Glossar

Lua

Die Erstveröffentlichung der prozedural arbeitenden Scriptsprache Lua erfolgte in Jahr 1993. Für die Entwicklung der Scriptsprache waren Luiz Henrique de Figueiredo, Waldemar Celes und Roberto Ierusalimschy verantwortlich. Die Scriptsprache Lua kennt mit Shell, GSL, Idle und Metalua vier verschiedene Dialekte. Sie lässt sich plattformunabhängig anwenden und kann mit einer MIT-Lizenz genutzt werden. Eine Besonderheit der Scriptsrache ist, dass alle Anweisungen vor der Ausführung in Bytecode transferiert werden. Für die Übersetzung wird eine C-Programmbibliothek verwendet. Alternativ kann für die Umsetzung in Bytecode auch der Compiler LuaJIT zum Einsatz kommen. Er funktioniert jedoch nur mit Lua ab der Version 5.1. Die prozedurale und funktionale Programmierung ist durch die Implementierung in ANSI-C möglich. Werden Metatables verwendet, können Experten für Webdesign auch eine objektorientierte Programmierung nutzen.

Die Einsatzmöglichkeiten für Lua

Mit Lua können eigenständige Programme für die Ausführung innerhalb von Websites erstellt werden. Alternativ ist die Nutzung der Scriptsprache auch als eingebettete Programmiersprache möglich. Ein häufiges Einsatzgebiet von Lua sind Onlinegames. Hier sorgt Lua dafür, dass die KI des computergesteuerten Avatars und auch die Konfigurationsdateien von der eigentlichen Engine des Games getrennt werden können. Das verleiht der Gameengine mehr Flexibilität, weshalb Lua vor allem bei proprietär nutzbaren Games verwendet wird. Ein Beispiel für die Nutzung von Lua ist das in Java programmierte Game „Minecraft“. Das Game „Garry’s mod“ basiert auf der Source Engine und kann mit Add-ons erweitert werden, die in der Scriptsprache Lua verfasst wurden. Weitere Anwender von Lua sind der VLC Media Player, Wireshark, Squeezebox sowie Photoshop Lightroom von Adobe. Allerdings hat Lua auch eine Schattenseite, denn die Scriptsprache kann auch zur Programmierung von Computerviren verwendet werden. Das zeigt das Beispiel des Schädlings „Flame“, der im Jahr 2012 von den Fachleuten der Kaspersky Labs entdeckt wurde.

Mit welcher Syntax und welchen reservierten Schlüsselbegriffen arbeitet Lua?

Wer die in seinen Websites integrierten Anwendungen mit Lua programmieren möchte, kann folgende Datentypen verwenden:
• boolean
• function
• nil
• number
• string
• table
• thread
• userdata

Bei Table handelt es sich um einen strukturierten Datentyp, mit dessen Hilfe assoziative Datenfelder erzeugt werden können.

Lua nutzt eine ganze Reihe von reservierten Schlüsselwörtern, deren Bedeutung vom Programmierer nicht verändert werden kann. Dabei handelt es sich um folgende Begriffe:
• and
• break
• do
• else
• elseif
• end
• false
• for
• function
• goto
• if
• in
• local
• nil
• not
• or
• repeat
• return
• then
• true
• until
• while

Mit welchen Modulen kann Lua erweitert werden?

Um ergänzende Module bei Lua nutzen zu können, empfehlen erfahrene Programmierer von Anwendungen für Website den Paketverwalter Luarocks. Über LuaSocket werden Schnittstellen für die Nutzung der Netzwerkprotokolle FTP, HTTP, LTN12, MIME, sowie SMTP und URL zur Verfügung gestellt. LuaSQL macht die Kooperation mit unterschiedlichen Datenbanksystemen möglich. Dazu gehören beispielsweise MySQL, Oracle, OLE DB und PostgreSQL. Um den Speicherbedarf auf dem Server zu verringern, macht die Implementierung von LuaZip Sinn, mit deren Hilfe auch komprimierte Daten ausgelesen werden können. LuaInterface stellt eine Schnittstelle zu .NET Common Language Runtime von Microsoft her.


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