Glossar

Streisand-Effekt

Mit dem Begriff Streisand-Effekt wurde ein Phänomen bedacht, das sich meistens dann ergibt, wenn unerwünschte Informationen von der Öffentlichkeit ferngehalten werden sollen. Benannt wurde dieses Phänomen nach der Sängerin Barbra Streisand. Sie verklagte im Jahr 2003 die Betreiber der Seite pictopia.com, weil dort eine Luftaufnahme von ihrem Haus an der kalifornischen Küste veröffentlicht worden war. Bis zum Zeitpunkt der Klage hatte niemand einen Zusammenhang zwischen der Luftaufnahme des Hauses und der Sängerin hergestellt. Dieser kam erst durch die Klage der Sängerin zustande. Der Streisand-Effekt bestand darin, dass sich die Information über den Zusammenhang explosionsartig im Internet verbreitete.

Wo spielt der Streisand-Effekt eine Rolle?

Beachtenswert ist der Streisand-Effekt vor allem beim Online Reputation Management. Statt die Löschung unerwünschter Inhalte und Bewertungen zu verlangen, sollte über eine professionelle Suchmaschinenoptimierung für positive Inhalte versucht werden, die negativen Inhalte in den Hintergrund zu drängen. Inzwischen gibt es unzählige Beispiele dafür, welche Auswirkungen der Streisand-Effekt haben kann. Im Jahr 2006 machte beispielsweise der deutsche Schauspieler und Komödiant Atze Schröder damit Bekanntschaft. Nachdem im Weser-Kurier sein bürgerlicher Name veröffentlicht worden war, zog er mit einer Unterlassungsklage vor das Landgericht Berlin. Diese Klage sorgte für so viel Aufmerksamkeit, dass sein bürgerlicher Name plötzlich auf unzähligen Nachrichtenwebsites und in vielen Blogsites auftauchte. Somit wurde er zu einem deutschen Paradebeispiel für den Streisand-Effekt.

Was ist mit dem Streisand-Effekt vergleichbar?

Eine ähnliche Wirkung wie dem Streisand-Effekt wird auch dem Werther-Effekt zugeschrieben. Allerdings hat der Werther-Effekt nicht so eine allgemeine Natur wie der Streisand-Effekt. Namensgeber für den Werther-Effekt ist der von Johann Wolfgang von Goethe geschaffene Roman „Die Leiden des jungen Werther“. Nach der Veröffentlichung im Jahr 1774 soll es eine signifikante Erhöhung der Selbstmordraten gegeben haben. Deshalb sprach die Stadt Leipzig von 1775 bis 1825 sogar ein Verbot des Verkaufs dieses Goethe-Romans aus. Das Phänomen der Nachahmung entdeckte der Amerikaner David Philipps im Jahr 1974 im Zusammenhang mit Recherchen über die Folgen von Artikeln über Suizide unter Prominenten in der „New York Times“. Letztlich stellt auch die Verbreitung von lukrativen Inhalten durch den Streisand-Effekt nichts Anderes als eine Nachahmung dar.


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