Glossar

Hacker

Im allgemeinen Sprachgebrauch ist der Begriff Hacker sehr negativ behaftet, was zum Zeitpunkt der Entstehung nicht so war. Der Begriff entstand bereits Mitte des 20. Jahrhunderts im Umfeld des Tech Model Railroad Clubs. Dort wurde als Hacker derjenige bezeichnet, der mit seinem Einfallsreichtum für das schnelle Erreichen eines Ziels sorgte, ohne dass dafür an bestehenden Systemen größere Veränderungen vorgenommen werden mussten. Das zu Beginn positive Image der Hacker kommt beispielsweise im Standard RFC 1392 zum Ausdruck, wo es wörtlich heißt: „Ein Hacker ist eine Person, die Spaß daran hat, sich mit den technischen Details von Systemen, insbesondere Computer- und Netzwerksystemen, auseinanderzusetzen.“

Hacker hatten lange ein positives Image

Hacker galten in den 1960er Jahren als diejenigen, die Experimentierfreudigkeit in die Programmierung von Rechnerprogrammen einbrachten. Gute Beispiele dafür sind auch heute noch Open Source Programme wie Mozilla Thunderbird und Open Office. Dabei galt es, bestehende technische Grenzen auf kreative Weise zu überwinden. Ein Jahrzehnt später war das Ziel der Hacker, einen Personal Computer für jedermann zu entwickeln. Genau das ist den Mitgliedern des Homebrew Computer Clubs auch trotz des anfänglichen Desinteresses der Industrie gelungen. In der Mitgliederliste des Homebrew Computer Clubs fanden sich im Jahr 1975 heute weltbekannte Namen wie Steve Wozniak und Steve Jobs, die 1976 das Unternehmen Apple gründeten.

Der Begriff der Hacker in den 1980er Jahren

Beginnend mit den 1980er Jahren spalteten sich die Hacker in zwei Gruppen auf. Eine Gruppe knüpfte an das bisher positive Image an. Sie suchten gezielt nach Sicherheitslücken in Computersystemen und machten die Hersteller und Programmierer darauf aufmerksam. Dazu gehören beispielsweise bis heute die Mitglieder vom Chaos Computer Club. Einige Hacker geben inzwischen Usern Hilfestellung, die der zweiten Gruppe der Hacker zum Opfer gefallen sind. Ein gutes Beispiel dafür sind die freiwilligen Helfer vom Trojanerboard. Eine weitere Gruppe von Hackern arbeitet professionell bei den Geheimdiensten oder Justizbehören und sucht gezielt „Hintertürchen“ zu den Netzwerken krimineller Organisationen, um beispielsweise eine drohende Terrorgefahr rechtzeitig zu erkennen und abzuwenden.

Die Kennzeichen der zweiten Gruppe der Hacker im 21. Jahrhundert

Das negative Image haben die Hacker dadurch bekommen, dass die Kreativität und das Ziel der Überwindung technischer Hürden seit einiger Zeit für kriminelle Zwecke eingesetzt werden. Ein Teil der Hacker umgeht gezielt Sicherheitssysteme, um daraus auf irgendeine Weise Gewinne zu ziehen. In den Anfangszeiten widmeten sich die böswilligen Hacker vor allem den Netzwerken der Universitäten und Forschungsinstitute. Mit der Ausbreitung des Online-Bankings ging es darum, Zugangsdaten zu den Bank-Accounts auszuspionieren. Wieder andere Hacker widmen sich der Wirtschaftsspionage.

Was unterscheidet Hacker und Cracker?

Cracker arbeiten daran, den Kopierschutz zu umgehen oder die Anbieterbindung bei Smartphones zu knacken. Zu ihren Zielen gehört es außerdem, Demo-Versionen von teuren Software-Paketen mit einem kleinen Zusatztool dauerhaft lauffähig zu machen, ohne dass dafür eine Lizenz erworben werden muss. Die Cracker verbinden ihr Tun oftmals mit der Kunst, was auch in der so genannten Demoszene der Hacker in den 1980er Jahren eine wichtige Rolle spielte. Dabei wurde digitale Kunst auf den 8-Bit-Systemen geschaffen, die auf Treffen wie der Breakpoint präsentiert wurde. Die Cracker haben diese Tradition aufgegriffen und statten ihre Hacks mit kleinen animierten Grafiken aus, mit denen dem Anwender oftmals bildlich mitgeteilt wird, dass er mit der Aktivierung des Hacks ein „Geschenk“ bekommt.

Welche Schäden richten Hacker an?

Zu den Aktivitäten der kriminell ausgerichteten Hacker gehört auch die Programmierung der Viren und Trojaner. Sie schaden de facto jedem Nutzer des Internets, da er gezwungen ist, sich zur Erhaltung der Sicherheit der eigenen Systeme einen Virenscanner zu installieren. Die Filmverleihe und Musikverleger haben durch das Treiben der Hacker in den letzten beiden Jahrzehnten Verluste in mehrstelliger Milliardenhöhe hinnehmen müssen. Welche Dimensionen die durch eine einzige Hackergruppe bei einem Unternehmen angerichteten Schäden annehmen können, zeigte im Jahr 2014 der Angriff auf Sony Entertainment. Hacker knackten das Netzwerk des Unternehmens und stahlen einige Filme, die noch nicht einmal im Kino liefen. Sie wurden auf einer illegalen Plattform zum Download angeboten. Allein diese Downloads verursachten für Sony Entertainment einen Schaden in Höhe von mehr als zehn Millionen Dollar.


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