Glossar

IP-Adresse

Das Kürzel „IP“ gibt Auskunft darüber, dass es sich um eine Adressierung nach dem Internetprotokoll handelt. Die IP-Adresse wird zur einzigartigen Kennzeichnung von Clients in einem Netzwerk verwendet. Im Internet kann eine IP-Adresse auch einem kompletten angeschlossenen Netzwerk zugeordnet werden. Ein Beispiel ist der WLAN-Router, hinter dessen öffentlicher IP-Adresse sich eine ganze Gruppe von Rechnern verbergen kann. Die IP-Adresse dient auch zum Ansprechen und Abrufen von Websites, denn vom Domain Name System, kurz DNS, werden die eigentlichen Namen der einzelnen Domains im Hintergrund in eine IP-Adresse umgewandelt. Dort ist eine feste Vergabe von IP-Adressen üblich. Bei der Kommunikation zwischen DSL-Routern und Clients können die IP-Adressen sowohl fest vergeben als auch dynamisch für jede Session neu zugewiesen werden.

Wie ist eine IP-Adresse aufgebaut?

Zu Beginn wurden im Arpanet, dem Vorläufer des heutigen Internets, IP-Adressen mit 8-Bit-Verschlüsselung verwendet. Doch der damit erzielbare Adressraum reichte nicht aus, weshalb sehr schnell ein Umstieg auf 16- und 24-Bit-IP-Adressen erfolgte. Ein weiteres und noch bis vor kurzer Zeit verwendetes System zur Generierung von IP-Adressen ist der IPv4-Standard. Das Kürzel steht für „Internet Protocol Version 4“. Die Definition einer IP-Adresse nach dem Standard IPv4 findet sich in der Norm RFC 791. Beim IPv4-Standard besteht eine IP-Adresse aus 32 Bit, was 4.194.967.296 verschiedene Adressierungen möglich macht. Bei dieser Art der IP-Adresse werden fünf verschiedene Netzklassen verwendet. Die Angabe der IP-Adresse nach dem Standard IPv4 erfolgt in vier durch einen Punkt voneinander getrennten Blöcken mit jeweils maximal drei Ziffern.

Die Weiterentwicklung der IP-Adresse – Standard IPv6

Das Internet Protocol in der Version wurde zu Beginn auch als Internet Protocol next Generation, oder kurz IPnG, bezeichnet. Der Standard IPv6 löst derzeit schrittweise den Standard IPv4 ab und wurde von der Internet Engineering Task Force, IETF, normiert. Die Besonderheit bei der IP-Adresse nach IPv6 ist, dass sie aus 128 Bit besteht. Das machte eine erhebliche Vergrößerung des nutzbaren Adressraums möglich. Dadurch können weltweit 340 Sextillionen einzigartige IP-Adressen generiert werden. Eine IP-Adresse nach IPv6 besteht aus acht Blöcken mit jeweils 16 Bit. Die Trennung der Blöcke erfolgt im Gegensatz zum IPv4-Standard mit einem Doppelpunkt. Besteht ein Ziffernblock einer solchen IP-Adresse nur aus Nullen, wird er ausgelassen. Die kennzeichnenden Doppelpunkte werden trotzdem gesetzt. Eine weitere Verbesserung stellt die Tatsache dar, dass die IP-Adresse nach IPv6 auch Buchstaben mit einbeziehen kann.

Wer regelt die Vergabe von öffentlich sichtbaren IP-Adressen?

Bei der Vergabe der IP-Adressen im Internet gibt es eine hierarchische Struktur. Die oberste Aufsichts- und Vergabebehörde ist die Internet Assigned Numbers Authority, oder kurz IANA. Ihr sind fünf regional zuständige Vergabestellen untergeordnet. Dabei handelt es sich um:
• African Network Information Centre, AfriNIC
• Asia Pacific Network Information Centre, APNIC
• American Registry for Internet Numbers, ARIN
• Latin-American and Carribean Network Information Centre, LACNIC
• Réseaux IP Européens Network Coordination Centre, RIPE NCC

Darüber hinaus erfolgt die Vergabe einer IP-Adresse über die Local Internet Registries, kurz LIR genannt. Zur Kategorie LIR gehören die Provider, von denen Kommunikations- und Internetdienstleistungen angeboten werden.

Woher kommt die IP-Adresse in einem lokalen Netzwerk?

Die Vergabe der IP-Adresse in einem privaten oder gewerblichen Netzwerk, welches als LAN oder WLAN aufgebaut wird, bestimmen die Administratoren. Dabei sind zwei Wege möglich. Der Host und die Clients können feste IP-Adressen manuell zugeordnet bekommen. Alternativ ist die automatisierte dynamische Aushandlung von IP-Adressen für die Clients möglich. Diese Variante ist sinnvoll, wenn die Art und Anzahl der Clients häufig wechselt. Der Hostrechner des Netzwerks bekommt in beiden Fällen eine feste IP-Adresse zugewiesen.


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