Glossar

Carousel

Das Carousel (übersetzt Karussell) ist ein Element, welches zur Gestaltung von Websites zum Einsatz kommen kann. Grundsätzlich kann es verschiedene Arten von Inhalten aufnehmen, wird aber bevorzugt für die die Einbindung zahlreicher Grafiken eingesetzt. Der Vorteil gegenüber einer klassischen Galerie ist der geringe Platzbedarf. Die angezeigten Inhalte drehen sich entweder horizontal nach dem Vorbild des Karussells oder vertikal nach dem Vorbild des Riesenrads. Wahlweise können sich alle integrierten Inhalte oder Teile davon im sichtbaren Bereich befinden. Die Integration ist beim vielen Content Managament Systemen sogar in den Widget Zones mit dem Einbau des Codes in ein Textwidget möglich.

Wann bringt ein Carousel Vorteile?

Wer als Webmaster die Besucher seiner Website nicht verwirren möchte, setzt ein Carousel nur für einige Ausnahmefälle ein. Einer dieser Fälle ist die Integration von Bildern, die alternativ als Diashow möglich wäre. Auch als Werbemittel ist dieses Element des Webdesigns beliebt. Hier besteht der Vorteil darin, dass mehrere Artikel gleichzeitig angezeigt werden können. Ratsam sind dabei die Versionen, bei denen auch die im Hintergrund befindlichen Artikel zumindest teilweise sichtbar sind. Solche Varianten werden beispielsweise als Werbemittel beim Partnerprogramm von Amazon angeboten. Diesen Pluspunkt der Carousels machen sich inzwischen auch die Entwickler von TV-Werbespots zunutze. Ein gutes Beispiel dafür ist die Werbung einiger Streamingdienste.

Welche Nachteile hat ein Carousel?

Ein entscheidender Nachteil der Carousels ist, dass sie von den meisten Besuchern einer Website direkt als Werbung gedeutet werden. Das geschieht auch dann, wenn dort keine Werbung enthalten ist. Eine Studie von Erunyon brachte zutage, dass nur rund ein Prozent aller Besucher einer Website auf ein Carousel klickt. Dabei wird in 89 Prozent der Fälle lediglich das vorderste Element angeschaut.

Außerdem wird die Wirksamkeit dieser Gestaltungselemente durch die genutzte Flash-Programmierung eingeschränkt. Die Anzeige von Flash-Elementen wird von den meisten Browsern blockiert und muss vom Nutzer manuell erlaubt werden. Das heißt, die überwiegende Zahl der Besucher bekommt die Inhalte der Carousels gar nicht zu sehen.

Doch noch ein weiterer Aspekt ist zu beachten. Die Carousels setzen die barrierefreie Nutzbarkeit einer Website herab. Das trifft besonders dann zu, wenn sich durchgehend drehende Versionen verwendet werden. Besucher mit motorischen Defiziten haben dabei Schwierigkeiten, die von ihnen gewünschten Inhalte anklicken zu können.

Wo sollte ein Carousel grundsätzlich nicht platziert werden?

Der Headerbereich einer Website sollte als Location für ein Carousel immer tabu sein. Hier bieten sich als Alternative dynamische Slider an. Beim Slider hat der Nutzer die Chance, zwischen den Inhalten durch eine „Ablaufanzeige“ selbst zu bestimmen, welche Informationen er sehen möchte. Auch wird bei einer Einbindung von Carousels im Headerbereich die Optik einer Website beeinträchtigt. Grund ist die Unterdrückung der Flash-Anzeigen durch die Browser.

Wirklich wichtige Inhalte haben in den Carousels ebenfalls nichts zu suchen. Hier besteht immer die Gefahr, dass sie von den Besuchern komplett übersehen werden. Da beweisen die geringen Klickraten, die mit diesen Elementen erzielt werden können. Eine modernere und wesentlich nutzerfreundlichere Art der komprimierten Einbindung von Informationen mit dem geringstmöglichen Platzbedarf ist das Accordion. Dort werden die Inhalte in gestapelter Form (listenähnlich) miteinander verknüpft und können bei Bedarf ausgeklappt werden.


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