Glossar

Drupal

Die in der ersten Version im Januar 2001 von Dries Buytaert veröffentlichte Software Drupal zählt sich zu den Vertretern der Content Management Systeme, mit denen die Inhalte von Websites auch vom Laien leicht gepflegt werden können. Die Experten für Webdesign wissen Drupal vor allem deswegen zu schätzen, weil dieses Content Management System den Aufbau eigener Communities optimal unterstützt. Die mit einer General Public License publizierte Software basiert auf der Programmiersprache PHP und kooperiert mit verschiedenen Datenbanksystemen, wobei allerdings MySQL oder MariaDB empfohlen werden. Zum Jahresende 2014 basierten rund 1,9 Prozent aller verfügbaren Websites auf Drupal. Bei den Content Management Systemen hielt die Software nach den Angaben von W3Techs im November 2014 einen Anteil von 5,1 Prozent.

Welche Module können Webdesigner bei Drupal nutzen?

Der eigentliche Kernel von Drupal kann – ähnlich wie bei WordPress – mit ergänzenden Modulen erweitert werden. Die Module stellen zusätzliche Funktionen bereit. Eines dieser Module bietet wahlweise einen CKEditor, einen TinyMCE-Editor oder einen WYSIWYG-Editor an. Das Image-Modul zur Bereitstellung von Bildern und Grafiken muss seit der Version Drupal 7 nicht mehr separat installiert werden, da es bereits in der Grundinstallation mit enthalten ist. Für die Experten für Suchmaschinen ist eine Erweiterung für Drupal besonders interessant. Dabei handelt es sich um das Weblink-Modul, mit denen Backlinks komfortabel erstellt und überwacht werden können. Mit dem Event-Modul kann ein Kalender mit integrierter Terminverwaltung in Websites mit eingebunden werden. Wer seinen Besuchern eine hohe Usability bieten möchte, kann seine mit Drupal aufgesetzte Website mit dem Location-Modul mit Kartenmaterial und Entfernungsberechnungen bestücken.

Welche Funktionen bringt Drupal in der Grundversion mit?

Die Fachleute für Websiteprogrammierung wissen es zu schätzen, dass bei Drupal der funktionale Quellcode von den Angaben zum Layout der Website getrennt verwaltet wird. Eine Individualisierung ist bei Drupal mit verschiedenen Themes möglich. Die Angaben der Themes und der Funktionen von Drupal können mit der „Override“-Option komfortabel überschrieben werden. Der Pluspunkt dieser Option besteht darin, dass die individuellen Angaben nicht bei jedem Update des Content Management Systems und des Themes erneut hinterlegt werden müssen. Außerdem eignet sich Drupal durch die Hinterlegung verschiedener Lokalisierungsdaten besonders gut für Websites, auf denen Inhalte in mehreren Sprachen angeboten werden. Einen weiteren Pluspunkt stellen die Multisite-Fähigkeiten dar. Mit den bei Drupal möglichen Permalinks können 404-Fehler im Interesse der Suchmaschinenoptimierung vermieden werden.

Die bisherige Versionsgeschichte von Drupal

Die erste Version von Drupal wurde am 15. Januar 2001 veröffentlicht. Die Folgeversion erschien bereits zwei Monate später und brachte die Funktionen für die Lokalisierung der Besucher sowie ein Berechtigungssystem für die Pflege der Inhalte mit. Mit der Version Drupal 3.0, die am 15. September 2001 erschien, erhielten die Nodes eine stärkere Bedeutung. Außerdem wurden zahlreiche Ergänzungsmodule in die Standardinstallation integriert. Mit dem Upate 4.2 wurde im August der Umgang mit den URLs optimiert. Seit der im April 2005 veröffentlichten Version 4.6 bringt Drupal eine Unterstützung für PHP in der Version 5 mit. Die nächste größere Neuerung gab es bei Drupal in der Version 7.0. Das bis dahin genutzte Standradtheme „Garland“ wurde duch „Bartik“ ersetzt. Außerdem wurde CCK zum Bestandteil der Standardinstallation, die nun auch einen RDF-Support mitbrachte. Nach mehreren Sicherheitsupdates erschien am 9. September 2009 die Version Drupal 8.0. Die wichtigste Neuerung stellte bei dieser Version die Nutzung des Symfony-Frameworks dar. Seitdem sind bis zum Februar 2015 insgesamt sieben Beta-Versionen erschienen.

Welche weiteren Besonderheiten hat Drupal zu bieten?

Dass immer mehr professionelle Webdesigner auf Drupal setzen, hat einen guten Grund. Über die Installationsprofile können bereits genutzte Zusammenstellungen aus der Basisinstallation und ergänzenden Modulen einfach auf neue Projekte übertragen werden. Mit der Erweiterung Pressflow lässt sich das Caching von Website optimieren, was sich wiederum günstig auf die Ladezeiten einer Website auswirkt. Die Kompatibilität der Schnittstellen wird bei der Nutzung von Pressflow nicht beeinträchtigt. Allerdings gibt es berechtigte Kritik daran, dass Drupal bei der Integration von Pressflow nicht mehr voll abwärtskompatibel ist.

Mit Acquia Drupal wurde eine spezielle Version für kommerzielle Nutzer entwickelt, zu der ein besonders hochwertiger Support angeboten wird. Für Vereine, Verbände und andere Organisationen ist die Erweiterung CviCRM sehr interessant, denn damit macht Drupal die Verwaltung unterschiedlicher Arten von Kontakten besonders einfach und effizient. Eine weitere Besonderheit stellt ERPAL dar. Dabei handelt es sich um ein auf Drupal basierendes ERP-System, das für den Einsatz in den lokalen Netzwerken mittelständischer Unternehmen konzipiert wurde. Hier können Projekte, Ressourcen, Mitarbeiterkapazitäten und auch Dokumente unter einer Benutzeroberfläche verwaltet werden.


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