Design

Die Rolle der menschlichen Aspekte beim Webdesign

Die Rolle der menschlichen Aspekte beim Webdesign

Neben einer ganzen Reihe von technischen Anforderungen müssen bei der Gestaltung einer Internetseite auch andere Dinge beachtet werden. Es sind die kleinen Eigenheiten der ganz normalen menschlichen Verhaltensweisen. Sie wird beispielsweise im Handel ausgenutzt, dass sich der Mensch von der Laufrichtung, von Farben sowie von Klängen und Gerüchen beeinflusst wird. Vor allem in vielen kleineren Lebensmittelmärkten wird die Gemüseabteilung kurz hinter dem Eingang platziert. Die kräftigen Farben machen Appetit. Und wer Appetit hat, kauft üblicherweise mehr Lebensmittel ein, als er tatsächlich braucht. Übertragen auf das Webdesign bedeutet das, dass bei einem Onlineshop für Lebensmittel ebenfalls kräftige und sehr natürliche Farben zum Einsatz kommen sollten.

Beim Webdesign gezielt für Emotionen sorgen

Wer ein gutes Webdesign entwickeln möchte, tut gut daran, sich ein wenig mit der Farblehre und dort insbesondere mit der Farbpsychologie zu beschäftigen. Dort wird zuerst einmal in die so genannten kalten und warmen Farben unterschieden. Gelbe, braune und rote Farbtöne gehören zu den warmen Farben, durch die eine Atmosphäre des Wohlbefindens erzeugt werden kann. Weiß, Grau, Blau und Schwarz gehören zu den kalten Farben, mit denen eine nüchterne und sachliche Atmosphäre vermittelt wird. Bei Rottönen ist jedoch beim Webdesign eine sehr differenzierte Bewertung erforderlich. Einige der Rottöne werden vom Betrachter als Alarmsignale wahrgenommen. Sie sollten deshalb beim Webdesign nur dort zum Einsatz kommen, wo gezielte Aufmerksamkeit gewünscht wird. Welche Farbkombinationen auf einer Website ratsam sind, hängt also davon ab, welche Wirkung beim Betrachter erzielt werden soll. Die Website einer Anwaltskanzlei wird dadurch eher mit Schwarz-Weiß-Grau-Kombinationen mit Blauaspekten arbeiten, während das professionelle Webdesign bei einem Reiseanbieter das typisch mediterrane Farbspektrum bevorzugt.

Menschliche Sehgewohnheiten beim Webdesign nicht außer Acht lassen

Der Mensch fokussiert sich bei allen Dingen, die er betrachtet, zuerst einmal auf den Bereich, den er im wahrsten Sinne des Wortes direkt vor der Nase hat. Die wichtigsten Informationen gehören also in den oberen mittleren Bereich einer Website. Dass der obere Bereich zuerst betrachtet wird, ist zwei Faktoren geschuldet: Dokumente werden üblicherweise von oben nach unten gelesen und die Monotore sollten aus Gründen des Gesundheitsschutzes so aufgestellt werden, dass die Oberkante etwas unterhalb der Augenhöhe des Nutzers liegt. In den europäischen und westlichen Ländern ist die Schrift so gestaltet, dass sie von links nach rechts gelesen wird. Deshalb wandert der Blick des Betrachters von der oberen Mitte einer Website in die rechte obere Ecke. Auch das ist ein Grund, warum beim Webdesign dort die wichtigen Hinweise integriert werden. Möglichkeiten der Flucht von einer Website platziert ein erfahrener Webdesigner in der rechten unteren Ecke. Bei scrollbaren Websites sollten sie sogar im nicht angezeigten Bereich versteckt sein. Dort schaut der Nutzer nämlich aufgrund seiner Sehgewohnheiten zuletzt hin.

Die Wirkung der Schriftarten beim Webdesign ausnutzen

Eine psychologische Wirkung lässt sich beim Webdesign auch durch das Spiel mit den verschiedenen Schriftarten erzielen, die in der DIN 16518 definiert wurden. Für die Texte auf Websites kommen im Interesse der guten Lesbarkeit üblicherweise Schriften aus der Gruppe der serifenlosen Linear-Antiqua zum Einsatz. Sie vermitteln einen sehr sachlichen Charakter, der auch bei den Schriften der serifenbetonten Linear-Antiqua-Gruppe anzutreffen ist. Der Webdesigner, der mit der gewählten Schriftart ein gewisses Maß an Leichtigkeit erzeugen möchte, nutzt die Schriftarten, die nach der DIN 16518 den Gruppen venezianische Renaissance-Antiqua, französische Renaissance-Antiqua oder Barock-Antiqua zugeordnet werden. Schreibschriften und gebrochene Schriften kommen bei einem professionellen Webdesign ausschließlich als rein zierende Elemente zum Einsatz. Ein Slogan in einer Schreibschrift im Header einer Website erzeugt beim Betrachter ein Gefühl der Verbundenheit. Eine solche Schriftart würde sich deshalb beispielsweise zur Gestaltung eines Flirtportals anbieten.

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