Glossar

General Public License

Unter der General Public License versteht man eine Software-Lizenz. Die auch als GNU GPL bekannte Lizenz ermöglicht es dem Endanwender, eine Software kostenfrei zu nutzen, zu ändern, zu studieren und zu kopieren. Software, die unter der General Public License vertrieben wird, wird auch als Freie Software bzw. Open-Source-Software bezeichnet. Die GPL kann von jedem genutzt werden, um damit die Freiheitsrechte von Endnutzern zu gewährleisten. Sie stellt zudem die erste Copyleft-Lizenz dar, wobei Copyleft dafür steht, dass Änderungen und Ableitungen von den mit der Lizenz versehenen Softwares ebenfalls nur als Open-Source-Software verbreitet werden dürfen. Ein Beispiel für eine unter dieser Lizenz vertriebene Software stellt WordPress dar.

Software und auch Bilder für Websites, die unter der General Public License vertrieben werden, düfen nicht nur privat, sondern auch kommerziell eingesetzt werden. Änderungen, die daran vorgenommen werden, bedingen keine Offenlegung des Quellcodes, sofern sie nicht weiter vertrieben werden. Der Quellcode muss nur bei einem Vertrieb an Dritte offen gelegt werden. Dieser Vertrieb kann wahlweise kostenfrei erfolgen oder unter kommerziellen Gesichtspunkten. Die GPL verbietet also grundsätzlich nicht die kostenpflichtige Veräußerung der GPL-lizenzierten Software.

Wie die General Public License entstand

Lohnenswert ist ebenfalls ein Blick auf die Geschichte der General Public License, die bereits 1989 geschrieben wurde. Verantwortlich dafür ist Richard Stallmann, der auch das GNU-Projekt gegründet hat. Stallmann hatte die Idee, ähnliche Lizenzen zu vereinheitlichen, wie die GNU Emacs, die GNU Debugger und die GNU Compiler Collection. Sie alle enthielten zwar im Wesentlichen die gleichen Aussagen wie die General Public License, wurden jedoch individuell auf die einzelnen Programme zugeschnitten. Um eine einzige Lizenz für möglichst viele Programme nutzen zu können, entwickelte Stallmann die General Public License, die in ihrer ersten Fassung im Januar 1989 veröffentlicht wurde.

Eine zweite Version folgte im Juni 1991 durch die Free Software Foundation (FSF). Die wichtigste Änderung ist die „Liberty or Death“-Klausel. Sie besagt, dass eine Software gar nicht mehr unter der General Public License vertrieben werden kann, wenn nur einige Teile der Lizenz aufgrund geltenden Rechts nicht erfüllt werden können. Ebenfalls wurde die zweite Version um Paragraph acht ergänzt. In diesem heißt es, dass die General Public License zum Beispiel geographisch eingeschränkt werden kann. Damit ist es möglich, dass das Werk in einigen Ländern nicht vertrieben werden darf, etwa weil es dort Patente oder urheberrechtlich geschützte Schnittstellen verletzen würde. Zudem stützt sich die zweite Version auf die Berner Übereinkunft, wodurch sie sich auch mit Rechtssystemen außerhalb der USA vereinbaren lässt.

Eine dritte Version wurde im ersten Entwurf bereits im Januar 2006 vorgestellt. Die Öffentlichkeit sollte darüber diskutieren dürfen. Allerdings folgten noch drei weitere Entwürfe, bevor die General Public License am 29. Juni 2007 endgültig in Kraft trat. Eine vierte Version der GPL ist bis dato noch nicht geplant. Seitdem die General Public License 1989 eingeführt wurde, gilt sie als die am weitesten verbreitete freie Softwarelizenz. Im GNU-Projekt sind die allermeisten Programme unter dieser lizenziert.

Wie wird die General Public License auf ein neues Programm angewendet?

Die General Public License verfügt über einen Anhang, in dem detailliert erklärt wird, wie sie auf ein neues Programm anzuwenden ist. Eine Standardvorlage, in der noch der Name des neuen Programms und dessen Aufgaben eingeführt werden müssen, ist enthalten. Außerdem müssen der Name des Autors und das Jahr der Erstellung eingetragen werden. In der Vorlage enthalten ist ebenfalls ein Haftungshinweis. Dieser besagt, dass das Programm ohne Garantie vertrieben wird. Lizenziert wird das Programm unter der aktuell gültigen Version, wobei eine Öffnungsklausel für die Anwendung künftiger Versionen mit enthalten ist. Alternativ dazu kann das Programm auch unter einer Vorgängerversion lizenziert werden, sofern man mit der aktuellen Version nicht einverstanden ist.


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