Glossar

Opera

Der Webbrowser Opera wurde von dem norwegischen Unternehmen Opera Software entwickelt. Im Dezember 2000 kam die Version 4 des Webbrowsers auf den Markt und bis zu dieser Version war der Browser ausschließlich kostenpflichtig erhältlich. Anschließend gab es den Browser auch kostenfrei, er zeigte jedoch bis zur kostenpflichtigen Registrierung ein Werbebanner an. Erst mit der Version 8.5, die im September 2005 erschienen ist, gilt Opera als kostenfreie Software ohne Werbeeinschränkungen. Schon in der ersten Version bot der Browser das Tabbed Browsing an und auch die Mausgesten wurden frühzeitig eingeführt, was viele andere Browser später ebenfalls übernahmen. Anfangs war das Projekt nur ein reines Forschungsprojekt der norwegischen Telenor, die es im April 1994 an den Start brachte. Bereits ein Jahr später gliederte man die weitere Entwicklung in ein eigenes Unternehmen namens Opera Software aus. Seit 2004 ist das Unternehmen an der Börse in Oslo notiert.

Opera_browser_logo_2013

Der Opera Webbrowser und seine Module

Der Opera Webbrowser besteht aus insgesamt drei Modulen:

1. Browser
2. Opera Mail
3. Dragonfly

Die Funktionen sind äußerst vielfältig, so kann der Webbrowser Lesezeichen verwalten, den Verlauf besuchter Webseiten speichern, enthält einen Passwort-Manager und einen Pop-up-Blocker sowie Werbeblocker. Außerdem gibt es eine visuelle Tabvorschau, einen Download-Manager und vieles mehr.

Das kann der Opera Webbrowser

Der Opera Webbrowser erfüllt die aktuellen Standards für CSS und HTML. Außerdem gibt es seit der Version 8.0b3 eine Unterstützung für das SVG-Grafikformat und seit Version 9.50 für APNG. Bereits jetzt kann der Browser zahlreiche Standards unterstützen, die sich noch in der Entwicklung befinden. Schon seit dem Jahr 2003 ist die HTML-Rendering-Engine Presto eingearbeitet, die eine sehr dynamische Arbeitsweise an den Tag legt. So lassen sich aufgerufene Websites bzw. Teile von diesen jederzeit neu rendern. Die Engine Presto unterstützt das DOM des W3C vollständig und kann sogar Street HTML interpretieren. Von diesem ist die Rede, wenn die HTML-Formatierung nicht standardkonform ist, wie es oft bei Seiten der Fall ist, die für den Internet Explorer verarbeitet wurden.

Um die Nutzerfreundlichkeit zu erhöhen, lässt sich die Seitendarstellung im Opera Webbrowser den eigenen Bedürfnissen weitestgehend anpassen. So kann ein Zoom zwischen 20 und 1.000 Prozent eingestellt werden. Dieser vergrößert aber nicht nur Texte, sondern kann auch Bilder und Plug-ins skalieren und glätten. Mit der Funktion „Benutzermodus“ können Webseiten für das barrierefreie Internet optimiert werden. So lassen sich zum Beispiel Bilder ausblenden oder man kann die Farben den eigenen Bedürfnissen anpassen. Ein Vollbildmodus ermöglicht es, die komplette Seite ohne Menüs oder Paneele anzuzeigen. Die Tab-Leiste kann ab Version 10 zudem verbreitert oder aufgeklappt werden. Die Small screen Funktion ermöglichst es, die Seite so zu betrachten, als ob man den Opera Mini-Mobilbrowser verwenden würde. Für Webdesigner ist das besonders vorteilhaft, da sie so prüfen können, ob die programmierte Website auch auf mobilen Geräten korrekt angezeigt wird.

Der Opera Webbrowser ermöglicht es, mehrere Seiten innerhalb eines Fensters zu öffnen. Für den Wechsel steht eine Leiste zur Verfügung, der mittels Tastatur, Mausrad oder durch das Anklicken der Tabs erfolgen kann. Mausgesten erlauben eine besonders schnelle Bedienung des Webbrowsers, ohne, dass dafür extra geklickt werden muss. Wer gänzlich auf die Maus verzichten will, kann zudem auf Tastenkürzel ausweichen. Seit der Version 8.0 wird auch die Sprachsteuerung unterstützt. So können Sprachbefehle ausgelöst und Webseiten vorgelesen werden. Hierfür verwendet der Opera Webbrowser die Technologie VoiceXML, die allerdings aktuell nur auf Englisch zur Verfügung steht. Aufgrund der Dateigröße muss sie zusätzlich heruntergeladen werden.

In der Adressleiste gibt es eine Suchfunktion, in der man sich verschiedene Seiten mit Kürzeln belegen kann. So lassen sich Suchvorgänge deutlich erleichtern. Werden mehrere Seiten in einem Opera Fenster aufgerufen, können diese als Sitzung gespeichert werden. Beim nächsten Start des Browsers können diese Sitzungen fortgesetzt werden. Die Schnellwahl-Funktion „Speed Dial“ erlaubt es, bis zu 25 Favoriten (seit Version 10) voreingestellt anzeigen oder per Tastaturkürzel laden zu lassen. Zudem ist der Browser mit einem Passwort-Manager ausgestattet. Dieser sorgt für das automatische Einloggen auf Seiten, auf denen man Benutzernamen und Passwort eingeben muss. Geschützt werden können diese Passwörter mit einem Master-Passwort, das auch gleichzeitig für Opera Mail verwendet werden kann.

Weitere Besonderheit beim Opera Browser ist es, dass dieser sich nahezu vollständig anpassen lässt. So kann die Oberfläche individuell angepasst werden und auch einzelne Seiten können in individuell einstellbaren Intervallen neu geladen werden. Normale Browser bieten einen Vor- und Zurück-Button an. Beim Opera gibt es zusätzlich einen schnellen Vor- und Rücklauf. Wird zum Beispiel eine Bildervorschau auf einer Webseite geboten, so kann der schnelle Vorlauf-Button dafür sorgen, dass alle Bilder angesehen werden können, ohne dass jedes Mal zurückgegangen und neu geklickt werden muss. Durch den Doppelklick werden einzelne Wörter im Text markiert. Es kann dann ein Kontextmenü geöffnet werden, das es ermöglicht, das Wort in einer Enzyklopädie (z. B. Wikipedia) nachzuschlagen, eine Suchmaschine auszuwählen und mit dem Begriff zu füttern oder das Wort in zahlreiche Sprachen zu übersetzen.

Weiterhin enthält Opera einen Werbeblocker. Schon in der Standardinstallation ist der Pop-up-Blocker aktiviert. Vor allem werden hier Pop-ups blockiert, die von einer anderen als der aufgerufenen Seite stammen. Zusätzlich gibt es den eigentlichen Werbeblocker, der jedoch erst nach erstmaligem Verwenden der „Inhalte blockieren“-Funktion aktiviert wird. Mit Opera Link ist es möglich, Lesezeichen, Notizen, Passwörter und Co. zu speichern, so dass auch von anderen Rechnern oder Smartphones darauf zugegriffen werden kann. Seit dem Jahr 2011 gibt es den Opera Mobile Store als App Store und eine Rechtschreibprüfung in Eingabefeldern, die auf der Technik von OpenOffice basiert, ist ebenfalls möglich. Außerdem lassen sich WAP-Seiten (für die Anzeige auf Handys programmiert) betrachten. Add-ons und Widgets ermöglichen es, den Browser zu erweitern.

Das kann Opera Mail

Das Programm Opera Mail war bis zur Version 15 im Browser integriert, seither wird es als eigenständiges Programm weitergeführt. Die E-Mails werden in einer zentralen Liste gespeichert und über Filter sortiert. Daher können beispielsweise alle Mails eines bestimmten Absenders auf einen Blick gesehen werden, wenn zuvor ein entsprechender Filter erstellt wurde. Einige Filter werden von Opera Mail aus automatisch angelegt. Zu ihnen zählen der „aktive-Adressen“-Filter, der alle Personen anzeigt, mit denen erst kürzlich E-Mails ausgetauscht wurden, der „aktuelle-Korrespondenz“-Filter, in dem alle aktuellen Mail-Korrespondenzen inklusive der eigenen Antworten gespeichert werden usw. Zudem erkennt Opera Mail Mailinglisten automatisch und ein Filter für Dateianhänge (z. B. Bilder) ist ebenfalls integriert.

Die E-Mails werden als mbox-Dateien gespeichert. Diese können mit einem einfachen Texteditor betrachtet werden. Die Dateiendung lautet .mbs. Ein lernfähiger Spamfilter, die Unterstützung von IMAP, Pop3 und Newsgroups ist ebenfalls mit an Bord. Selbst RSS-Feeds können seit Version 7.5 verwaltet werden. Text- und HTML-Mails lassen sich gleichermaßen darstellen und seit Version 10 ist auch das Erstellen von HTML-Mails möglich. Die vollständige Integration des E-Mail-Programms in das Betriebssystem Windows ist seit Version 12.0 über eine MAPI-Schnittstelle ermöglicht worden. Das hat den Vorteil, dass E-Mails aus Drittanwendungen ohne zusätzliche Installation von Plug-ins gesendet werden können.

Opera Dragonfly

Opera Dragonfly wurde am 06. Mai 2008 öffentlich bekannt gemacht. Dieses Entwickler-Tool ermöglicht es, DOM-Elemente auf JavaScripts und ihren Aufbau hin zu untersuchen. Sollten dabei Fehler auftreten, werden diese erkannt und angezeigt. Vor allem für die Webdesigner hat Opera mit Dragonfly eine wichtige Arbeitsgrundlage geschaffen.

Opera gibt es nicht nur für den Desktop PC

Der Opera Browser ist nicht nur für den Desktop PC erhältlich, sondern ebenfalls für mobile Geräte. Opera Mobile wurde eigens für Pocket-PCs mit dem Betriebssystem Windows Mobile, für Smartphones mit Android, für MeeGo, Symbian OS, Tabletcomputer mit Android und Windows Mobile entwickelt. Für Java-fähige Mobiltelefone und das iPhone mit iOS gibt es Opera Mini. Letzteres wurde erstmals im Herbst 2005 veröffentlicht und nutzt einen speziellen Proxy-Server. Dieses bereitet die aufgerufenen Seiten mit der Small-Screen-Rendering-Technik auf. Bei einer verschlüsselten Seite wird diese entschlüsselt und anschließend erneut verschlüsselt.

Bei Opera Mobile dagegen handelt es sich um einen kompletten Browser. Die Abhängigkeit zu einem bestimmten Server ist somit nicht vorhanden. Hier punktet Opera vor allem mit der Geschwindigkeit, speziell was Seiten mit HTML5-Inhalten angeht. Selbst die Browser Google Chrome und Safari werden hier noch überboten.


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