Glossar

RBL

Die Abkürzung RBL steht für die „Real-time Blackhole List“ und wurde als Marke vom Unternehmen Trend Micro geschützt. Entwickelt wurde die Real-time Blackhole List von Paul Vixie, einem amerikanischen Programmierer mit einer starken Spezialisierung auf UNIX-Systemprogramme. Paul Vixie zählt zu den Mitbegründern des Internet Software Consortiums, kurz ISC, sowie der Palo Alto Internet Exchange, kurz PAIX. Außerdem gehörte er im Jahr 1998 zu den Initiatoren für das Mail Abuse Prevention System, kurz MAPS, in dessen Rahmen auch die Real-time Blackhole List RBL veröffentlicht wurde.

Welche Aufgaben hat die RBL?

Die Real-time Blackhole List dient dazu, Nutzern von Mailkonten auf effiziente Weise Spam zu ersparen. In der RBL werden die IP-Adressen von Servern und Websites gelistet, von denen regelmäßig Massenmails mit identischen Inhalten verschickt werden. RBL weist damit eine große Ähnlichkeit mit dem Barracuda-Index auf. Der Vorteil von RBL liegt darin, dass eine Auswertung der Spam-Aktivitäten einzelner Server in Echtzeit möglich ist. Wird der Absender einer Mail über eine Abfrage in der RBL als Spammer erkannt, können die Mails wahlweise komplett geblockt, die Annahme verzögert oder die Mails speziell markiert werden. Damit dient RBL als eine Form der Spam-Filter. Die Filterung erfolgt in der Regel bereits auf dem Mailserver, der dann – je nach Konfiguration – an den Client lediglich eine informelle Übersicht der herausgefilterten Spam-Mails schickt. Dabei kombiniert RBL eine Blacklist mit potentiellen Spammern mit einer Whitelist für vertrauenswürdige IP-Adressen.

Welche Probleme können bei der Anwendung von RBL auftreten?

Probleme bei der Nutzung von RBL zeigen sich häufig bei größeren Hosts für Maildienste. Deren Mailserver arbeiten mit einer einzigen IP-Adresse. Verschicken einzelne Nutzer massenhaft Spam und die IP-Adresse wird in die Real-time Blackhole List aufgenommen, sind nicht nur die Verursacher betroffen. Auch die Mails anderer Kunden, die von diesem Mailserver aus gesendet werden, können als Spam markiert oder abgewiesen werden. Umgehen lässt sich dieses Problem nur durch die Aufnahme der IP-Adressen der Hosts in die Whitelists. Eine Löschung der IP-Adressen aus den Blacklists ist derzeit nur schwer möglich. Deshalb arbeiten Dienste wie Spamcop und Spamhaus mit zeitlich befristeten Einträgen in die Blacklist.


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