dass sich die bis dato verwendeten Internetprotokolle aufgrund der von ihnen verursachten Verzögerungen für die Übertragung von Sprache mit der Technologie VoIP nicht eigneten.

Wie funktioniert UDP

Bei der Anwendung von UDP bekommt jede Anwendung, die über das Internet kommunizieren kann, einen eigenen Port zugewiesen. Der Browser erhält die von den Websites übertragenen Informationen also von einem anderen Port als das Mailprogramm oder das Onlinegame, bei dem auf den Rechnern der Clients eine spezielle Software installiert werden muss. Um einen Datenaustausch im Duplexverfahren zu ermöglichen, müssen bei UDP im Header der einzelnen Datenpakete sowohl der Port der absendenden Anwendung als auch der Port der Empfängeranwendung angegeben werden. Diese Angaben werden durch die Angabe der Größe des Datenpakets und einer Prüfsumme ergänzt. Um die mit UDP adressierten Datenpakete mit dem standardisierten Internet Protocol übertragen zu können, wird der eigentliche Header um einen weiteren Header ergänzt, der in der Fachsprache als Pseudo-Header bezeichnet wird. Dieser Pseudo-Header ist bei der Verwendung des Standards IPv4 96 Bit und beim Standard IPv6 320 Bit groß.

Die Vor- und Nachteile von UDP

Einer der Pluspunkte von UDP ist der damit mögliche schnelle Datenaustausch. Er kommt beispielsweise in dem Moment zum Tragen, wo zu der vom Browser übertragenen Domain die dazugehörige IP-Adresse vom Domain Name Server abgefragt wird. Da dabei eine Mehrfachkommunikation mit dem Server vermieden wird, lässt sich die im Internet zu übertragende Datenmenge begrenzen. Der Nachteil von UDP besteht darin, dass es keine Garantie gibt, dass die Datenpakete vollständig und in der richtigen Reihenfolge ankommen. Das heißt, dass beispielsweise der Browser unempfindlich gegen unvollständige oder in der falschen Reihenfolge übermittelte Datenpakete sein muss. Während bei TCP das Protokoll selbst für die Neuanforderung verlorener Datenpakete zuständig ist, muss das bei UDP die jeweils verwendete Anwendung tun. Das gilt auch für die Herstellung der notwendigen Sicherheit der zu übertragenden Daten.

UDP-Lite – eine Weiterentwicklung für Sprachübertragungen

Bei der Übertragung von Sprachdaten beispielsweise via VoIP mindert eine erhebliche Fehlertoleranz den Nutzerkomfort nicht. Hier steht die besonders schnelle Übertragung der Datenpakete im Vordergrund. Fehlerhafte Datenpakete können hier von der Anwendung problemlos verworfen werden. Selbst eine ganze Kette verworfener Datenpakete würde höchsten zu einer kaum spürbaren Unterbrechung der ausgegebenen Sprache führen. Der Standard UDP-Lite wurde in der Norm RFC 3828 definiert.


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