Glossar

Pflichtenheft

Als Pflichtenheft im Sinne der üblichen Definition wird ein Vertragswerk bezeichnet, in dem genau deklariert wird, mit welcher Form ein Auftragnehmer die Anforderungen zu einem konkreten Auftrag erfüllen will. De facto handelt es sich beim Pflichtenheft um die „Durchführungsbestimmungen“ zum Lastenheft. Die Normen zur Erstellung von Pflichtenheften finden sich in der DIN 699-5, dem Regelwerk IEEE 830-1998 sowie VDI 2519 Blatt1. Im Pflichtenheft werden die konkreten Maßnahmen vom Auftragnehmer beschrieben und müssen vom Auftraggeber akzeptiert werden. Die Mitwirkungspflicht der Auftraggeber am Pflichtenheft ergibt sich aus den Regelungen des Paragrafen 643 des Bürgerlichen Gesetzbuchs.

Woran orientiert sich das Pflichtenheft in der IT-Branche?

Wer beispielsweise für die Entwicklung von Software oder die Programmierung einer Website ein Pflichtenheft erstellen möchte, sollte sich an den Standards des V-Modells orientieren, das für IT-Projekte der öffentlichen Hand in Deutschland entwickelt wurde. Das erste Modell dieser Art entstand bereits im Jahr 1986 und wurde seither kontinuierlich ergänzt und optimiert. Zu beachten gibt es beim Pflichtenheft der IT-Branche allerdings, dass es ein ziviles und ein militärisches V-Modell gibt. Seit dem Jahr 1997 wird für das Pflichtenheft für Software und Websites das V-Modell XT verwendet, dass eine viel stärke Anpassbarkeit an die Eigenheiten des jeweiligen Auftrags möglich macht. Auch arbeitet das V-Modell XT für das Pflichtenheft mit konkreten Einschlüssen und Ausschlüssen.

Das Pflichtenheft für Websites lässt sich aus Grundbausteinen aufbauen

Neu ist beim V-Modell XT für das Pflichtenheft auch der modulare Aufbau. Grundsätzlich werden folgende Grundbausteine verwendet:

• QS = Qualitätssicherung
• KM = Konfigurationsmanagement
• PA = Problem- und Änderungsmanagement
• PM = Projektmanagement

Weitere Bausteine für das Pflichtenheft für Websites sind die Festlegung der Anforderungen sowie die Bedingungen der Lieferung und Annahme. Der Bearbeitungsstand wird in der Dokumentation zum Pflichtenheft nach den Vorgaben des V-Modells mit den vier Zuständen „geplant“, „in Bearbeitung“, „vorgelegt“ und „akzeptiert“ beschrieben. Damit ermöglicht das Pflichtenheft eine permanente Kontrolle der Einhaltung eines vereinbarten zeitlichen Rahmens der Bearbeitung einzelner Aufträge.


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