Glossar

Markow-Filter

Beim Markow-Filter handelt es sich um spezielle Algorithmen, die in den Spam-Filtern von Mailprogrammen zum Einsatz kommen. Basis dieses Filters ist das Hidden Markov Model, das vom namensgebenden russischen Mathematiker entwickelt wurde. Der Markow-Filter beruht zwar auf der Funktionsweise des Bayesschen Filters, geht aber über dessen Algorithmen weit hinaus. Der Bayessche Filter nutzt zur Auswertung nur einzelne Begriffe, während beim Markow-Filter ganze Wortketten analysiert werden. Damit ist die Treffsicherheit bei der Sortierung im Spam und Nicht-Spam gegenüber dem Bayesschen Filter deutlich erhöht.

Wie funktioniert der Markow-Filter genau?

Der Markow-Filter zerlegt den Inhalt der Mails. Den enthaltenen Begriffen und Begriffskombinationen wird eine Gewichtung zugewiesen. Dabei ist die Gewichtung bei einzelnen Begriffen, die typischerweise in Spam und Mails für Pishing vorkommen, deutlich geringer als bei ganzen Wortgruppen. Bei den einzelnen Bestandteilen der Wortgruppen wird wiederum eine Differenzierung bei der Gewichtung vorgenommen. Ein Beispiel verdeutlicht die Wirkungsweise am besten:

Der Begriff „Waschmaschine“ bekäme allein eine Gewichtung von eins. Kommt der Begriff kombiniert beispielsweise als „günstige Waschmaschine“ oder „preiswerte Waschmaschine“ vor, steigt die Gewichtung bereits auf vier. Wird dieser Begriff mit weiteren werbetypischen Worten wie „kaufen“ oder „bestellen“ kombiniert, vervielfacht sich die vom Markow-Filter vorgenommene Gewichtung. Da heißt, dass die Anzahl der werbewirksamen Begriffe in einer Wortkette in den Algorithmen als Multiplikator für die Gewichtung dient. Je höher der so ermittelte Wert ist, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um Spam handelt. Vom Bayesschen Filter unterscheidet sich der Markow-Filter dadurch, dass die zugrunde liegende Formel um den Faktor der Gewichtung ergänzt wird.

Wie lässt sich der Markow-Filter umgehen?

Möchten die SEO-Agenturen durch den gezielten Versand von Mails den Traffic auf einer Website erhöhen, sehen sie sich dem Anspruch gegenüber, die für Spam üblichen Begriffe bei der Formulierung der Inhalte zu vermeiden. Das wird heute in der Praxis oftmals dadurch gelöst, dass die werbenden Texte in Grafiken übermittelt werden, die weder vom Markow-Filter noch vom Bayesschen Filter ausgelesen und analysiert werden können. Das wiederum heißt, dass Unternehmer gut beraten sind, wenn sie sich ihre Werbemails von einem guten Experten für Webdesign entwickeln lassen, anstatt mit selbst gebauten Inhalten zu experimentieren.


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