Glossar

Türme von Hanoi

Die Türme von Hanoi sind eine nach dem Vorbild des ebenso benannten Knobelspiels entwickelte Technik bei der Sicherung von Daten, die sowohl in lokalen Netzwerken als auch bei den Hosts im Internet zur Anwendung kommt. Das Ziel des Prinzips Türme von Hanoi ist es, einerseits die Speichermedien zu schonen und andererseits eine möglichst große Anzahl von Backups verfügbar zu halten. Dabei werden die für die Datensicherung verwendeten Medien nach einem vorgegebenen Zyklus überschrieben.

Wie bestimmen die Türme von Hanoi die einzelnen Zyklen?

Wie lange die einzelnen Versionen einer Systemkonfiguration oder der Inhalte einer Website erhalten werden können, ist direkt von der Anzahl der eingesetzten Speichermedien abhängig. Bei drei Medien bleibt die Ursprungsversion zwei Tage lang erhalten, wenn das Prinzip der Türme von Hanoi angewendet wird. Die Speicherung erfolgt auf dem Medium A jeweils am ersten und dritten Tag. Das Backup am zweiten Tag wird auf dem Medium B gespeichert. Am vierten Tag wird die Datensicherung auf dem Medium D vorgenommen.

Bei fünf genutzten Speichermedien wird am ersten, dritten, fünften und siebenten Tag auf dem Medium A das Backup hinterlegt. Die Verwendung des Mediums B schreiben die Türme von Hanoi bei fünf Speichermedien für den zweiten und sechsten Tag vor. Am vierten Tag wird das Medium C benutzt und am achten Tag erfolgt die Datensicherung auf dem Medium D.

Welche Vorteile bieten die Türme von Hanoi?

Selbst wenn das zur Datensicherung verwendete Hauptmedium A den Dienst verweigern sollte, geht bei der Anwendung der Türme von Hanoi maximal die Arbeit eines Tages verloren. Das wird durch die abwechselnde Datensicherung auf den anderen Medien bewirkt. Das Speicherprinzip eignet sich nicht nur für die Inhalte des Internets, sondern es bietet sich auch beispielsweise für steuerrelevante Daten an. Als praktisch hat sich für die Nutzung der Türme von Hanoi die Datensicherung auf externen Festplatten erwiesen. Grundsätzlich lassen sich aber alle Medien dafür nutzen, deren Inhalte verändert werden können. Die Palette reicht von USB-Sticks über Speicherkarten bis hin zur Bandlaufwerken und zur CD, DVD und Blu-ray mit dem Zusatz „rewritable“.

Wie können die Türme von Hanoi in die Datensicherung implementiert werden?

Natürlich könnte man die Inhalte seiner auf dem Server hinterlegten Websites oder die Buchhaltungsdaten nach dem Prinzip der Türme von Hanoi manuell sichern. Das wäre allerdings ein sehr zeitaufwändiges Vorhaben. Für Business-Anwender bieten sich die Softwarepakete DriveImage XML, ShadowProtect oder True Image an. Der Carbon Copy Cloner wurde eigens für die Anwendung der Türme von Hanoi beim Betriebssystem Mac OS X von Bombich Software entwickelt. Alternativ steht dafür auch das System Time Machine zur Auswahl. Bei Systemen mit dem Betriebssystem Linux können Anwendungen wie unison, rsync, tar, rdiff-backup sowie rsnapshot und duplicity zur Datensicherung analog der Türme von Hanoi eingesetzt werden.


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