Glossar

Rendering Engine

Als Rendering Engine wird eine spezielle Software bezeichnet, die für die Art der Darstellung von Inhalten verantwortlich ist. Im Zusammenhang mit dem Internet war zu Beginn die Layout Engine ein unverzichtbarer Baustein der Browser für die Anzeige von Websites, deren Darstellung über HTML-Tags gesteuert wurde. Mit der Verbreitung der Browserspiele gewann auch die Grafik Engine eine steigende Bedeutung.

Welche HTML-Renderer sind am meisten verbreitet?

Der Profi für Webdesign muss wissen, dass de facto jeder Browser mit einer anderen Rendering Engine arbeitet:
• Presto – Opera ab der Version 7
• Blink – Opera ab Version 15 und Googke Chrome ab Version 28
• Webkit – Safari und Google Chrome bis zur Version 27
• Gecko – Mozilla Firefox und Netscape
• Trident – Microsoft Internet Explorer
• Tasman – Microsoft Internet Explorer für Mac-Systeme
• Servo – experimentelle Browser von Samsung und Mozilla

Auch der zu Beginn am weitesten verbreitete Browser Mosaic brachte eine eigene Rendering Engine mit. Allerdings nahmen ab 1994 die Nutzerzahlen stetig ab und gingen 1998 nahe Null, sodass Mosaic beim Webdesign praktisch keine Rolle mehr spielt. Der Netscape-Browser verlor ab dem Jahr 1997 massiv an Bedeutung. Seit 2003 gibt es so gut wie keine Internetuser mehr, die mit dem Netscape-Browser arbeiten, sodass auch dessen Rendering Engine bei der barrierefreien Gestaltung von Websites nicht mehr beachtet werden muss. Die Bedeutung des Internet Explorers nimmt seit 2004 zu Gunsten der Gecko-Engine von Mozilla Firefox ab. Der Internet Explorer wird auch deshalb verstärkt vom Markt verdrängt werden, weil Microsoft für das Betriebssystem Windows 10 einen völlig neuen Browser namens Spartan entwickelt hat. Die im Browser Google Chrome verwendete Rendering Engine Webkit ist seit einigen Jahren auf dem Vormarsch und dürfte auch von Spartan nicht so schnell verdrängt werden.

Wie arbeitet eine Rendering Engine für HTML?

Ein Modul jeder Rendering Engine eines Browsers ist der so genannte Parser. Er liest das Dokument ein und zerlegt es in die eigentlichen Inhalte und die Anweisungen zur Darstellung der Inhalte. Damit der Parser die Daten für die Rendering Engine korrekt aufbereiten kann, müssen die Webdesigner bei der Programmierung der Website über die Doctypes angeben, welche HTML-Standards auf der jeweiligen Seite verwendet werden. In einem zweiten Schritt erstellt die Rendering Engine der Browser aus den vom Parser gelieferten Daten das Document Object Model und berechnet die SGML-Strukturen. Das Kürzel SGML steht dabei für die Standard Generalized Markup Language, die im Standard ISO 8879:1986 definiert wurde. Diese Berechnung wird in der Fachsprache Reflow genannt und gibt die Geometrie der auf einer Website im Browserfenster anzuzeigenden Elemente an. Darauf basierend werden von der Rendering Engine Frames innerhalb einer Website erzeugt.

Welche Besonderheiten hat die Rendering Engine für Browsergames?

Die Rendering Engine für Games, üblicherweise Grafik-Engine genannt, muss wesentlich komplexere Aufgaben als ein HTML-Renderer bewältigen. Das gilt vor allem dann, wenn die Inhalte dreidimensional dargestellt werden sollten. Die Objekte in den einzelnen Frames einer im Browser angezeigten Seite bewegen sich, was bedeutet, dass dessen Rendering Engine die kompletten Frames in der Anzeige in Abhängigkeit von den Nutzereingaben und den vom Gameserver erhaltenen Daten verschieben muss. Teilweise arbeiten die Games aber auch mit eigenen Grafik-Engines. Das ist bei Spielen üblich, die auf dem Computer installiert oder von einem Datenträger aus gestartet werden. Zu den aktuellen Vertretern dieser Art der Rendering Engine gehören beispielsweise die von Ubisoft 2008 veröffentlichte Dunia Engine, die von DICE 2011 entwickelte Frostbite 2 Engine, die zeitgleich erschienene Unreal Engine 3.5 von Epic Games sowie die CryEngine 3, die von Crytek im Jahr 2013 zusammen mit dem Game „Crysis 3“ veröffentlicht wurde. Für kleinere Browsergames werden häufig Grafik Engines mit offenem Quellcode verwendet. Beispiele dafür sind die JMonkeyEngine, die auf der Programmiersprache Java beruht, sowie die Stratagus Engine, die Spring Engine und die Sauerbraten Engine.


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