Glossar

Bayesscher Filter

Die Bezeichnung Bayesscher Filter geht auf Thomas Bayes zurück. Bayes war presbyterianischer Pfarrer und Mathematiker in Großbritannien. In seinem Studium an der Universität in Edinburgh widmete sich Thomas Bayes neben der Theologie auch der Logik. Zu seinen wichtigsten mathematischen Theorien gehört der Bayessche Satz, der dem Bayesschen Filter zugrunde liegt. Diese Theorie wurde in seinem Buch „Versuch zur Lösung eines Problems der Wahrscheinlichkeitsrechnung“ veröffentlicht, welches im Jahr 1908 beim Engelmann-Verlag in Leipzig erschienen ist. Aus dieser Theorie wurde ein Filter entwickelt, der heute im Internet dazu verwendet wird, den Erhalt von Mails der Kategorie Spam zu verhindern.

Wie funktioniert ein Bayesscher Filter?

Ein Bayesscher Filter als Maßnahme gegen Spam basiert darauf, dass die Inhalte der Mail nach bestimmten Schlüsselbegriffen, im Zusammenhang mit dem Internet auch Keywords genannt, durchsucht werden. Aus der Häufigkeit und Kombination des Vorkommens werden Wahrscheinlichkeiten abgeleitet, mit denen es sich um unerwünschte Werbung handeln könnte. Wird dabei ein bestimmter Schwellenwert überschritten, wird die betreffende Mail als Spam eingestuft und geblockt. Das Interessanteste am Bayesschen Filter ist die Tatsache, dass er lernfähig ist. Deshalb sollte der Nutzer eines Mailprogramms mit dieser Filtertechnik unerwünschte Werbemails auch nicht einfach löschen, sondern als Spam kennzeichnen.

Welche Anwendungen nutzen den Bayesschen Filter?

Bei Mozilla Thunderbird, das als Ergänzung zum Browser Mozilla Firefox entwickelt wurde, wird ein Bayesscher Filter ebenso angewendet wie beim zum Broser Opera gehörenden Mailprogramm. Dafür wurde diese Analyse nach statistischen Wahrscheinlichkeiten erheblich weiterentwickelt. Initiator der Anwendung in Mailprogrammen war M. Sahami, der die Nutzung im Jahr 1998 in einem Workshop für die Kategorisierung von Text vorschlug. Zu den Implementierungen des Bayesschen Filters in Mailprogramme gehören die Module Spamihalator und SpamAssassin.

Der Vorteil beim SpamAssassin ist, dass dieses Tool sowohl als Plugin ins Mailprogramm integriert als auch direkt auf den Mailservern eingesetzt werden kann. Beim SpamAssassin wird ein Bayesscher Filter mit der Aktualisierung durch die Erfassung der manuell von Freiwilligen vorgenommenen Sortierung und den Daten von Realtime Blackhole Lists kombiniert.

Der Spamihalator schaltet sich als ergänzender Host zwischen den Mailserver und das Mailprogramm. Der Pluspunkt beim Spamihalator ist, dass ein Development-Kit bereitgestellt wird, der eine Individualisierung der angewendeten Filterkriterien möglich macht. Der Spamihilator kann sowohl mit POP3-Servern als auch mit IMAP-Servern kombiniert werden.

Wie lässt sich ein Bayesscher Filter bei der SEO umgehen?

Viele Betreiber von Websites versenden regelmäßig E-Mails, um den Traffic auf ihren Seiten zu erhöhen. Der Traffic ist ein wichtiger Bestandteil zur Verbesserung des Rankings bei den Suchmaschinen. Deshalb sollte auch gewährleistet werden, dass die verschickten E-Mails ihren Adressaten erreichen. Dazu sollten in den Inhalten die Begriffe vermieden werden, die ein Bayesscher Filter üblicherweise als Spam einstuft. Ein beliebtes Hilfsmittel sind inzwischen Backlinks und Grafiken geworden. Grafiken sind die ratsamere Alternative, denn sie können durch den Filter nicht ausgelesen werden. Bei Backlinks besteht das Problem, dass sie von vielen Mailprogrammen konsequent vollständig geblockt werden.


Interessiert? Erfahren Sie mehr zum Thema "Bayesscher Filter" - kontaktieren Sie uns jetzt

We create for You

Unter der Überschrift „Kreation“ vereinen wir die 4 Kernkompetenzen von baseplus®: Das Design, die Entwicklung, das Online Marketing und Print, in der jeweils anmutenden Farbe. Das konsequente Color-Coding dient der optimierten Benutzerführung, die Claims kommunizieren jeden Bereich zusätzlich.

Klicken Sie hier, um zu sehen was wir meinen