Glossar

ITU

Das Kürzel ITU ist abgeleitet von der International Telecommunication Union, also der Internationalen Fernmeldeunion. Der historische Vorläufer ist der Internationale Telegraphenverein, der im Mai 1865 gegründet wurde. Damit zählt die ITU zu den ältesten Organisationen, die auf internationaler Ebene tätig sind. Heute gehört die Internationale Fernmeldeunion zu den Organisationen der Vereinten Nationen und zählt mehr als 190 Mitgliedsstaaten.

Welche Aufgaben hat die ITU?

Die Organisation arbeitet auf der Basis der „Konstitution und Konvention der Internationalen Fernmeldeunion“, die im Jahr 1992 in Kraft getreten ist. Die ITU ist der World Conference du der Plenipotentiary Conference unterstellt. Die UN-Sonderorganisation teilt sich auf in die Bereiche:
• ITU-D = Telecommunication Development
• ITU-R = Radiocommunication
• ITU-T = Telecommunication Standardization

Der Bereich ITU-R leistet Behörden wie der ANSI, ETSI und ISO Zuarbeit bei der Entwicklung von international verbindlichen Normen. Auch die deutsche Bundesnetzagentur lässt sich in diesem Aufgabenbereich von der Internationalen Fernmeldeunion unterstützen. Außerdem ist die Sonderorganisation der Vereinten Nationen für folgende Aufgaben zuständig:
• Regulierung der Nutzbarkeit einzelner Frequenzen
• Zuweisung von Empfangs- und Sendefrequenzen
• Bearbeitung von Störungen im internationalen Funkverkehr
• Festlegung der Grenzen für Gebühren für Fernmeldeleistungen

Wieso ist die ITU für das Internet relevant?

Für das Internet ist die ITU deshalb von Bedeutung, weil sie auch für die Zuweisung von Rufnummernblöcken zuständig ist. Diese wiederum sind für die Realisierung von VoIP über die zum Internet gehörenden Server unverzichtbar. Außerdem gehört die Internationale Fernmeldeunion zu den Organisationen, von denen Standards für die im Internet und lokalen Datennetzwerken zu nutzenden Schnittstellen und Datenformate entwickelt und definiert werden.

Diese Standards wurden zu Beginn alle vier Jahre in einem Sammelband veröffentlicht. Diese Sammelbände hießen „Yellow Book“, „Orange Book“ und „Red Book“. Der letzte Sammelband dieser Art ist mit dem „Blue Book“ im Jahr 1998 erschienen. Seitdem ist es üblich, die Ergebnisse der Entwicklungsarbeit der ITU in erheblich kürzeren Abständen zu publizieren. Die Veröffentlichung erfolgt nach dem AAP-Prinzip oder dem TAP-Prinzip. Beim AAP-Verfahren wendet die ITU für technische Empfehlungen an, bei denen keine regulierenden Ergänzungen notwendig sind. Muss die Internationale Fernmeldeunion regulierend eingreifen, erfolgt die Veröffentlichung nach dem TAP-Prinzip nach jeder zweiten Sitzung des Plenars der jeweiligen Arbeitsgruppen.


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