Glossar

Spam

Die Begriffe Spam und Junk werden synonym verwendet und stehen für die Zustellung unerwünschter Nachrichten. Abarten von Spam sind SPIT und SPOM. Bei der Herkunft des Begriffes sind sich die Experten nicht ganz einig. Am wahrscheinlichsten gilt die Ableitung aus der Bezeichnung Spam für die massenhafte Veröffentlichung eigener Nachrichten im Text-Interface der Multi User Dongeons. Ein Zusammenhang mit unerwünschter Werbung wurde beim Begriff Spam im Usenet bei Artikeln in Newsgroups mit identischem Inhalt hergestellt. Die erste Mail der Kategorie Spam wurde im Jahr 1978 von einem Unternehmen namens DEC versendet. Der Begriff Spam kam dafür allerdings erst im Jahr 1993 auf. Die Gliederung von Spam sieht derzeit so aus:

• unverlangte Massenmails
• unverlangte Werbemails
• Backscatter und kollateraler Spam
• Usenet-Spam
• Suchmaschinen-Spam
• Refferren Spam
• SPIT
• SPOM
• SPIM

Welche Ziele verbinden die Absender mit Spam?

Zu Beginn ging es beim Spam darum, die eigene Werbung – ähnlich wie bei einer Postwurfsendung – an einen möglichst großen Empfängerkreis zu verteilen. Ein Großteil der als Junk eingestuften Nachrichten weist auch heute noch diese Zielstellung auf. Viele Absender nutzen Spam als Chance der Off-Page-Optimierung, indem sie die Nachrichten so aufbauen, dass die Empfänger dazu animiert werden, eine bestimmte Website aufzurufen. So werden Traffic und Zugriffe generiert und die Website rutscht in den Ergebnissen der Suchmaschinen weiter nach vorn. In jüngster Zeit werden als Spam bewertete Nachrichten aber zunehmend auch für kriminelle Zwecke eingesetzt.

Welche Risiken sind bei Spam am häufigsten zu beobachten?

Nachrichten, die von den Mailprogrammen als Spam bewertet werden, enthalten häufig Schadcode oder Links, die zu Websites mit Schadcode führen. Dieses Schadenspotential zeigt eine bei Wikipedia veröffentlichte Tabelle mit Zahlen aus dem Jahr 2005. Damals stand Indien mit einem Anteil von 16 Prozent mit Schadcode verseuchten Junk-Mails auf dem ersten Platz. In Singapur und Irland wurden damals beim Spam bei zehn und acht Prozent der Mails Viren oder Trojaner gefunden. Dieser Anteil dürfte sich in den letzten Jahren erheblich gesteigert haben. Ein zweites Risiko ergibt sich aus Spam, der überwiegend aus dem asiatischen Raum sowie aus Großbritannien und Irland kommt. Dort werden Gewinne suggeriert, für deren Abruf teure Hotlines angerufen werden müssen, an deren Umsätzen die Absender mitverdienen.

Welche wirtschaftlichen Schaden richtet Spam an?

Spam bindet wertvolle Teile der Arbeitszeit allein durch das Sichten und Aussortieren. Dieser Anteil der verschenkten Zeit kann zwar durch das Setzen von Spam-Filtern reduziert werden, aber einen hundertprozentigen Schutz bieten auch diese nicht, da die Urheber von Spam ihre Absenderadressen permanent ändern. Dabei werden zunehmend auch Mailadressen über neutrale Domains wie „web“, „online“ oder „gmx“ genutzt, sodass ein Schutz durch das Sperren einer kompletten Domain über die Spam-Filter nicht in Frage kommt.

Spam blockiert große Teile der Leistungsfähigkeit im Internet. Teilweise wird Spam von Hackern sogar gezielt genutzt, um ganze Server zum Absturz zu bringen. Eine Studie aus den USA zeigt das sehr eindrucksvoll. Danach wurde im Jahr 2009 die gigantische Menge von 62 Billionen Mails der Kategorie Junk verschickt. Diese Zahl muss man ausschreiben, um eine Vorstellung vom Ausmaß zu bekommen: 62.000.000.000.000.

Nach der amerikanischen Studie wurden hundert Milliarden Stunden an Zeit aufgewendet, um Spam manuell aus wichtigen Mails und Faxen herauszufiltern. Die Statistiker von MessageLabs Intelligence weisen für das Jahr 2010 einen Anteil von bis zu 97 Prozent Spam am gesamten Mailaufkommen aus. Dabei wurden ganze 33 Milliarden Kilowattstunden Strom verbraucht. Das Portal Netzwelt bezifferte im Februar 2005 den durch Spam entstehenden wirtschaftlichen Schaden allein in den USA auf 22 Milliarden Dollar. Zusätzlicher Schaden ist bei Spam per Fax zu verzeichnen, da hier Papier, Druckertinte oder Toner sowie Strom unnütz verbraucht werden.

Welche Maßnahmen wurden gegen die Flut an Spam ergriffen?

In einigen Ländern gibt es inzwischen strenge rechtliche Regelungen, die dazu führen, dass die Versender von Junk ausfindig und unschädlich gemacht werden können. Dazu gehört beispielsweise die Angabe einer rückverfolgbaren Adresse und die Offenlegung einer Möglichkeit, sich aus den Verteilerlisten austragen zu lassen. Hinzu kommen RBL-Server, die eigens dazu eingerichtet wurden, die Adressen zu sammeln, von denen aus regelmäßig Spam in größeren Mengen verschickt wird. Viele Mailprogramme nutzen inzwischen den Bayesschen Filter, der über Lernfähigkeiten verfügt. Außerdem gibt es einige Portale, auf denen Spammer gemeldet werden können. Ein Beispiel dafür ist Spamhaus. Wird der Spam-Filter bereits auf dem Mailserver der Provider aktiviert, greift dieser meistens auf die Daten aus dem so genannten Barracuda-Index zurück. Dort werden durch eine Echtzeitüberwachung die Domains gesammelt, von denen regelmäßig Junk ausgeht. Sie werden pauschal gesperrt. Der Nachteil dort besteht allerdings darin, dass auch der häufige Versand von „normalen“ Mails an eine Gruppe von Empfängern mit der Option „BCC“ als Spam gewertet wird.


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