Glossar

Boolesche Operatoren

Namensgeber für Boolesche Operatoren war George Boole, ein Mathematiker, der im 19. Jahrhundert in England lebte und als Professor für Mathematik am Queens College in der irischen Stadt Cork lehrte. Zu seinen bekanntesten Werken gehören die Entscheidungsverfahren der disjunktiven Normalform. Damit schuf er die Basis für verschiedene Einschluss- und Ausschlussverfahren, die inzwischen auch in die Programmierung Eingang gefunden haben. Dort werden sie als Boolesche Operatoren bezeichnet.

Wo werden Boolesche Operatoren angewendet?

Die Programmierer von Websites benutzen Boolesche Operatoren beispielsweise, wenn die Suche mit „und“-Verknüpfungen oder „oder“-Verknüpfungen in den Inhalten einer Seite durchgeführt werden soll. Dabei werden die vom Nutzer eingegebenen Begriffe sozusagen zu den Variablen einer mathematischen Gleichung, mit deren Hilfe die Auswahl der auszugebenden Ergebnisse erfolgt. Auch gezielte Ausschlüsse von Inhalten sind über die Option „nicht“ möglich. Daraus ergeben sich als Hauptanwendungsgebiet für Boolesche Operatoren Website, auf denen eine Produktsuche nach einzelnen Kriterien durchgeführt werden kann. So könnten Boolesche Operatoren dazu dienen, sich nur Displays anzeigen zu lassen, die eine Bildschirmdiagonale von 24 Zoll und eine Full HD-Auflösung haben.

Suchmaschinen verwenden ebenfalls Boolesche Operatoren

Die Algorithmen der Suchmaschinen Google, BING, Yandex und Co. nutzen Boolesche Operatoren, um anhand der eingegebenen Begriffe die Relevanz der einzelnen Seiten zu prüfen. Stimmt die Suchphrase komplett mit dem Titel oder der Description einer Seite überein, wird diese weit vor platziert. Über Boolesche Operatoren werden aber auch Seiten in den Suchergebnissen aufgelistet, bei denen es nur eine teilweise Übereinstimmung mit der verwendeten Suchphrase gibt. Das geschieht in der Praxis dadurch, dass die Suchphrase mit einer „oder“-Verknüpfung in ihre einzelnen Bestandteile „zerhackt“ wird. Dabei werden jedoch bestimmte Wortarten wie beispielsweise Artikel und Präpositionen gezielt ausgeklammert.

Die zweite Einsatzmöglichkeit für Boolesche Operatoren in Suchmaschinen ist der Zugang zu einzelnen Inhalten des Internets in Abhängigkeit von der Herkunft der Nutzer. So zeigt Google beispielsweise in Asien die Inhalte nicht an, die nur für Nordamerika freigegeben wurden. Dabei wird die Herkunft der Nutzer über die Auswertung seiner öffentlichen IP-Adresse bzw. über die im Browser und im Betriebssystem hinterlegten Daten bestimmt. Umgehen lässt sich diese regionale Zensur des Internets mit Spezialbrowsern wie beispielsweise die Tor-Abwandlung von Mozilla Firefox.

Wie wendet der Browser Boolesche Operatoren an?

Den direkten Zugriff auf Boolesche Operatoren bekommt der Anwender über die individuellen Einstellungen der Browser. Dort kann er bestimmen, in welchen Sprachen er Websites in den Suchergebnissen angezeigt bekommen möchte. Über Boolesche Operatoren werden fremdsprachliche Inhalte aus den Ergebnissen ausgeschlossen. Möglich ist das allerdings nur bei den Seiten, auf denen im Rahmen der On-Page-Optimierung das Language-Tag korrekt gesetzt wurde. Außerdem bietet der Browser die Chance, die Suchergebnisse auf Websites aus bestimmten Ländern einzugrenzen. Auch das wird im Hintergrund mit der Hilfe der Booleschen Operatoren realisiert.


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