Glossar

Lastenheft

Das Lastenheft ist ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung eines Auftrags, gleichgültig ob es sich dabei um ein Bauvorhaben oder die Erstellung einer Website handelt. Das Lastenheft wird – genau wie das Pflichtenheft – auf der Basis der Regelungen der DIN 69901-5 erstellt. Danach müssen in einem Lastenheft alle „Forderungen an die Lieferungen und Leistungen eines Auftragnehmers innerhalb eines Auftrags“ enthalten sein. Vereinfacht ausgedrückt heißt das, in einem Lastenheft wird alles präzise erfasst, was der Auftraggeber erwartet. Das Lastenheft wird damit auch zu einem Werkzeug, mit dem später geprüft werden kann, ob vom Auftragnehmer die vereinbarten Leistungen in vollem Umfang erbracht wurden. Das Lastenheft wird später gemeinsam mit dem Pflichtenheft zum Bestandteil eines Dienstvertrags oder Werkvertrags.

Die Besonderheiten beim Lastenheft in der IT-Branche

Wird ein Lastenheft für Aufträge in der IT-Branche erstellt, muss ergänzend zur DIN 69901-5 noch die Norm IEEE 830-1998 berücksichtigt werden. Sie trägt die alternative Bezeichnung „Software Requirements Specification“ und ist eigens für das Lastenheft bei der Entwicklung von Softwaresystemen etabliert worden. Diese Norm sollte auch bei der Erteilung von Aufträgen für den Aufbau von Websites angewendet werden. Hier kommt es auch darauf an, die mit einem Auftrag verbundenen Ziele im Lastenheft konkret zu formulieren. Die Palette reicht hier von der Programmierung einer Website bis hin zur kompletten Integration der Suchmaschinenoptimierung in den Teilbereichen der On-Page-Optimierung und Off-Page-Optimierung. Alternativ käme im Lastenheft für eine Website auch die Generierung von Traffic in Frage.

Wie ist ein Lastenheft üblicherweise aufgebaut?

Dabei orientiert sich das Lastenheft für Websites an den allgemein üblichen Praktiken. Nach einer kurzen Einführung schließt sich eine Darstellung des Ist-Zustands an. Danach wird der gewünschte Sollzustand im Lastenheft konkret definiert. Bei einer Leistungsbeschreibung für Websites besteht der nächste Part im Lastenheft aus Angaben zur gewünschten Funktionalität, was die Integration von Schnittstellen zur Wartung und Pflege einer Website mit einschließt. Auch ist zu erfassen, welches Niveau bei der Sicherheit der auf einer Website hinterlegten Daten erreicht werden muss. Außerdem müssen der konkrete Lieferumfang sowie die Abnahmekriterien konkret mit erfasst werden. In der IT-Branche ist es durchaus üblich, das Lastenheft gleich so aufzubauen, dass es mit geringfügigen Ergänzungen auch als Pflichtenheft verwendet werden kann.


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