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Die Corporate Design Migration bei einer Firmenfusion ist eine komplexe Angelegenheit. Unternehmer sind deshalb gut beraten, wenn sie sich dafür einen fachkundigen Experten an die Seite holen.

Corporate Design Migration – 10 beachtenswerte Aspekte

Durch Fusionen von Unternehmen verfolgen Unternehmer strategische Ziele – mehr Reichweite, mehr Kunden, neue Umsatzpotentiale. Leider verschenken viele Unternehmen dabei die Chancen, die sich bei einer Fusion in Bezug auf die Außendarstellung ergeben, unter den Experten auch als Corporate Design Migration bezeichnet. Das betrifft sowohl den Umgang mit Logos und Markennamen als auch das Erscheinungsbild der Werbung im Fernsehen, in Printmedien und nicht zuletzt im Internet. Wie die folgenden Aspekte zeigen, sind die bei einer Firmenfusion zu treffenden Entscheidungen immer von den Umständen des konkreten Einzelfalls abhängig.

Punkt 1: Prüfen Sie den Ruf der einzelnen Markennamen!

Ein wichtiger Punkt bei der Corporate Design Migration ist, dass nur die Marken- und Firmnamen weiter verwendet werden, die eine gute Reputation und Akzeptanz bei den potentiellen Kunden haben. Markennamen mit schlechtem Ruf sollten konsequent aussortiert werden. Eine Firmenfusion bietet immer auch die Chance, sich mit völlig neuen und unbelasteten Markennamen zu etablieren. Mit ihnen kann die Neugier der Kunden geweckt und der Umsatz gesteigert werden. Bereits erfolgreich auf dem Markt etablierte Markennamen mit gutem Ruf sollten aber erhalten und eventuell durch Zusätze ergänzt werden.

Punkt 2: Logo behalten oder neues Logo entwickeln?

Leider machen viele Unternehmer den Fehler, bei einer Firmenfusion alle bereits vorhandenen Logos zu erhalten. Das stiftet bei den Kunden Verwirrung, was sie von einer weiteren Zusammenarbeit abhalten könnte. Der bessere Weg ist es, für das bei der Fusion entstandene Unternehmen ein komplett neues Logo zu entwickeln. Das macht nur dann Sinn, wenn die Bestandskunden rechtzeitig darüber informiert werden. Hat eines der fusionierenden Unternehmen einen überdurchschnittlich guten Ruf, sollte sein vorhandenes Logo im Rahmen der Corporate Design Migration als alleiniges Erkennungsmerkmal verwendet werden.

Punkt 3: Aufpassen bei der Gestaltung der Werbung und Dokumente!

Bestehende Werbeverträge mit langen Laufzeiten sollten bei einer Firmenfusion rechtzeitig gekündigt oder zumindest die Inhalte durch neue Werbeclips und Werbebanner ersetzt werden. Es gibt nichts Schlimmeres, als dass sich das entstandene Unternehmen mit veralteten Werbemitteln oder nicht mehr aktuellen Markennamen und Logos präsentiert. Das heißt, dass eine Corporate Design Migration eine lange und intensive Vorbereitung benötigt, denn auch Visitenkarten, Broschüren, Produktkataloge und das Briefpapier sollten ab den Zeitpunkt des gemeinschaftlichen Auftretens bereits angepasst sein.

Punkt 4: Passen Sie Ihre Onlineshops (wenn vorhanden) rechtzeitig an!

Wenn die an einer Fusion beteiligten Unternehmen Onlineshops betreiben, stellt sich die Frage, ob sie getrennt erhalten oder zusammengeführt werden sollten. Eine Zusammenführung macht allein wegen der damit verbundenen Erweiterung des Sortiments und der Zeiteinsparung bei der Administration Sinn. Ratsam ist auch die Nutzung einer neuen Domain, bei der sich der neue Firmenname nutzen lässt. In den „alten“ Shops sollten die Kunden auf die bevorstehenden Änderungen hingewiesen werden. Solche Hinweise werden am besten im Header platziert, damit sie auch wirklich jeder Besucher sieht und registriert.

Punkt 5: Die optimale Auswahl der genutzten Domain

Heute hat üblicherweise jedes Unternehmen eine eigene Website. Oft macht es bei einer Firmenfusion Sinn, die „alten“ Websites der beteiligten Unternehmen zu erhalten. Sinnvoll ist das dann, wenn diese in den Google-Suchergebnissen mit den wichtigsten Keywords bereits gut positioniert sind. Ratsam ist in diesem Fall eine Überarbeitung der Startseite. Dort sollte statt der üblichen Begrüßung dargestellt werden, in welchem anderen Unternehmen der vorherige Inhaber der Seite aufgegangen ist. Außerdem kann dem Besucher dort erklärt werden, welche Vorteile er aus der Fusion der Unternehmen ziehen kann. Dieser Text eignet sich „so ganz nebenher“ auch bestens für die Platzierung eines Backlinks zur Website und zum Onlineshop des neuen Unternehmens.

Punkt 6: Erhalten Sie gut gerankte Keywords trotz Layoutänderungen!

Allerdings gibt es bei der Weiternutzung der alten Firmenwebsites eine Besonderheit zu beachten: Gehört die gut gerankte Website zu einem Unternehmen, welches vor der Fusion einen schlechten Ruf hatte, sollten die Erkennungsmerkmale wie Logos, Markennamen und Firmennamen gegen die neuen Namen ausgetauscht werden. Ansonsten wird das durch die Fusion entstandene Unternehmen von der negativen Reputation des vorherigen Einzelunternehmens belastet. Bei dieser Form der Corporate Design Migration sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die gut gerankten Keywords mit Ausnahme der Marken- und Firmenbezeichnung möglichst erhalten bleiben.

Punkt 7: Das Potential von Weiterleitungen nutzen!

Es wäre grober Unfug, die alten Domains der Onlineshops zurückzugeben, auch wenn sie nicht in der unter Punkt 6 beschrieben Art und Weise weiter genutzt werden sollen. Besser ist es, auf diesem Domains Weiterleitungen auf die neue Homepage und den Komplettshop des entstandenen Unternehmensverbunds einzurichten. So bleiben auch die Kunden erhalten, die sich den Link zur Startseite der einzelnen Shops in den Favoriten oder den Lesezeichen ihres Browsers gespeichert haben. Zumindest in der Anfangszeit sollte dort eine Hinweisseite angezeigt werden, auf der kurz erklärt wird, warum der Onlineshop umgezogen ist. Dabei handelt es sich um eine minimale Investition, die jedoch nach den bisherigen Erfahrungen bei der professionell betreuten Corporate Design Migration sehr lohnenswert ist.

Punkt 8: Werfen Sie wertvolle Inhalte nicht in den Müll!

Viele Unternehmen bestücken ihre Onlineshops mit einem Blog, in dem beispielsweise nützliche Hinweise zur Bedienung, Wartung und Pflege ihrer Produkte gegeben werden. In den meisten Fällen sind es sogar genau diese Blogs, die für eine gute Platzierung der gesamten Website in den Suchergebnissen sorgen. Soll eine Domain wegen einer negativen Reputation nicht weiter genutzt werden, ist es sinnvoll, die Inhalte dieser Blogs zu sichern und in den Blog der für das Gesamtunternehmen neu erstellten Website zu übertragen. Aber auch hier gilt: Die Inhalte genau prüfen und alte Markennamen und Firmenbezeichnungen konsequent ersetzen! Bei der Einstellung der Artikel in den neuen Blog müssen selbstverständlich auch die in den Texten vorhandenen Backlinks angepasst werden.

Punkt 9: Warum ein Relaunch der Website noch Sinn macht

Selbst wenn bei der Corporate Design Migration alle Erkennungsmerkmale der an der Fusion beteiligten Unternehmen erhalten werden sollen, ist ein Relaunch der einzelnen Websites und Onlineshops eine ratsame Sache. Bei dieser Gelegenheit kann die Technik der Websites modernisiert werden. Leider sind die Anforderungen des „Mobilegeddon“-Updates von Google noch immer nicht überall umgesetzt. Ein Relaunch verschafft die Chance, auch die potentiellen Kunden zu erreichen, die mit einem Smartphone oder einem Tablet im Internet surfen. Dieser Anteil wächst nach den offiziellen Statistiken von Google immer weiter an und macht schon seit einigen Monaten mehr als die Hälfte aller registrierten Suchanfragen aus.

Punkt 10: Sorgen Sie bei der Corporate Design Migration für mehr Nutzerkomfort!

„König Kunde“ möchte es bequem haben. Das sollten Sie bei der Programmierung und Gestaltung Ihrer neuen Websites und Onlineshops auf jeden Fall mit beachten. Vor allem sämtliche Flash-Elemente sollten von den Websites (gleich ob Firmenpräsentation oder Shop) in 2016 endgültig verschwinden. Google hat bereits angekündigt, dass Flash-Elemente ab dem Jahr 2017 bei AdSense und AdWords nicht mehr unterstützt werden. Diese Ankündigung sollte auch bei der Neugestaltung Ihrer Werbemittel für andere Affiliate-Netzwerke mit berücksichtigt werden. Für einen hohen Nutzerkomfort sorgen außerdem übersichtlich gestaltete Menüs und eine kluge Auswahl der Produktkategorien in einem Onlineshop. Am liebsten ist es den Kunden, wenn sie dort einfache Suchmasken mit zahlreichen individuellen Filterkriterien angeboten bekommen.

Fazit: Die Corporate Design Migration bei einer Firmenfusion ist eine komplexe Angelegenheit. Unternehmer sind deshalb gut beraten, wenn sie sich dafür einen fachkundigen Experten an die Seite holen.

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