Glossar

ICANN

Fakt ist, dass das Internet ohne die ICANN nicht funktionieren würde. Das Kürzel steht für „Internet Corporation for Assigned Names and Numbers“. Wie der Name zutreffend nahe legt, ist die gemeinnützige Einrichtung für die Vergabe von einmaligen Adressen im Internet verantwortlich. Im Klartext heißt das, die ICANN ist die oberste Kontrollbehörde für das im World Wide Web angewendete Domain Name System, oder kurz DNS. Existent ist diese Kontrollbehörde seit dem Herbst 1998. Ihr rechtlicher Hauptsitz befand sich zur Gründung in Marina del Rey im US-Bundesstaat Kalifornien und wurde im Jahr 2012 nach Playa Vista verlegt.

ICANN

Welche Aufgaben nimmt die ICANN wahr?

Die DNS-Verwaltung durch die ICANN umfasst die Koordinierung der großen Registrare, die jeweils für ganze Kontinente zuständig sind. Davon gibt es derzeit fünf:

• ARIN = American Registry for Internet Numbers
• RIPE NCC = Réseaux IP Européens Network Coordination Centre
• APNIC = Asia-Pacific Network Information Centre
• AfriNIC = African Network Information Centre
• LACNIC = Latin Aamerican and Caribbean Internet Adress Registry

Von da aus werden die zugeteilten Namensbereiche und IP-Adressen an die lokalen Registrare wie beispielsweise die DENIC weiter verteilt. Außerdem teilt die ICANN Portnummern und Bezeichnungen für Netzwerkprotokolle zu und nimmt die Zuordnung der einzelnen Bereiche zur Zeitzonen-Datenbank vor. Die Organisation ist für die Koordinierung der DNS-Server für einen stabilen Betrieb des Internets zuständig und betreibt selbst einen solchen Root-Nameserver.

Wer kontrolliert die Tätigkeit der ICANN?

Die für die ICANN zuständige Aufsichtsbehörde ist die NTIA, die ihrerseits wiederum direkt dem amerikanischen Wirtschaftsministerium unterstellt ist. Rechtliche Basis der Arbeit ist eine Legitimation der US-Regierung, die jedoch nicht mit der Wahrnahme staatlicher Befugnisse verbunden ist. Sämtliche Kooperationen der ICANN werden auf der Grundlage zivilrechtlicher Verträge wirksam. Das interne Kontrollorgan der ICANN ist das „Board of Directors“, welches üblicherweise 21 Mitglieder hat. Fünf der Board-Mitglieder haben jedoch keine Stimmberechtigung, sondern nehmen nur eine beratende Funktion wahr.

Wie wird die Arbeit der ICANN finanziert?

Bei der Registrierung einer Domain werden von den Registraren Gebühren erhoben. Ein Teil dieser Gebühren fließen an die ICANN. Darüber hinaus hat die gemeinnützige Organisation einige Sponsoren. Deren Zuschüsse machen etwa ein Viertel des jährlichen Budgets der ICANN aus. Bei der Vergabe neuer Top-Level-Domains müssen sich die einzelnen Registrare bewerben. Für eine solche Bewerbung sind ebenfalls satte Gebühren fällig, die sich nach der Lukrativität der jeweiligen Domainbereiche richten. Konkurrenz bekommt die ICANN inzwischen vom Open Root Server Network, kurz ORSN, das 2002 in Europa gestartet wurde. Es pausierte ab 2008 und wurde im Jahr 2013 erneut in Betrieb genommen. Das Ziel des ORSN ist, das Internet nicht ausschließlich von der ICANN und damit der Kontrolle der US-Regierung abhängig zu machen.


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