Glossar

Sandbox

Eigentlich stammt der Begriff Sandbox aus einer Technik, die beim Testen von noch nicht ausgereifter Software angewendet wird. Dabei wird in einem Computersystem ein abgeschirmter Bereich geschaffen, in dem die Software ausgeführt wird. Das hat den Vorteil, dass sie auch bei noch vorhandenen Bugs keinen Schaden am Betriebssystem oder an anderen installierten Anwendungen anrichten kann. In der Regel wird eine Sandbox innerhalb eines Systems durch eine virtual Machine geschaffen. Diese virtuelle Laufzeitumgebung wird beim Betriebssystem Unix und des zum Betrieb von Servern verwendeten Programms BIND als „jail“ bezeichnet. Auch bei einigen Browsern wird beispielsweise beim Start von Webanwendungen mit einer Sandbox gearbeitet. Damit können einige durch ausführbaren Code auf einer Website entstehende Sicherheitsrisiken für die Computer der Nutzer ausgeschlossen werden.

Auch Wikipedia arbeitet mit einer Sandbox

Wer sich bei Wikipedia als Autor betätigen möchte, muss sich zuerst einmal mit der üblichen Vorgehensweise bei der Erstellung neuer Seiten und der Veränderung bestehender Inhalte vertraut machen. Auch hier kommt im Tutorial-Bereich das Prinzip der Sandbox zur Anwendung. Dort können sich die Neulinge ausprobieren, ohne Schaden auf den bereits veröffentlichen Seiten zu verursachen. In der Sandbox des Online-Lexikons werden eigens dafür präparierte Beitrage als Muster bereitgehalten. Allerdings wird die Sandbox auf allen deutschen Plattformen der Wikipedia Foundation „Spielwiese“ genannt.

Gab oder gibt es eine Sandbox bei Google?

Dass die Suchmaschine Google mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Sandbox hat, ist bereits seit dem Jahr 2004 in der Diskussion. Ab diesem Zeitpunkt sah es so aus, als wenn schnell aufsteigende Websites plötzlich aus der Indexierung verschwinden würden. Im Volksmund hieß es, sie wären „in der Sandbox“ gelandet. Tatsache ist jedoch, dass die für die Ranking der Suchergebnisse verantwortlichen Algorithmen auch Veränderungen bei den Websites beachten, die einen Hinweis auf Manipulationen geben. Einen solchen Manipulationsverdacht nahmen die Google-Algorithmen an, wenn eine komplett neue Website binnen kurzer Zeit massenhaft Backlinks bekam. In vielen Fällen wurde dort tatsächlich manipuliert, indem die Betreiber von den so genannten Linkfarmen Backlinks zuhauf einkauften. Sie stammten in den meisten Fällen von auf WordPress basierenden Blogs, die eigens zu diesem Zweck etabliert wurden. Stießen die Google-Algorithmen auf solche Strukturen, erfolgte beim Ranking eine radikale Rückstufung, sodass es für den Betreiber der Websites so aussah, als wären sie in einer Sandbox verschwunden.

Greift das Phänomen Sandbox immer noch und wie lässt es sich umgehen?

Der Verdacht auf Manipulationen führt bei Google immer noch zu einer massiven Rückstufung. Eine Sandbox im engeren Sinne, die zu einer kompletten Unsichtbarkeit einer Website führen würde, gibt es jedoch nicht. Wer den landläufig als Sandbox bezeichneten Nachteilen beim Ranking einer Website als Profi für Suchmaschinenoptimierung entgehen möchte, sollte vor allem in der Zeit nach dem Start einer neuen Website auf einen natürlichen Aufbau der von Drittseiten auf die eigenen Inhalte verweisenden Backlinks achten. Außerdem lässt sich der Effekt Sandbox durch eine kluge Auswahl der Backlinks vermeiden. Hier ist auf die Qualität und die Bewertung der Websites zu achten, von denen aus die Backlinks gesetzt werden. Die hier anzuwendende Devise bei der Suchmaschinenoptimierung lautet „Klasse statt Masse“.

Wie kann der SEO-Experte eine Website aus der „Sandbox“ von Google holen?

Statistiken aus der Vergangenheit belegen, dass er Effekt Sandbox bei Google über einen Zeitraum zwischen drei und zwölf Monaten greift. Gute Maßnahmen bei der Off-Page-Optimierung zur Flucht aus der „Sandbox“ von Google sind einerseits die Entfernung aller gekauften Backlinks und andererseits die Suche nach besonders hochwertigen Links, wobei hier zunehmend auch die Social Networks und Bookmark-Dienste eine wichtige Rolle spielen. Verbleibende Backlinks sollten nur von thematisch passenden Seiten kommen und mit einem aussagekräftigen Ankertext besetzt werden. Bei der On-Page-Optimierung sollte die Verteilung der Hauptkeywords einer gründlichen Prüfung unterzogen werden. Die Integration verschiedener Nebenbegriffe wäre eine gute Maßnahme, um schnell wieder auf den vorderen Plätzen der Suchergebnisse zu landen.


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