Glossar

DMOZ

Das Kürzel DMOZ, oder in Eigenschreibweise dmoz, steht für das Open Directory Project. Dass die Bezeichnung mit dem Kürzel nicht ganz übereinstimmt, liegt daran, dass das 1998 ins Leben gerufene Webverzeichnis alternativ „Directory Mozilla“ genannt wird. Darauf basierte auch die Domain, unter der das Webverzeichnis publiziert wurde. Zu Beginn trug der Verzeichnisdienst die Titel „Gnuhoo“ und „Newhoo“. Schon kurz nach dem Start kaufte das Unternehmen Netscape den Verzeichnisdienst DMOZ auf und ging nach der Übernahme von Netscape ins Eigentum von AOL über. Seit dem Jahr 2000 befand sich DMOZ als Folge einer Fusion im Besitz von Time Warner. Von 2005 bis 2009 war Google selbst an DMOZ beteiligt. Nach dem Rückkauf der Google-Anteile separierte Time Warner AOL wieder.

Welche Besonderheiten gibt es bei DMOZ im Vergleich zu anderen Diensten?

Bei DMOZ handelt es sich um ein moderiertes Verzeichnis von Websites. Bevor die Seiten aufgenommen werden, erfolgt eine manuelle Prüfung durch die Redakteure, die bei DMOZ Editoren genannt werden. Die Editoren von DMOZ arbeiten auf ehrenamtlicher Basis, was bedeutet, dass durch das rasante Wachstum der Inhalte des Internets mehrere einige Zeit vergehen kann, bis eine vorgeschlagene Website in das Verzeichnis aufgenommen wird. DMOZ legt großen Wert darauf, dass die Editoren Fachkenntnisse besitzen. Sie werden bestimmten Themenbereichen zugeordnet. Sie unterstehen den so genannten Metaeditoren, die ihrerseits wieder den Administratoren untergeordnet sind.

Wie gelangt eine Website in den Verzeichnisdienst DMOZ?

Um eine Website für die Listung bei DMOZ vorzuschlagen, muss zuerst geschaut werden, ob sie nicht bereits auf anderem Weg dort aufgenommen wurde. DMOZ nutzt inzwischen spezielle Crawler und Bookmarklets, mit denen die Editoren interessante Inhalte auch selbst finden können. Ist eine Website dort nicht gelistet, kann sie in den einzelnen Rubriken für die Aufnahme gezielt vorgeschlagen werden. Nicht mehr existente Websites werden durch Robozilla automatisch entfernt. Dabei handelt es sich um einen speziellen Crawler, der von den Administratoren von Hand gestartet werden muss. Robozilla prüft die Websites mehrfach, bevor sie aus dem Verzeichnis DMOZ gelöscht werden. So wird verhindert, dass eine wegen temporärer Serverprobleme vorübergehend nicht erreichbare Website entfernt wird.

Welche Bedeutung hat DMOZ für die Suchmaschinenoptimierung?

Eine Eintragung bei DMOZ bringt Vorteile bei der Off-Page-Optimierung. Der Eintrag in das Webverzeichnis generiert nicht nur einen hochwertigen Backlink, sondern sorgt auch für zusätzlichen Traffic auf einer Website. Beides wiederum bewirkt, dass die betreffende Website in den Ergebnislisten der Suchmaschinen weiter vorn angezeigt wird, was sich wiederum auf die Anzahl der Zugriffe positiv auswirkt und bei der Suchmaschinenoptimierung eine Kettenreaktion in Gang setzt. Eine Überprüfung des Erfolgs eines Vorschlags zur Eintragung bei DMOZ ist über das Webverzeichnis selbst sowie alternativ mit der Hilfe der Alexa Tools sowie bei Seitwert möglich.

Welche Anforderungen muss eine Website für die Aufnahme bei DMOZ erfüllen?

Websites, auf denen überwiegend Bannerwerbung und kaum eigene Inhalte publiziert werden, sind von der Aufnahme in das Webverzeichnis DMOZ ausgeschlossen. Das gilt auch für Seiten mit rassistischen und pornografischen Inhalten. Gewaltverherrlichung und die Aufforderung zu kriminellen Aktionen sind weitere Ausschlussgründe. Gute Chancen auf eine Aufnahme bei DMOZ hat derjenige, der auf seiner Website informative und seriöse Inhalte zur Verfügung stellt. Auch auf eine korrekte Rechtschreibung und Grammatik sollte im Zuge der On-Page-Optimierung geachtet werden, wenn die Seite bei DMOZ aufgenommen werden soll. Zu Jahresbeginn 2014 waren bei DMOZ insgesamt 4,2 Millionen Websites gelistet. Allein rund 500.000 aufgenommene Websites sind in deutscher Sprache verfasst.


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