Glossar

Dublin Core

Als Dublin Core wird eine Beschreibung bezeichnet, die das auf einer Website verwendete Datenformat angibt. Die Angaben im Dublin Core erfolgen in einem bibliografischen Datenformat, das von der „Dublin Core Metadata Initiative“, kurz DCMI genannt, entwickelt wurde. Diese Initiative entstand im Jahr 1994 und führte im Jahr 1995 die erste eigene Konferenz in Dublin durch, was dem technischen Hilfsmittel für Programmierer von Websites auch den Namen gegeben hat. Bei dieser ersten Fachkonferenz gab es fünfzig Teilnehmer, von denen ein erstes allgemein verbindliches Schema für die Beschreibung von Ressourcen auf einer Website entwickelt wurde.

Woraus bestehen die Metadaten nach Dublin Core?

Insgesamt können die Angaben als fünfzehn verschiedene „core elements“ hinterlegt werden. Sie werden als „Dublin Core Metadata Element Set“ bezeichnet und wurden in der Norm ISO 15836 inzwischen standardisiert. Über die „element refinements“ können Angaben nach Dublin Core in den Header einer Website eingebunden werden, in denen spezielle Angaben gemacht werden, die in den allgemeinen Beschreibungen nicht enthalten sind. Die „element refinements“ sind freiwilliger Natur und können in beliebiger Form miteinander kombiniert werden.

Welche Elemente enthalten die Angaben nach der Norm Dublin Core?

Identifier

Eben dem „identifier“, abgekürzt ID, in dem sich die Hinweise zur Identifizierung von Dokumenten auf der Grundlage spezieller Kataloge finden, enthalten die Metadaten nach Dublin Core auch Angaben zu der auf einer Website verwendeten Technik. Die technischen Angaben enthalten üblicherweise folgende Positionen:
• Format = Angabe zur möglichen Art der Verarbeitung der Inhalte
• Type = Angabe zur Art des jeweiligen Dokuments
• Language = Angabe zur Sprache, in der das Dokument abgefasst wurde
Bei der Angabe der Sprache sollten die Normen ISO 639 sowie DIN EN ISO 3166 beachtet werden.

Angaben zum Inhalt

An den Identifier schließt sich bei der Auszeichnung nach Dublin Core die Beschreibung des Inhalts einer Website an. Sie besteht bei einer kompletten Angabe aus folgenden vier Elementen:
• Title = Angabe des Titels eines Dokuments
• Subject = Angabe von Keywords, unter denen der Inhalt gefunden werden soll
• Coverage = Angabe zur Relevanz der Inhalte für Zeiträume und Regionen
• Description = Kurzbeschreibung der Inhalte ähnlich dem Snippet für Google

Angaben zu Personen und Rechten nach Dublin Core

Um mit den Inhalten einer Website nicht gegen die Bestimmungen des Urheberrechts zu verstoßen und zu verhindern, dass die Nutzer der Website das tun können, sollten die Fachleute für Webdesign und Programmierung darauf achten, dass auch die Autoren, Quellen und Hinweise zur möglichen Nutzung der Inhalte einer Website mit eingefügt werden. Der Dublin Core bietet die Kennzeichnung mit folgenden Elementen an:
• Creator = Angabe zum Hauptautoren der Inhalte
• Publisher = Angaben zur veröffentlichenden Instanz
• Contributor = Hinweise auf Personen, die an der Gestaltung der Inhalte mitgewirkt haben
• Rights-Holder = Angaben zum Inhaber der Urheberrechte für die Inhalte
• Rights = Hinweise darauf, welche Arten von Rechten an einem Dokument beachtet werden müssen
• Provenance = Signatur, Log der vorgenommenen Änderungen

Angaben zur Verknüpfung nach Dublin Core

In diesem Bereich können Hinweise hinterlegt werden, von wo das Dokument oder Teile des Dokuments stammen. Außerdem sind hier die für die Suchmaschinenoptimierung wichtigen Angaben zur potentiellen Zielgruppe für die Inhalte eines Dokuments zu finden. Die Deklaration nach Dublin Core kann mit folgenden Tags vorgenommen werden:
• Source = Angaben zur Quelle der Inhalte
• Relation = Darstellung von Zusammenhängen zwischen mehreren Dokumenten
• Audience = Deklaration der anzusprechenden Zielgruppe
• InstructionalMethod = Angaben zur Art der Datenerhebung

Die Hinweise auf die Gültigkeitsdauer eines Dokuments

Mit dem Tag „date“ werden bei der Kennzeichnung auf der Grundlage der Normen des Dublin Core Hinweise zur Zeitspanne gegeben, während der die Inhalte eines Dokuments auf einer Website relevant sind. Als technische Vorlage für diese Angaben dient die Norm ISO 8601. Möglich sind verschiedene Optionen, die vom Datum der ersten Veröffentlichung bis hin zur Dokumentation der letzten vorgenommenen Änderung reichen.

Wie wird der Dublin Core in der Praxis angewendet?

Basieren Websites auf HTML, erfolgt die Auszeichnung der Metadaten im entsprechenden Element im Header des jeweiligen Artikels. Für die Auszeichnung kann sowohl XML als auch RDF verwendet werden, die beide zum OpenDocument-Format gehören. Damit ist die Erfassung und Anzeige der hinterlegten Metadaten auch in den RSS-Feeds möglich, mit denen die neuen Artikel einer Website beispielsweise über die Funktion „Dynamische Lesezeichen“ im Browser abonniert werden können.


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